mini|Iran und umliegende Länder Der Verlauf des Irankrieges im März 2026 gibt die Ereignisse des Irankriegs 2026 im März 2026 chronologisch wieder.

1. März 2026 mini|Einsatz von Luftabwehr über Tel Aviv am 1. März 2026 Israel setzte seine Luftangriffe auf Teheran fort. Nach Angaben des israelischen Militärs wurden Teile der iranischen Luftverteidigung im Westen und Zentrum des Landes außer Gefecht gesetzt; ein Einsatz von Bodentruppen werde nicht erwogen. Trump warnte Iran vor weiteren Angriffen und stellte weitere mögliche militärische Reaktionen der Vereinigten Staaten in Aussicht. Israels Militär gab bekannt, seit Konfliktbeginn bereits 100.000 Reservisten mobilisiert zu haben, um unter anderem Israels Grenzsicherung zu Syrien und dem Libanon sowie Such- und Rettungsmannschaften des Heimatfront-Kommandos zu verstärken. Parallel dazu setzte Iran Angriffe auf Ziele in Israel und anderen Staaten der Golfregion fort. Bei einem iranischen Raketeneinschlag in Bet Schemesch, westlich von Jerusalem, wurden neun Zivilisten getötet und rund 50 weitere verletzt. Unter den Getöteten befanden sich zwei Männer und drei Frauen, sowie vier Kinder bzw. Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren.

mini|Eine Notfallwarnung wurde in den Vereinigten Arabischen Emiraten verbreitet, als Angriffe aus Iran im Gange waren. Die Meldung erreichte die Bevölkerung kurz vor dem Angriff auf den Flughafen Dubai gegen 0:30 Uhr Ortszeit. In Dubai und im Luftraum über Doha wurden Explosionen und Abfangmaßnahmen dokumentiert, die zu deutlichen Störungen im zivilen Luftverkehr führten. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate wurden insgesamt 152 von 165 ballistischen Raketen und 506 von 541 Flugdrohnen abgefangen. Dennoch kam es zu drei Toten und 58 Verletzten. In Syrien wurden Überreste abgefangener Geschosse präsentiert.

Auch die Muwaffaq Salti Air Base im Osten Jordaniens, welche von der Bundeswehr im Rahmen des Einsatzes Counter Daesh / Capacity Building Iraq genutzt wird, kam unter iranischen Beschuss. Dabei wurde ein US-Soldat durch fallende Trümmer leicht verletzt.

Im Laufe des Sonntags griff der Iran auch erstmals den neutralen Oman an, der Ort der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ist. Zwei Drohnen schlugen in den Hafen von Duqm ein.

Die iranische staatliche Nachrichtenagentur ILNA berichtete, der ehemalige Präsident Mahmud Ahmadineschad sei ums Leben gekommen.Bericht: Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad bei Luftangriff getötet, n-tv.de, 1. März 2026 Am selben Tag dementierte seine Partei die Angaben und gab an, er sei am Leben.Partei: Ahmadinedschad lebt noch, n-tv.de, 1. März 2026 Auch der Oberbefehlshaber der Iranischen Revolutionsgarde Mohammad Pakpour sei getötet worden. Daher wurde General Ahmad Vahidi zum Oberbefehlshaber der Islamischen Revolutionsgarde ernannt. In Bahrain wurde nach Behördenangaben ein Gebäude in der Nähe der US-Marinebasis beschädigt; zusätzlich zeigen Bildaufnahmen Brände in Industrieanlagen sowie Trümmer abgefangener Raketen. In Bagdad versammelten sich Demonstranten mit Porträts von Ali Chamenei. In Teheran kamen große Menschenmengen zusammen, um des getöteten iranischen Staatsoberhaupts Ali Chamenei zu gedenken.

mini|Die Jamaran (76), Typschiff der iranischen Moudsch-Klasse Die islamischen Revolutionsgarden behaupteten, sie hätten den US-Flugzeugträger Abraham Lincoln im Persischen Golf angegriffen. Das US-Militär widersprach dieser Darstellung. Das United States Central Command, das die laufenden US-Militäroperationen gegen Iran koordiniert, teilte mit, eine iranische Korvette der Moudsch-Klasse im Golf von Oman versenkt zu haben. Das Schiff habe sich demnach an einem Pier im Hafen von Tschahbahar befunden. Später erklärte Trump, die Vereinigten Staaten hätten neun iranische Schiffe versenkt.

Am Abend kam es zu erneuten größeren Luftangriffen auf Teheran. Laut Medienberichten waren Einrichtungen des staatlichen Rundfunks und der iranischen Atombehörde Ziele gewesen.

