Rudolf Kropf (* 11. Juli 1940 in Stadtschlaining) ist ein österreichischer Historiker und emeritierter Universitätsprofessor.

Werdegang Aufgewachsen in Stadtschlaining absolvierte Kropf nach dem Besuch der dortigen Volksschule das Bundesrealgymnasium in Oberschützen (Matura 1959). Das Studium der Geschichte und Geografie an der Universität Wien schloss er 1967 mit der Promotion zum Dr. phil. ab. 1966/67 Scholar am Institut für Höhere Studien (IHS) in Wien. Mit 1. Jänner 1968 wurde er Universitätsassistent bei Gustav Otruba am damals neu gegründeten Institut für Sozial und Wirtschaftsgeschichte der Hochschule für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Linz. 1979 erfolgte die Habilitation zum Universitätsdozenten und 1981 die Ernennung zum außerordentlichen Professor für das Fach Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Ab Sommersemester 1996 war er Studiendekan für die Studienrichtungen Soziologie, Sozialwissenschaft und Handelswissenschaften an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Linz.

1987 war er wissenschaftlicher Leiter der Oberösterreichischen Landesausstellung 1987 "Arbeit/Mensch/Maschine" in Steyr. Weitere Ausstellungsbeteiligungen u. a. an der Oberösterreichischen Landesausstellung 1998 "Land der Hämmer".

Ab 1982 organisierte er zusammen mit dem Landesmuseum Burgenland das Symposium Schlaininger Gespräche mit international besetzten Referenten zu kulturhistorischen Themen des mitteleuropäischen Raumes. 2015 übergab er die wissenschaftliche Leitung an Gert Polster.

Wissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte

Wirtschafts- und Sozialgeschichte des österreichischen Raumes (Südburgenland) vom 17. bis zum 19. Jahrhundert Geschichte der westungarisch-burgenländischen Judengemeinden Wirtschafts- und Sozialgeschichte Oberösterreichs vom 18. bis zum 20. Jahrhundert Geschichte der industriellen Arbeitswelt Geschichte der österreichischen Arbeiterbewegung Sozialgeschichte der deutschen Konzentrationslager und der nationalsozialistischen Massenvernichtung von Menschen

Auszeichnungen

1988 Goldenes Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich 2007 Dankeszeichen der Evangelischen Kirche A. B. in Gold für seine Verdienste um das Evangelische Studentenheim in Linz 2015 Goldenes Ehrenzeichen des Landes Burgenland

Veröffentlichungen (Auswahl)

gemeinsam mit Hans Hautmann: Die österreichische Arbeiterbewegung vom Vormärz bis 1945: sozialökonomische Ursprünge ihrer Ideologie und Politik, Europa-Verl., Wien 1974 Oberösterreichs Industrie (1873–1938); ökonomisch-strukturelle Aspekte einer regionalen Industrieentwicklung, Trauner, Linz 1981 als Hg.: Arbeit - Mensch - Maschine: der Weg in die Industriegesellschaft; Oberösterreichische Landesausstellung 1987, 30. April bis 2. November 1987 in Steyr-Wehrgraben: Katalog, Gutenberg, Linz 1987 als Hg.: Sensen, Schmiede, Kultur, Österreichisches Sensenschmiedemuseum Micheldorf, Verl. Wissenstransfer, Linz 1998 Herausgeber und Mitautor der Tagungsbände zu den Schlaininger Gesprächen

Einzelnachweise

Kategorie:Neuzeithistoriker Kategorie:Sozialhistoriker Kategorie:Hochschullehrer (Universität Linz) Kategorie:Absolvent der Universität Wien Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Mann