Joseph Zinner (* 12. August 1848 in Hesselbach im Landkreis Kronach; † 3. März 1906 in Förtschendorf) war ein deutscher Gutsbesitzer und Bürgermeister sowie Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten.

Leben Joseph Zinner führte in Förtschendorf, Gemeindeteil des Marktes Pressig im oberfränkischen Landkreis Kronach, einen Brauereibetrieb mit Schankwirtschaft und war außerdem als Landwirt tätig. Er engagierte sich in der Politik und wurde Mitglied der Liberalen Vereinigung, die 1880 aus einer Abspaltung des linken Flügels der Nationalliberalen Partei hervorgegangen war und 1884 mit der Deutschen Fortschrittspartei zur Deutschen Freisinnigen Partei fusionierte. Später wechselte er in die Nationalliberale Partei. Er wurde zum Bürgermeister in Förtschendorf gewählt und war dort über Jahre der erste Bürger des Ortes.

Bei den Wahlen zum Landrath in Oberfranken im Jahre 1888 erhielt er im Wahlbezirk 13 einen Sitz in der Vertretung.

Im Jahre 1893 erhielt er als Kandidat der Nationalliberalen ein Mandat für die Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den Bayerischen Landtag bildete. Er blieb bis 1907 in dem Parlament und wurde im Wahlkreis Hof gewählt und blieb bis zu seinem Tod in dem Parlament, wo er in verschiedenen Landtagsausschüssen tätig war.

Öffentliche Ämter Mitglied im Ausschuss der Versicherungs-Anstalt für Oberfranken als Vertreter der Arbeitgeber Mitglied des landwirtschaftlichen Vereins in Oberfranken

Auszeichnungen Ökonomierat (Bayern)

Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 19. Wahlperiode)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ökonomierat Kategorie:Landwirt (Deutschland) Kategorie:Gastwirt Kategorie:Bürgermeister (Landkreis Kronach) Kategorie:Mitglied der Bayerischen Abgeordnetenkammer Kategorie:Mitglied der Liberalen Vereinigung Kategorie:NLP-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1848 Kategorie:Gestorben 1906 Kategorie:Mann