Die Schlacht bei Druja fand in Februar 1661 während des Polnisch-Russischen Krieges von 1654 bis 1667 statt.
Vorgeschichte Gegen Ende des Jahres 1660 begannen die Kämpfe im Großfürstentum Litauen allmählich abzuflauen. Zwischen den Gesandten von Paweł Sapieha und Jurij Dolgorukow wurden Verhandlungen aufgenommen. Dolgorukow erhielt im Dezember vom Zaren Alexei I. die Erlaubnis, einen Waffenstillstand abzuschließen, sowie den Befehl, nach der Versorgung von Mahiljou mit Lebensmitteln und Waffen nach dem Gebiet von Smolensk zu marschieren.
Die russischen Truppen erreichten ihr Ziel am 6. Januar 1661. Auf dem Marsch nahm die Desertion jedoch in besorgniserregendem Ausmaß zu, was Dolgorukow daran hinderte, die Kampfhandlungen weiterzuführen. Gleichzeitig begannen die litauischen Truppen Anfang 1661, die ihnen vom Hetman Paweł Sapieha zugewiesenen Stellungen am oberen Dnepr und in der Umgebung von Wizebsk zu verlassen. Bereits im Dezember hatten zudem die Krontruppen unter dem Kommando von Stefan Czarniecki das Großfürstentum Litauen verlassen.
Am Hofe von König Johann II. Kasimir hinterließ die Entscheidung des Hetmans Paweł Sapieha, einen Waffenstillstand zu schließen, angesichts der jüngsten großen Siege einen sehr schlechten Eindruck. Der Königshof wünschte keine Unterbrechung der militärischen Operationen. Man befürchtete, dass Sapiehas Entscheidung die starke Wirkung zunichtemachen würde, die die jüngsten Niederlagen der russischen Armee auf den Kreml ausgeübt hatten. Am königlichen Hof war man sich zwar bewusst, dass die finanziellen Mittel zur Bezahlung der Truppen fehlten, doch plante man, dieses Problem dadurch zu lösen, dass die Armee auf feindliches Gebiet vorstoßen sollte, wo sie sich durch Requisitionen und Plünderungen selbst versorgen könnte. Der König befahl daher dem Hetman, unmittelbar nach dem Zufrieren der Flüsse erneut gegen den Feind vorzurücken.Krzysztof Kossarzecki S. 387–392Adam Kersten 495–498
Am königlichen Hof wurde die Entscheidung über die Beteiligung Stefan Czarnieckis und der Krontruppen an den weiteren Kampfhandlungen geändert. Am 6. Januar 1661 erhielt Czarniecki den Befehl, nach Litauen zurückzukehren. Czarniecki und seine Reiterverbände überschritten den Dnepr und bezogen Winterquartiere in der Umgebung von Mozyr. Czarniecki selbst kehrte nach Warschau zurück, um am Sejm teilzunehmen, und führte vorerst keine militärischen Operationen durch. Gleichzeitig war auch Iwan Andrejewitsch Chowanski nach den jüngsten Niederlagen nicht in der Lage, größere Offensivaktionen durchzuführen. Daher kam es lediglich zu einem kleineren Gefecht bei Druja.Krzysztof Kossarzecki S. 393–410
Die Schlacht In der Schlacht besiegte die Armee des Zarentums Moskau unter dem Kommando von Fürst Iwan Andrejewitsch Chowanski die Streitkräfte der Polnisch-Litauischen Republik, die von Oberst Karol Lisowski geführt wurden. Während des Gefechts wurde Karol Lisowski gefangen genommen.Alexander Malow S. 39
Folgen Trotz dieses taktischen Sieges verfolgte Chowanski den Erfolg nicht weiter. Stattdessen zog er sich nach der Schlacht nach Welikije Luki zurück, wo er auf Verstärkungen wartete.
Literatur Adam Kersten "Stefan Czarniecki 1599–1665", Lublin 2005. Krzysztof Kossarzecki, "Kampania Roku 1660 na Litwie", Wydawnictwo L&L – 2005. Alexander Malow, "Der Russisch-Polnische Krieg von 1654 bis 1667 (Originaltitel auf Russisch: Русско-польская война 1654–1667 гг.)", Moskau – 2006.
Einzelnachweise
Druja Kategorie:Konflikt 1661 Kategorie:Wizebskaja Woblasz