mini|180px|Josef Keim in Molières Der Geizige als Harpagon; Badisches Staatstheater Karlsruhe um 1956/1957 Josef Keim (* 24. Juli 1894Es existiert auf dem Archivportal-D der Eintrag 1898 als Geburtsjahr. Den Angaben auf GND, IMDb und dem Stadtarchiv Karlsruhe ist aber der Vorzug zu geben. in Baden-Baden; † 2. März 1962 in Karlsruhe)Eintrag GND auf dnb.de; abgerufen am 28. August 2026Lebensdaten gem. IMDb auf IMDb.com; abgerufen am 28. August 2026 war ein deutscher Schauspieler.
Leben
Nach dem Abitur in Baden-Baden erhielt Josef Keim zunächst Schauspielunterricht bei dem Hofschauspieler Wilhelm Wassermann am damaligen Großherzoglichen Konservatorium in Karlsruhe. Die Ausbildung wurde später bei Albert Bassermann, der zu dieser Zeit Träger des Iffland-Rings war, fortgesetzt und zum erfolgreichen Abschluss gebracht.
Erste Engagements hatte er unter anderem nach Karlsruhe und Frankfurt am Main, an die Kammerspiele in Hamburg, an Theatern in Breslau und Darmstadt. Es folgten Auftritte an den von Max Reinhardt gegründeten Reinhardt-Bühnen in Berlin und Wien (Theater in der Josefstadt) und später vor Ende des Zweiten Weltkriegs noch an den Städtischen Bühnen in Köln und dem Rose-Theater in Berlin. Nach der erfolgreichen Entnazifizierung war er am Landestheater in Tübingen zu sehen. Im Jahr 1953 wurde Josef Keim Mitglied des Ensembles des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe.
Dort spielte er zum Beispiel den Hauptmann in Zuckmyers Der Hauptmann von Köpenick oder den Lieutenant Commander Philip F. Queeg in Herman Wouks Die Caine war ihr Schicksal. Im Jahr 1960 wurde ihm der Titel Staatsschauspieler durch das Land Baden-Württemberg verliehen.
Er wirkte ab dem Jahr 1939 auch in einigen Filmproduktionen mit. Darunter befanden sich 1942 die Kriminalfilme Dr. Crippen an Bord von Erich Engels mit Rudolf Fernau, Anja Elkoff und René Deltgen und 5000 Mark Belohnung von Philipp Lothar Mayring mit Paul Dahlke, Friedrich Domin und Martin Urtel.
Josef Keim war bereits 1925 auch als Hörspielsprecher tätig und gab zudem Schauspielunterricht.
Filmografie
1939: Männer müssen so sein 1941: Kadetten 1942: Dr. Crippen an Bord 1942: 5000 Mark Belohnung 1957: Die Kraft und die Herrlichkeit (Fernsehfilm)
Hörspiele
1925: Oscar Wilde: Salome (Herodes Antipas) – Regie: Carl Stueber (SÜRAG) 1925: Ferdinand Raimund: Der Bauer als Millionär (Der Haß) – Regie: Heinz Hilpert (SÜRAG) 1926: Henrik Ibsen: Rosmersholm (Johannes Rosmer) – Regie: Viktor Heinz Fuchs (Schlesische Funkstunde) 1927: Armin T. Wegner, Lola Landau (Bearbeitung): Wasif und Akif (Akif, Räuber) – Regie: Viktor Heinz Fuchs (Schlesische Funkstunde) 1927: Franz von Schönthan, Gustav Kadelburg: Der Herr Senator (Dr. Gehring) – Regie: Viktor Heinz Fuchs (Schlesische Funkstunde) 1927: Johann Wolfgang von Goethe: Götz von Berlichingen (Lerse) – Regie: Viktor Heinz Fuchs (Schlesische Funkstunde) 1927: Willy Cosari: Telephon (Der Mann) – Regie: Viktor Heinz Fuchs (Schlesische Funkstunde) 1927: Erich Pabst: Ich bin es nicht (Max, ein Schwerenöter) – Regie: Viktor Heinz Fuchs (Schlesische Funkstunde) 1927: Stefan Lorant: Der Krach (Er) – Regie: Viktor Heinz Fuchs (Schlesische Funkstunde) 1927: Willy Walzer: Goldschmieds Töchterlein (Andreas Zellinger, Goldschmied) – Regie: Viktor Heinz Fuchs (Schlesische Funkstunde) 1931: Georg Kaiser: Mississippi – Regie: Rudolf Rieth (WERAG) 1932: Johann Wolfgang von Goethe: Iphigenie auf Tauris – Regie: Gustav Hartung (SÜRAG) 1933: Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: Der abenteuerliche Simplizius Simplizissimus – Regie: Ernst Schoen (SÜRAG) 1946: Hans Christian Branner: Regen in der Nacht – Regie: Heinrich Wiedemann (Südwestfunk) 1946: Herbert Tjadens: Romain Rolland – Regie: Hans Goguel (Südwestfunk) 1946: Georges Courteline: Das traute Heim – Regie: Uss Hatry (Südwestfunk) 1952: Fritz Meingast: Das Opfer des Friedrich List (Der Minister) – Regie: Arthur Georg Richter (Südwestfunk) 1954: Lola Ervig: Der Erbgockler (Vetter Schnäzle) – Regie: Hans Goguel (Süddeutscher Rundfunk) 1954: Eberhard Meckel: Die Schwarzwälder Unruhe (Uhren-Michele) – Regie: Hans Goguel (Süddeutscher Rundfunk) 1955: Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: Olivier im Schwarzwald (Bauer) – Regie: Hans Goguel (Süddeutscher Rundfunk) 1961: Elmer Rice: Das träumende Mädchen (Antonio) – Regie: Otto Kurth (Südwestfunk)Für alle obigen Einträge in diesem Abschnitt diente die ARD-Hörspieldatenbank als Quelle.
Literatur
Johann Caspar Glenzdorf (Hrsg.): Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed – Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961; ; S. 807. Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, , S. 345.
Weblinks
Biografie von Josef Keim auf stadtlexikon.karlsruhe.de
Einzelnachweise
Anmerkungen
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (Karlsruhe) Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1894 Kategorie:Gestorben 1962 Kategorie:Mann