Giancarlo Nicolai (* 20. Juni 1957 in Bern) ist ein Schweizer Jazz- und Improvisationsmusiker (Gitarre, Laudes, Komposition).
Leben und Wirken Nicolai studierte an der Swiss Jazz School in Bern, dem Musicians Institute of Technology Los Angeles, der Schweizer Akademie für Musik und Musikpädagogik und zuletzt an der Hochschule für Musik Basel (Master in Improvisation bei Fred Frith und Alfred Zimmerlin).
Nicolais Debütalbum Vis Music/ Ecco L'eco L'eco Detto erschien 1986 bei Leo Records; im selben Jahr veröffentlichte er auch ein gleichnamiges Album mit seinem Giancarlo Nicolai Trio. In den nächsten Jahren formierte er ein Gitarrenorchester, mit dem er auch auf Tournee war. Gemeinsam mit John Tchicai leitete er ein Quartett mit Makaya Ntshoko und Vitold Rek, das 1990 beim Jazz Festival Willisau auftrat.
Nicolai arbeitete auch mit musizierenden Jugendlichen. Dann verfolgte er Projekte wie das Trio Lost Frequency (mit Benjamin Brodbeck, Perkussion, und Mina Fred, Viola und Stimme) sowie ein Trio mit Anna-Kaisa Meklin (Gambe) und Christoph Schiller bzw. der Saxophonistin Sandra Weiss, mit dem er 2026 das Album Il ciclo del sole noturno vorlegte. Für das Basler Orchester unorthodoxjukebox, dem er angehört, komponierte er das grafisch notierte Stück „Aria Calda e Felice“. Im elektro-akustischen Trio Nicolai/Ruffing/Tataroglou arbeitete er auch mit elektrischen Saiteninstrumenten. Weiterhin nahm er Alben mit der Marco Käppeli Connection, dem Peter Schärli Quintett und der Take Off Big Band auf.
In dem Film Meeting on the Second Floor (2005) dokumentierten Simon Baumann und Andreas Pfiffner die Arbeit von Giancarlo Nicolai.
Diskographische Hinweise Giancarlo Nicolai Trio & John Tchicai: The Giancarlo Nicolai Trio & John Tchicai (Leo Records 1989) Giancarlo Nicolai & Regula Neuhaus: N (Leo Records 1992) Giancarlo Nicolai – Sylvia Schwarzenbach / Berner Klarinettenensemble mit Gästen: Capa i Greco e elle / Ds Klarinetteheft (Leo Lab 1994) Labor A (s)tory (Ammoniac Music 2001) La Sorvegliante del tempo (Altrisuoni 2007) Trio Lost Frequency: Found Frequency (Leo Records 2015) Meklin Nicolai Weiss: Il ciclo del sole noturno (Unit Records 2026)
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Einzelnachweise
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