Camp Wood war von 1946 bis 1956 ein US-amerikanischer Militärstützpunkt im Süden Japans, in der Nähe von Kumamoto.
Geschichte Nach Kämpfen im gesamten Pazifikraum landete die 24. Infanteriedivision der USA (bestehend aus dem 19., 21. und 34. Regiment sowie der Divisionsartillerie) im Oktober 1945 als Teil der Besatzungstruppen in Japan. Von Shikoku, der kleinsten der japanischen Hauptinseln, wurde die Division zunächst nach Honshu und schließlich im Juni 1946 nach Kyushu verlegt, wo sie als taktische Besatzungseinheit stationiert war. Das 19. Infanterieregiment der Division wurde im neu errichteten Camp Chickamunga stationiert, das an einem dicht bewaldeten Hang nahe Beppu an der Ostküste liegt. Zur Unterbringung des 21. Infanterieregiments („Gimlets“) wurden im Camp Wood bei Kumamoto (Zentral-Kyushu) bestehende japanische Gebäude instand gesetzt und zahlreiche neue errichtet.
Camp Wood wurde nach Joseph E Wood benannt, einem Piloten, der im Zweiten Weltkrieg als vermisst galt und am 22. Februar 1944 für tot erklärt wurde.
Der Status von in Japan stationierten US-Amerikanern nach dem Zweiten Weltkrieg bemaß sich nach ihrer Nähe zu General MacArthur. Camp Wood war der am weitesten abgelegene Stützpunkt in Japan; dort waren die Soldaten der untersten Kategorie stationiert.
Camp Wood war nach dem Waffenstillstand im Koreakrieg der Stationierungsort für die eine Hälfte des 187th Airborne Regimental Combat Team – bekannt als „The Rakkasans“, ein Spitzname der Japaner – sinngemäß „fallender Regenschirm“. Ihr Kommandeur war der Brigadegeneral William C. Westmoreland.
Die „Rakkasans“ waren die ersten amerikanischen und überhaupt ausländischen Truppen, die seit 2.000 Jahren japanischen Boden betraten. Der andere Teil des 187. Regiments war in der Liegenschaft bei Beppu stationiert. Im Jahr 1956 wurde das 187. Regiment der 101. Luftlandedivision unterstellt (101st Airborne).
Für die Angehörigen des US-Militärs gab es eine Schule, die alle Jahrgangsstufen von 1 bis 12 in einem einzigen Gebäude vereinte. Für die Soldaten gab es den „21st Infantry Golf Course“, ein Neun-Loch-Golfplatz mit „Greens“ aus schwarzer Schlacke und einen Skeet-Schießstand. Der Paradeplatz musste auch als Football- und Baseballfeld herhalten.
Im Jahr 1955 kehrte die 187. Einheit im Rahmen der zweiten Phase der historisch längsten und umfangreichsten Luftverlegung von Truppen nach Fort Bragg (North Carolina) zurück. Sie wurde durch das 508. ARCT aus Fort Campbell (Airborne Regimental Combat Team unter Brigadegeneral Teddy A. Sanford), auch die „Red Devils“ genannt, abgelöst.
Das 508. ARCT blieb während der Operation Gyroscope in Camp Wood, Camp Chikamauga und Camp Kashii (oder Kashu) stationiert, um Garnisons- und Ausbildungsaufgaben wahrzunehmen. Im Juli 1956 beendete das 508. ARCT offiziell seinen Auslandseinsatz, räumte Camp Wood sowie Camp Chickamauga und kehrte in die Vereinigten Staaten zurück. Die Einheit wurde unter dem neuen Kommandeur Colonel James J. Hatch nach Fort Campbell, Kentucky verlegt und im März 1957 deaktiviert. Das Personal wurde im Zuge der Reaktivierung der 101. Luftlandedivision übernommen.
Bekannte Persönlichkeiten Kenneth R. Shadrick, das erste gemeldete amerikanische Todesopfer des Koreakriegs. Henry Slomanski, Angehöriger des 187th Airborne Regimental Combat Teams. Er wurde für seine herausragende Führungsleistung sowie für im Koreakrieg erlittene Verletzungen mit einem Silver Star, dem BSM (Bronze Star) und 3 PH (Purple Heart) ausgezeichnet.
Einzelnachweise
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