|} Die Werksbahnen in Virieu-le-Grand waren mehrere nicht miteinander verbundene schmalspurige Gruben- und Feldbahnen mit einer Spurweite von vermutlich 600 mm in Virieu-le-Grand im Département Ain in der Region Auvergne-Rhône-Alpes.
Werksbahn von Lourdel et Fils mini|links|hochkant=1.25|Kalk- und Zementwerk von Lourdel et Fils Die Werksbahn von Lourdel et Fils war eine von Arthur Koppel aus Berlin gelieferte schmalspurige Gruben- und Feldbahn mit einer Spurweite von vermutlich 600 mm. Ihr Streckenverlauf lässt sich anhand von historischen Fotografien rekonstruieren, obwohl die Feldbahnstrecken auf den meisten Landkarten nicht eingezeichnet sind. Die elektrifizierte Strecke begann unter Tage im Kalkbergwerk und führte von dort zu den nahegelegenen Kalk- und Zementöfen.
Sie ging wohl über in eine nicht elektrifizierte Feldbahnstrecke, die zu einer Zementmühle führte, und, wie auf alten Postkarten gezeigt wird, möglicherweise auch darüber hinaus.
Werksbahn der Usine Genièvres Buscal Frères
Die Usine Genièvres (wörtlich: das Wacholder-Weinberg-Werk) wurde 1861 von Paul Pochet gegründet. Sein Schwiegersohn Benjamin Buscal übernahm 1885 die Leitung zusammen mit seinem Bruder. Der Firmenname lautete fortan Ciments Buscal Frères & Cie.Pierre B.: Fiche cavité: Carrière de pierre à ciment de Buscal. Siehe auch: Memento mit Fotos und einer Zeichnung. Die Gebrüder Buscal betrieben dort einen Steinbruch und eine Fabrik für Zement, Kalk, Gips und andere Bestandteile von Beton und erhielten 1861 die Genehmigung, dort 50 kg Sprengstoffe einzulagern. Ab dem 9. Mai 1922 wurden sie autorisiert, chemische Produkte mineralischer und organischer Art zu lagern, insbesondere solcher die sie nicht selbst herstellten.Buscal Frères “Usine des Genièvres” – Ciment/chaux/dépôt d'explosifs.
1900 wurde das Werk in Genièvres über eine 600-mm-Feldbahn an die Meterspurstrecke von Virieu-le-Grand nach Ruffieu angeschlossen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Unternehmen umfassend modernisiert und trat in Konkurrenz zu den Usines Vicat im Departement Isère. Das Unternehmen blieb bis 1943 im Besitz der Familie Buscal. Der letzte Eigentümer war die Société Liondor. Die Produktion wurde 1952 endgültig eingestellt.Marc Moulin: Archéologie industrielle: les chaux et ciments du bassin de Virieu-le-Grand.
mini|links|hochkant=1.25|Die Herberge in Virieu-le-Grand. Dahinter der Staatsbahnhof und rechts davon der Bahnhof der Tramways de l'Ain. Auf dem Meterspurgleis steht abfahrtsbereit ein Personenzug. Rechts davon drei 600-mm-Gleise mit zwei Feldbahnwagen, daneben Normalspurwagen und ganz rechts MeterspurwagenVirieu-le-Grand – Avant/Après : lorsqu' il y avait trois lignes de chemin de fer à l’entrée de la commune – Lorsqu' il y avait trois lignes de chemin de fer à l’entrée de la commune - L’auberge (au centre) et la petite gare du tramway du Valromey (en bas à droite).
Die Feldbahn führte zum Endbahnhof der 22,8 km langen Meterspurbahn der Tramways de l'Ain, die von Virieu-le-Grand nach Ruffieu führte. Die Tramways wurden von 1898 bis 1933 als Dampfstraßenbahn betrieben. Am Bahnhof der Meterspurbahn, der nur 100 m südwestlich des Staatsbahnhofs der Normalspur-Bahnstrecke Lyon–Genève lag, gab es drei unterschiedliche Spurweiten: Feldbahn, Normalspurbahn und Meterspurbahn. Dort endete die Werksbahn von Lourdel et Fils, und die Kalk- und Zementsäcke wurden zum Weitertransport in normalspurige oder meterspurige Güterwagen umgeladen. Auf dem Rückweg zum Kalk- und Zementwerk transportierte die Feldbahn Kohle, die zum Beheizen der Kalk- und Zementöfen benötigt wurde.
mini|Elektrische Feldbahn zum Beschicken der Öfen Eine zeitgenössische Postkarte zeigt eine elektrische Feldbahn, die vom Steinbruch zum Kalk- und Zementwerk führte. Sie diente dem Beschicken der mindestens 14 Kalk- und Zementöfen mit Gestein und Kohle. Eine dampfbetriebene Feldbahn übernahm den Transport der Zementsäcke zum Bahnhof der Tramways und Staatsbahn.
Lokomotiven Bild Hersteller Kunde Kommentar Arthur Koppel Lourdel et Fils Neu an Lourdel et Fils, Virieu-le-Grand/Ain. Im April 1904 in Betrieb.Jens Merte: O&K AK – Orenstein & Koppel - Arthur Koppel AG, Berlin.150px Pinguely Buscal Frères B n2t, Leergewicht 18,5 t, ehemals TELC, später Zementwerk Buscal Deutz Buscal Frères Werks-Nr. 1605 von 1915 über die Firma Nordon Frères in Straßburg, Typ CXIV F mit zwei kettengetriebenen Antriebsachsen, erst 700 mm Spur, später umgespurt auf MeterspurGillbachbahn: Eine DEUTZ CXIV F an der Westfront 1918. Deutz Buscal Frères Werks-Nr. 6406 von 1923, Typ ML132F, 1000 mm Spur, möglicherweise als Reparationsleistung von 1914 bis 1918 bestellt, aber nicht ausgeliefert, weil der Auftrag storniert wurde
Einzelnachweise
Kategorie:Spurweite 1000 mm Kategorie:Feldbahn in Frankreich Kategorie:Bergbau (Frankreich) Kategorie:Arthur Koppel