Das Institute for the Study of War berichtete, dass die israelisch-amerikanischen Streitkräfte über 2.000 Ziele im Iran angegriffen und die Luftüberlegenheit hätten herstellen können. Hierbei wurden sowohl militärische als auch iranische Unterdrückungsbehörden angegriffen. Die Vereinigten Staaten fokussieren sich auf strategische Infrastruktur, wie Flugabwehrstellungen, Kommandozentren und logistische Einrichtungen. Die IDF übernahm Angriffe auf Abschussstellungen für ballistische Raketen und Präzisionsschläge auf die iranische Führung. Zudem wurden die Fregatten Bayandor und Naghdi versenkt. Kuwait hat seit Beginn der iranischen Luftangriffe 283 Drohnen und 97 ballistische Raketen abgefangen. Bahrain hat im selben Zeitabschnitt 145 iranische Drohnen und 45 ballistische Raketen abgefangen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten griff der Iran mehrere Hafenanlagen an, unter anderen den Hafen Dschabal Ali, auf dem auch französische Truppen stationiert sind. Iranische Angriffe trafen des Weiteren militärische und zivile Ziele in Bahrain und Oman. Auch militärische Einrichtungen im Irak, die US-Truppen nutzen, waren Ziele der iranischen Angriffe.

Beim Angriff einer iranischen Kamikazedrohne auf eine amerikanische Kommandozentrale im kuwaitischen Handelshafen Shuaiba wurden sieben US-Soldaten getötet und neun weitere lebensgefährlich verletzt.

2. März 2026 mini|Zerstörte Wohngebäude in Sanandadsch, iranisch-kurdische Region, nach einem Raketen-/Luftangriff auf zivile Wohngebiete während der militärischen Auseinandersetzungen Israel griff erneut Ziele in Teheran sowie im Süden des Libanon an. In Teheran wurde nach Medienberichten das Gandhi-Krankenhaus von einer Rakete getroffen. Der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Golestanpalast in Teheran wurde laut iranischen Medienberichten bei US-israelischen Angriffen teilweise beschädigt. Nach Angaben der Streitkräfte der Vereinigten Staaten unterhielt die Führung der Islamischen Republik Iran zu diesem Zeitpunkt keine Schiffe im Bereich des Golfs von Oman.

Die Hisbollah schoss – erstmals seit dem Abschluss des Waffenstillstandes im November 2024 – mehrere Raketen auf Nordisrael, worauf die israelische Armee mit Angriffen auf Ziele in Beirut und Südlibanon reagierte, welche sich nach Armeeangaben gegen hochrangige Funktionäre, Hauptquartiere und die Infrastruktur der Terrororganisation richteten. Das libanesische Gesundheitsministerium gab an, es gebe mindestens 31 Tote und 150 Verletzte. Der libanesische Präsident Joseph Aoun verurteilte insbesondere die Angriffe der Hisbollah.

In Bahrain gingen Trümmer einer abgefangenen Rakete nieder und trafen ein Schiff, auf dem durch den Aufprall ein Feuer ausbrach. Ein aus Asien stammender Arbeiter wurde dabei tödlich verletzt, zwei weitere Personen erlitten schwere Verletzungen. Nach eigenen Angaben hat Bahrain bisher 61 Raketen und 34 Drohnen abgefangen. Die mutmaßlichen Ziele der Flugkörper seien überwiegend zivile Einrichtungen und Privatbesitz gewesen.

mini|Das Gebiet des britischen Stützpunkts Akrotiri auf Zypern Auf Zypern wurde der britische Luftwaffenstützpunkt RAF Akrotiri in der Nähe von Limassol nach Angaben des Verteidigungsministeriums in London von einer Drohne getroffen. Personen kamen dabei nicht zu Schaden; die britischen Streitkräfte verstärkten anschließend ihre Schutzmaßnahmen. Dies geschah nach der britischen Zustimmung zu einem US-Ersuchen, britische Stützpunkte für „defensive“ Angriffe auf iranische Raketenstellungen zu nutzen. Die zyprische Regierung meldete, dass die Drohne nur begrenzten Schaden angerichtet habe. Dennoch wurde nicht unbedingt erforderliches britisches Personal zunächst verlegt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht Zypern europäische Unterstützung aus. Wegen des Vorfalls wurde ein geplantes Treffen der EU-Europaminister verschoben. Am Vormittag gab es erneuten Luftalarm auf dem Stützpunkt, wobei zwei Drohnen abgefangen wurden. Als Reaktion auf die Angriffe entsendete Griechenland zwei Fregatten und vier F-16-Kampfflugzeuge.

