mini|Vilmos Rőder Vilmos Rőder (* 11. Januar 1883 in Pécs, Komitat Baranya, Königreich Ungarn; † 13. Dezember 1969 in Budapest, Volksrepublik Ungarn) war ein ungarischer Generaloberst und von 1936 bis 1938 Verteidigungsminister Ungarns.
Leben Rőder absolvierte die Ludovika-Akademie in Budapest und anschließend im Range eines Oberleutnants die k.u.k. Kriegsschule in Wien. Im Ersten Weltkrieg war er zunächst Generalstabschef einer Division, später eines Armeekorps.
Ab 1920 war er in der k.u. Armee Generalstabsoberst, ab 1923 Generalmajor, ab 1926 Generalleutnant und ab 1933 General der Infanterie. Seit 1920 diente er im Verteidigungsministerium, zunächst als Leiter der Operationsabteilung, später als Sektionschef. Ab 1930 war er Chef des Generalstabs und leitete die groß angelegte Aufrüstung des Heeres ein. 1935 trat er wegen eines Konflikts mit Ministerpräsident Gyula Gömbös zurück. Vom 12. Oktober 1936 bis zum 14. Mai 1938 war er Verteidigungsminister im Kabinett von Kálmán Darányi. In dieser Rolle war er an der Ausarbeitung des eine Milliarde Pengő umfassenden Heeresentwicklungsprogramms (Győrer Programm) beteiligt.
Anschließend gehörte er zum politischen Umfeld von István Bethlen, lehnte den Kriegseintritt Ungarns ab und unterstützte eine Politik der schrittweisen Distanzierung vom NS-Staat. In der Sitzung des Kronrats am 11. September 1944 sprach er sich für den Abschluss eines Waffenstillstands mit den Alliierten aus.
Literatur
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