mini|Männchen mini|Flügeladerung Clairvillia biguttata ist ein Zweiflügler in der Unterfamilie der Wanzenfliegen (Phasiinae). Die Erstbeschreibung als Tachina biguttata im Jahr 1824 geht auf Johann Wilhelm Meigen zurück. Das lateinische Art-Epitheton biguttata bedeutet „zweifleckig“.

Merkmale Die überwiegend schwarz gefärbten Fliegen sind etwa 7 mm lang. Die vorderen zwei oder drei Tergite sind seitlich mehr oder weniger rötlich gefärbt und weisen dorsal einen schwarzen Längsstreifen auf. Die Flügel sind entlang des basalen Teils des Vorderrandes gelblich gefärbt.

Tschorsnig und Herting (1994) liefern einen Bestimmungsschlüssel der mitteleuropäischen Arten und Gattungen. Für Clairvillia biguttata gilt: Die Stirn der Männchen ist an ihrer schmälsten Stelle 0,3-mal so breit wie ein Auge. Die äußeren Vertikalborsten sind nicht von den feinen, nach vorn gebogenen Postokularzilien zu unterscheiden. Das dritte Fühlerglied ist 1,5-mal so lang wie das zweite. Der Thorax ist vor der Naht ohne ausgeprägte Längsstreifen. Der Hinterleib ist unbereift. Bei den Weibchen befindet sich am Hinterleibsende eine zangenförmige Struktur.

Verbreitung Clairvillia biguttata hat eine transpaläarktische Verbreitung. In Mittel- und Südeuropa ist die Art weit verbreitet. Im Osten reicht das Vorkommen über den Nahen Osten und den Iran sowie über Sibirien bis nach Korea. Im Norden Deutschlands, etwa nördlich einer Linie Dortmund–Leipzig, kommt die Art nur selten vor oder fehlt. Im wärmeren Mitteleuropa gilt die Art als „lokal nicht selten“.

Lebensweise Den typischen Lebensraum von Clairvillia biguttata bilden trockene Wiesen. Man beobachtet die Fliegen zwischen Anfang Juni und Mitte September, insbesondere zwischen Ende Juli und Mitte August. Die Larven von Clairvillia biguttata entwickeln sich als solitäre Endoparasitoide von Wanzen. Eine bekannte Wirtsart ist Coriomeris denticulatus aus der Familie der Randwanzen (Coreidae).

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