mini|Alexandra Benado (2022) Alexandra Benado Vergara (* 11. Mai 1976 in Stockholm, Schweden) ist eine chilenische Sportpädagogin, ehemalige Fußballspielerin und Politikerin. Sie spielte für die chilenische Frauenfußballnationalmannschaft und war deren Kapitänin. Von März 2022 bis März 2023 war sie Sportministerin in der Regierung von Gabriel Boric.
Leben
Ausbildung Benado wurde 1976 in Stockholm geboren und verbrachte einen Teil ihrer Kindheit außerhalb Chiles.
Sie studierte Sportpädagogik an der Universidad Metropolitana de Ciencias de la Educación (UMCE) und erwarb dort einen Abschluss in Erziehungswissenschaften sowie die Qualifikation als Lehrerin für Sport, Bewegung und Freizeit. Anschließend absolvierte sie an der UMCE ein Masterstudium im Bereich Sportpädagogik mit Schwerpunkt Verwaltung und Management sowie ein Aufbaustudium zum Management der Sportindustrie an der Universität von Chile.
Fußball Benado begann bereits während ihrer Kindheit in Frankreich mit dem Fußball. Nach ihrer Rückkehr nach Chile spielte sie zunächst im Schulfußball. 1993 schloss sie sich dem Frauenfußballverein Sportivo Milano de Colina an und spielte anschließend für CD Palestino.
1994 wurde sie erstmals in die chilenische Frauenfußballnationalmannschaft berufen. Im selben Jahr gehörte sie im Alter von 18 Jahren zum chilenischen Aufgebot für den Jayalalitha Cup in Indien und war die jüngste Spielerin der Mannschaft.
Nach einer Knieverletzung zog sich Benado 2003 zunächst vom aktiven Fußball zurück und beschäftigte sich in den folgenden Jahren unter anderem mit Trainertätigkeiten. 2008 wurde sie von Nationaltrainerin Marta Tejedor erneut in die Nationalmannschaft berufen.
Als Mannschaftskapitänin nahm Benado mit Chile an der Fußball-Südamerikameisterschaft der Frauen 2010 teil. Die chilenische Mannschaft belegte dort den dritten Platz. 2011 beendete sie ihre aktive Laufbahn endgültig.
Von Februar 2012 bis März 2016 gehörte Benado der Frauenfußballkommission der FIFA an und war dort die einzige Vertreterin Südamerikas. Später war sie unter anderem als Spielkommissarin bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2019 in Frankreich tätig.
Weitere Tätigkeit Neben ihrer Tätigkeit im Sport arbeitete Benado im Bereich der Menschenrechte und Erinnerungskultur. Sie war unter anderem Exekutivkoordinatorin des Erinnerungsortes Londres 38, espacio de memorias in Santiago.
Benado engagierte sich zudem für die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Familien und war in Organisationen für die Rechte sexueller Minderheiten aktiv.
Regierung Boric Am 21. Januar 2022 stellte der gewählte Präsident Gabriel Boric Benado als künftige Sportministerin vor. Sie war zu diesem Zeitpunkt parteilos.
Vor dem Regierungswechsel traf sie sich im Februar 2022 mit der amtierenden Sportministerin Cecilia Pérez Jara, um die Übergabe des Ministeriums vorzubereiten.
Mit Borics Amtsantritt am 11. März 2022 übernahm Benado das Sportministerium und folgte Pérez im Amt nach. Ihre Ernennung wurde durch das Dekret Nr. 71 vom 11. März 2022 formalisiert.
Während ihrer Amtszeit gehörten die Vorbereitungen für die Panamerikanischen und Parapanamerikanischen Spiele 2023 in Santiago zu den zentralen Aufgaben des Ministeriums.
Daneben beteiligte sich Benado an der Vorbereitung der gemeinsamen Bewerbung Chiles, Argentiniens, Paraguays und Uruguays um die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft 2030. Im November 2022 nahm sie an der Gründung der hierfür vorgesehenen Organisation Corporación Juntos 2030 teil.
Im Zuge einer Kabinettsumbildung schied Benado am 10. März 2023 aus dem Amt. Ihr Nachfolger als Sportminister wurde der ehemalige Fußballspieler und -trainer Jaime Pizarro.
Nach der Regierung Nach ihrer Tätigkeit als Ministerin kehrte Benado in den Sport- und Hochschulbereich zurück. Sie wurde Hochschullehrerin am Departamento de Educación Física, Deportes y Recreación der Universidad Metropolitana de Ciencias de la Educación. Später übernahm sie die Leitung der Regionaldirektion Metropolitana des chilenischen Nationalen Sportinstituts (Instituto Nacional de Deportes, IND).
Weblinks
Einzelnachweise
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