Eine proiranische Miliz im Irak griff nach eigenen Angaben einen US-Stützpunkt in der Nähe von Bagdad mit einer Drohne an.

Nach Angaben des United States Central Command griffen US-Streitkräfte in den ersten 24 Stunden mehr als 1.000 Ziele im Iran an; darunter fielen das Hauptquartier der Revolutionsgarden, die iranische Marine, Kommandozentren, Kommunikationseinrichtungen Flugabwehrsysteme sowie Abschussstellungen von ballistischen Raketen.

Am Morgen meldete Israel erneute iranische Luftangriffe auf Tel Aviv. Auch auf Kuwait gab es seit drei Tagen iranische Luftangriffe. Onlineberichten zufolge stürzte in Kuwait eine F-15 der USAF ab. Den Videos war zu entnehmen, dass sich beide Piloten mit dem Schleudersitz retten konnten. Das kuwaitische Verteidigungsministerium bestätigte die Berichte. Nach Angaben des United States Central Command schoss Kuwait versehentlich drei US-Kampfflugzeuge ab. Die sechs Insassen überlebten. Laut einem Augenzeugen war eine Rauchsäule über dem Gebiet der US-Botschaft in Kuwait zu sehen. Die Botschaft rief dazu auf, sie nicht aufzusuchen.

Einer Mitteilung des chinesischen Außenministeriums zufolge sind seit den Angriffen auf Iran über 3.000 Staatsangehörige ausgeflogen worden. Bei Luftangriffen sei ein chinesischer Staatsbürger in Teheran getötet worden. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul schloss eine militärische Evakuierung für deutsche Staatsbürger in der Region aus. Großbritannien bereitete währenddessen eine Evakuierung der schätzungsweise 300.000 Briten in der Region vor, so die britische Außenministerin Yvette Cooper. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot erklärte, dass Frankreich bereit sei, die Golfstaaten – er nannte Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Irak, Bahrain, Kuwait, Oman und Jordanien – bei ihrer Verteidigung zu unterstützen.

Im Norden des Iraks wurden drei Drohnen über dem Flughafen von Erbil abgeschossen. Die Trümmer einer abgeschossenen Drohne in Saudi-Arabien entfachten ein Feuer in der Raffinerie Ras Tanura des Ölkonzerns Aramco. Die Aktivität der Raffinerie sei zunächst gedrosselt worden, hieß es.

Iranische Schulen bleiben zunächst bis Ende März geschlossen. Der Unterricht sollte online fortgesetzt werden.

Katar meldete den Abschuss von zwei iranischen Su-24-Kampfflugzeugen.

3. März 2026 mini|Archivaufnahme der US-Botschaft in Riad (1990) Im Zuge der regionalen Eskalation wurden mehrere diplomatische Vertretungen der Vereinigten Staaten im Nahen Osten durch Drohnenangriffe beschädigt, darunter die Botschaften in Kuwait-Stadt und Riad. Die US-Botschaft in Amman wurde nach einer nicht näher erläuterten Bedrohung vorsorglich geräumt. Gleichzeitig setzten die israelischen Streitkräfte ihre Operationen im Libanon fort und griffen nach eigenen Angaben Einrichtungen der Hisbollah in Beirut an. Im Iran wurden laut Angaben der israelischen Luftwaffe Einrichtungen der Staatsführung in Teheran getroffen, darunter das Präsidentenbüro und ein Gebäude des Expertenrats. In Karadsch und Isfahan waren Explosionen zu hören. Trotz eines Angriffs auf den Sitz des staatlichen Rundfunks IRIB ging der Sendebetrieb weiter. In Dubai brach am US-Konsulat nach einem Drohnenangriff ein Feuer aus, der dem Iran zugeschrieben wurde. Die israelischen Streitkräfte gaben bekannt, dass ihre Luftwaffe seit Beginn der Angriffe bereits rund 1600 Einsätze geflogen und dabei rund 4000 Bomben abgeworfen habe, womit die Munitionsmenge der gesamten Operation Rising Lion übertroffen worden sei.

Die IAEO bestätigte Schäden an den Eingangsgebäuden der unterirdischen Natanz-Urananreicherungsanlage ohne Austritt von Radioaktivität.

Trump zeigte sich offen für Unterstützung bewaffneter Milizen (Kurden) im Iran. Die US-Regierung dementierte später Berichte über die Bewaffnung von Kurden.

Der französische Präsident Emmanuel Macron ließ die Groupe aéronaval mit dem Flugzeugträger Charles de Gaulle nach Zypern verlegen.