Andreas Bilderbeck (* 23. Oktober 1643 in Lübeck; † 14. März 1701 ebenda) war ein deutscher Jurist.

Leben Andreas Bilderbeck stammte aus einer Lübecker Kaufmanns- und Ratsfamilie; er war ein Bruder des Ratsherrn Hermann Bilderbeke.Emil Ferdinand Fehling: Lübeckische Ratslinie, Verlag Max Schmidt-Römhild, 2. Auflage Lübeck 1925 (Digitalisat). Unveränderter Nachdruck Lübeck 1978. ISBN 3-7950-0500-0, S. 143, Nr. 886 Er besuchte das Katharineum zu LübeckLebensstationen im Wesentlichen nach Andreas Bilderbeck, in: Johann Henrich von Seelen: Athenae Lubencenses. Band 3, Lübeck 1721 (Digitalisat), S. 3 und studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Rostock (1661)Eintrag im Rostocker Matrikelportal, Jena (1663)Die Matrikel der Universität Jena: 1652-1723., S. 58, Leiden und Gießen (1667)Ernst Klewitz, Karl Ebel (Hrsg.): Die Matrikel der Universität Gießen 1608–1707. Gießen: Ricker 1898, S. 58.

Nach einer Studienreise durch Belgien, Frankreich und Deutschland wurde er am 4. April 1672 an der Universität Heidelberg unter Vorsitz von Georg Gisbert Glöckner zum Lizentiaten promoviert. Seine Nikolaus Christoph Lyncker gewidmeten Disputationsthesen waren eine später noch öfter zitierteSiehe etwa Gottlieb Stolle: Anleitung zur Historie der juristischen Gelahrheit, nebst einer ausführlichen Nachricht, von des seel. Verfassers Leben und Schrifften. Jena 1745 (Online, herausgegeben von Christian Gottlieb Buder mit Vita), S. 130 rechtsvergleichende Darstellung der Unterschiede zwischen dem römisch-deutschen Gemeinen Recht und dem Lübischen Recht.

Er kehrte nach Lübeck zurück und lebte hier als Advokat und Privatgelehrter.Moller (Lit.): vitam postea in patria egit privatam.

Bilderbeck starb 1701 im Alter von 57 Jahren. Es ist wahrscheinlich, dass er im Familiengrab in der Petrikirche beigesetzt wurde.Klaus Krüger: Corpus der mittelalterlichen Grabdenkmäler in Lübeck, Schleswig, Holstein und Lauenburg 1100–1600, Jan Thorbeke Verlag, Stuttgart 1999, S. 997f (LÜPE39); der dort genannte Andreas Bilderbeck ist allerdings das schon 1611 verstorbene Mitglied der Kaufleutekompanie gleichen Namens Seine Witwe Cathrine stiftete in seinem Todesjahr der Dorfkirche Hamberge eine silberne Oblatendose.Johannes Warncke: Die Edelschmiedekunst in Lübeck und ihre Meister (= Veröffentlichungen zur Geschichte der Freien und Hansestadt Lübeck. 8). Schmidt-Römhild, Lübeck 1927, S. 262. Adelheid Katharine, die Tochter des Paares heiratete den Ratsherrn Johann Philipp Lefèvre.Emil Ferdinand Fehling: Lübeckische Ratslinie, Verlag Max Schmidt-Römhild, 2. Auflage Lübeck 1925 (Digitalisat). Unveränderter Nachdruck Lübeck 1978. ISBN 3-7950-0500-0, S. 143, Nr. 886

Von Andreas Bilderbeck hatte sich ein Album amicorum in der Stadtbibliothek Lübeck erhalten, das heute als Kriegsverlust gilt. Es enthielt auf 182 Blättern Eintragungen der Jahre 1666 bis 1669 aus Gießen, Leipzig, Leiden und Lübeck.Signatur Ms. Lub. qu-8° 767, Eintrag in der Handschriftendatenbank; Eintrag im Repertorium alborum amicorum; Eintrag im Handschriftenkatalog der Lubecensien

Werke Iuris Lubecensis Patrii, A Communi Romano-Germanico Iure Differentiae Nova Eaque Luculenta Serie Digestae. (Digitalisat, UB Rostock)

Literatur Andreas Bilderbeck, in: Johann Henrich von Seelen: Athenae Lubencenses. Band 3, Lübeck 1721 (Digitalisat), S. 3 Johann Moller Cimbria Literata, Sive Scriptorum Ducatus Utriusque Slesvicensis Et Holsatici … Kopenhagen 1744, Band 1, S. 44 Rudolf Eckart: Lexikon der niedersächsischen Schriftsteller von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart. Osterwieck im Harz: Druck und Verlag von A. W. Zickfeldt, 1891; Digitalisat, S. 25

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Einzelnachweise

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