New Ireland war eine Kronkolonie des Vereinigten Königreichs, die zweimal im heutigen Maine gegründet wurde, nachdem britische Truppen das Gebiet während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges und erneut während des Krieges von 1812 erobert hatten. Die Kolonie bestand während der Unabhängigkeitskriege vier Jahre lang und während des Krieges von 1812 acht Monate lang. Am Ende jedes Krieges traten die Briten das Gebiet gemäß den Bestimmungen des Vertrags von Paris 1783 bzw. des Vertrags von Gent an die Vereinigten Staaten ab. mini|Fort George in Castine (Historic Place)
Erste Kronkolonie New Ireland Im Jahr 1779 verfolgten die Briten die Strategie, Teile von Maine, insbesondere rund um die Penobscot Bay, zu erobern und dort eine neue Kolonie namens „New Ireland“ zu gründen. Das Vorhaben wurde von den im Exil lebenden Loyalisten John Caleff (1725–1812), John Nutting (tätig 1775–1785)Yankee Colonies across America: Cities upon the Hills By Chaim M. RosenbergThe Life and Surprising Adventures of John Nutting, Cambridge Loyalist: And His Strange Connection with the Penobscot Expedition of 1779 by Samuel Francis Batchelder und dem Anglo-Iren William Knox (1732–1810)William Knox: The Life and Thought of an Eighteenth-Century Imperialist By Leland J. Bellot vorangetrieben. Nach der Eroberung der Halbinsel Castine in Maine durch britische Truppen unter Führung durch Francis McLean riefen die Loyalisten eine Kronkolonie zwischen den Flüssen Penobscot und St. Croix aus. Sie sollte als Puffer zu den amerikanischen Rebellen und als Zufluchtsort für britische Siedler (Loyalisten) dienen.
Das Commonwealth of Massachusetts schickte im Juli 1779 eine Expeditionsstreitkraft (Penobscot Expedition) von 19 Kriegsschiffen und 24 Transportern sowie rund 1000 Milizionären unter dem Kommando von Commodore Dudley Saltonstall und General Solomon Lovell nach Maine. Wegen mangelnder Koordination und Zögern von Saltonstall, die britische Marine anzugreifen, zog sich die Belagerung von Fort George wochenlang hin. Am 14. August 1779 traf eine britische Entsatzflotte ein. Die gesamte amerikanische Flotte von 43 bis 44 Schiffen ging verloren, und die Truppen erlitten rund 474 Verluste an Toten und Gefangenen.
Loyalisten strömten in die Region um das Penobscot-Tal, da sie glaubten, der Fluss würde die künftige Grenze zwischen Britisch-Nordamerika und den neuen Vereinigten Staaten bilden.
Mit den Niederlagen der britischen Truppen und dem Frieden von Paris (1783) fiel das Land aber zurück an die USA. Nach dem Friedensschluss und dem Ende des Krieges verließen die britischen Truppen und viele Loyalisten die Gegend, und das Fort George in Castine wurde aufgegeben.Fort George, Castine In: mainepreservation.org, abgerufen am 28. August 2026 (englisch).
Zweite Kronkolonie New Ireland Während des Krieges von 1812 wurde die weitgehend unverteidigte östliche Region von Maine von britischen Streitkräften mit dem Ziel besetzt, sie über die Kolonie New Ireland an Kanada anzugliedern. Die Region ging aber nach fehlgeschlagenen britischen Offensiven an der Nordgrenze, im mittleren Atlantik und im Süden an die Vereinigten Staaten zurück, was zu einem Friedensvertrag führte, der die Vorkriegsgrenzen wiederherstellte.Colin Woodard: , New York, Viking/Penguin, ISBN 978-0-670-03324-9, 2004, S. 139 f., 150 f. (englisch).
Einzelnachweise
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