Jörg Gamer (* 1931; † Mai 1993) war ein deutscher Architektur- und Kunsthistoriker.
Leben Gamer studierte Kunstgeschichte. An der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg promovierte er 1962 mit einer Arbeit über den Architekten Matteo Alberti zum Dr. phil. Er forschte über Architektur und Gartenkunst im Barock und Klassizismus. 1981 habilitierte er am Institut für Kunstgeschichte der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.
Gamer hatte Lehraufträge an der Universität Heidelberg und an der Fachhochschule Nürtingen, ehe er 1988 als Nachfolger von Dieter Hennebo auf eine Professur an der Gottfried-Wilhlem-Leibniz-Universität Hannover (Institut für Grünplanung und Gartenarchitektur, Lehrgebiet Geschichte der Freiraumplanung) berufen wurde. Dort lehrte er bis zu seinem Tod.
Zusammen mit Alfons Elfgang, Géza Hajós, Wilfried Hansmann, Dieter Hennebo, Detlef Karg und Dorothee Nehring gab er die Zeitschrift Die Gartenkunst heraus.
Veröffentlichungen (Auswahl) Zur Rekonstruktion des Magdalenenaltares von Lucas Moser. 1953. Denkschrift zum Gutachten über den Heidelberger Schloßgarten von Dr. D. Hennebo und Dr. A. Hoffmann. Heidelberg 1961. Die Residenz des Fürsten Wilhelm Heinrich zu Saarbrücken. Beobachtungen zur Planungs- und Baugeschichte. In: Zeitschrift für die Geschichte der Saargegend, 16 (1968), S. 219–247. Das barocke Heidelberg. Wiederaufbau nach den Zerstörungen 1689 und 1693. In: Der Heidelberger Portländer. Heft 3/1971, S. 11–15. Das Stadtbild [Heidelbergs] im 18. Jahrhundert. In: Der Heidelberger Portländer. Heft 3/1971, S. 23–27. mit Wolfgang Schepers: Das Mittermaiersche Haus Karlstraße 8 in Heidelberg (= Veröffentlichungen zur Heidelberger Altstadt, hrsg. von P. A. Riedl und J. Julier, Nr. 7). Heidelberg 1973 (Typoskript). Erneuerung der Fassaden. In: Der Heidelberger Portländer. Heft 1/1974, S. 34–37. Jesuitenkirche Heidelberg. Heidelberg 1976. Historische Gärten – heute. In: Beton im Gartenbau. Portland-Zementwerke Heidelberg AG, Heidelberg 1977, S. 2–17. Historische Gärten heute. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 7 (1978), S. 106 ff. Matteo Alberti, Oberbaudirektor des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz, Herzog zu Jülich und Berg etc. (= Die Kunstdenkmäler des Rheinlandes; Beiheft 18). Schwann, Düsseldorf 1978, ISBN 3-590-29018-8. Die Rekonstruktion historischer Gärten in der Bundesrepublik Deutschland. In: Institut für Landschaftsplanung und Gartenkunst der TU Wien (Hrsg.): Historische Gärten im Donauraum in Geschichte und Gegenwart. Wien 1981, S. 69–73. Jesuitenkirche Heidelberg (= Schnell, Kunstführer Nr. 1057). Regensburg 1994. mit Michael Berens: Schloss Malberg in der Kyllburger Waldeifel (= Rheinische Kunststätten, Heft 73). Neuss 2000.
Literatur Iris Lauterbach: Jörg Gamer 1931–1993. Nachruf in: Die Gartenkunst. Jahrgang 1993.
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