mini|hochkant=1.1|Ansicht von Westen, 2023 Das ehemalige Bezirksspital in Moutier ( Münster) im Kanton Jura in der Schweiz wurde 1875 fertiggestellt. Heute dient das Gebäude der Kantonspolizei und steht unter Denkmalschutz.

Lage Das Bauwerk in der Rue du Château «30» gehört zur Altstadt von Moutier (Baugruppe A) und steht gegenüber dem im 18. Jahrhundert neu erbauten Landvogteischloss. Nördlich ist das moderne Gefängnis angebaut, westlich schliesst sich die Stiftskirche Saint-Germain aus dem 19. Jahrhundert an. Den östlichen Teil des Schlossbergs nimmt ein Wohngebiet (Baugruppe B) ein, in dem Ende des 19. Jahrhunderts grosszügige Villen errichtet wurden. Die Nummer «18» der Rue du Château wurde durch den Fabrikanten Pétermann erbaut, Nummer «20» ist die Villa Flütsch.

Geschichte Das Gebäude wurde von 1871 bis 1875 als Bezirksspital neben der 1863 fertiggestellten Stiftskirche erbaut. Bauherr war die Gemeinde Moutier Planer der Neuenburger Architekt Alfred Rychner. Anbauten erfolgten 1905 und 1912. Ab 1992 diente es der Verwaltung des Kantons Bern sowie der Kantonspolizei. Das Bauwerk wurde 2000 rechtskräftig in das «Bauinventar» der Denkmalpflege des Kantons Bern als «schützenswert» aufgenommen. Über eine Einstufung als Kulturgüter-Objekt des Kantons Jura ist mit Stand Juli 2026 noch nichts bekannt.Denkmalpflege des Kantons Bern: Rue du Château 30, 2740 Moutier. In: Bauinventar des Kantons Bern, archiviert vom Original am 26. November 2024; abgerufen am 26. August 2026 (französisch).

Beschreibung Das dreigeschossige und elfachsige Gebäude ist nach Süden orientiert. Es war im Stil des Spätklassizismus angelegt. In den Jahren 1905 und 1912 wurden zwei neobarocke Pavillons ergänzt und das ursprüngliche Walmdach durch ein Mansarddach ersetzt. Die halbrunden Lukarnen stammen aus den 1990er-Jahren. Die «großzügig dimensionierte» Südfassade ist mit Ecksteinen und Gesimsen gegliedert. Das Sockelgeschoss des Putzbaus sowie der einachsige Mittelrisalit sind mit rustizierten Kalksteinen verkleidet. Eine Treppe führt zu einem Portikus mit Balkon und der Eingangstür im ersten Obergeschoss. Die französischen Fenster im zweiten Obergeschoss sind raumhoch und mit schmiedeeisernen Geländern geziert. In den anderen Geschossen sind sie paarweise gekoppelt.

Die neobarocken Pavillons sind jeweils dreiachsig angelegt und zeigen Lisenen. Imposante Vasen bekrönen ihre Bogengiebel. Die Balkone im zweiten Obergeschoss werden durch Guttae geziert. Im nördlichen Innenhof verbinden «unpassende» Betonbögen das Gebäude mit dem modernen Gefängnisbau.

Siehe auch Liste der Kulturgüter in Moutier

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