Francisco Leonel Riveros Cantuarias (* um 1980) ist ein chilenischer Rechtsanwalt und Sportfunktionär. Seit dem 14. August 2026 ist er Sportminister Chiles in der Regierung von Präsident José Antonio Kast.

Zuvor war Riveros unter anderem Geschäftsführer und Vorstandsmitglied des Fußballvereins CD Palestino, Leiter der Rechts- und Unternehmensabteilung der Organisationsgesellschaft der Panamerikanischen und Parapanamerikanischen Spiele 2023 in Santiago sowie Berater des chilenischen Präsidenten.

Biografie Riveros studierte Rechtswissenschaften an der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile und schloss sein Studium als Rechtsanwalt ab. Später erwarb er an derselben Universität einen Master of Business Administration (MBA).

Von 2007 bis 2011 war Riveros in der Führung des Fußballvereins CD Palestino tätig. Im Jahr 2007 wurde er Mitglied des Vorstands der als Aktiengesellschaft organisierten Profifußballabteilung des Vereins und war bis August 2009 deren Geschäftsführer. Während dieser Zeit erreichte Palestino das Finale der Clausura 2008 der chilenischen Primera División, das der Verein gegen Colo-Colo verlor.

Nach seinem Ausscheiden aus der Geschäftsführung blieb Riveros im Vorstand von Palestino tätig. Im Oktober 2009 wurde er erneut zum Vorstandsmitglied der Gesellschaft bestellt und übte diese Funktion bis 2011 aus.

Später war Riveros an der Organisation der Panamerikanischen Spiele und der Parapanamerikanischen Spiele 2023 in Santiago de Chile beteiligt. Bei der Organisationsgesellschaft Santiago 2023 war er Leiter der Rechts- und Unternehmensabteilung.

Daneben war Riveros als Hochschullehrer am Fachbereich für Wirtschaftsrecht der Universidad de los Andes tätig.

Tätigkeit als Präsidentenberater Im März 2026 trat Riveros als Berater in den Dienst der chilenischen Präsidentschaft. Er gehörte dem als Segundo Piso („Zweiter Stock“) bezeichneten Beraterstab im Palacio de La Moneda an, der von Alejandro Irarrázaval geleitet wurde. Dort war er an der Planung, Koordinierung und Überwachung von Projekten beteiligt, die von der Präsidentschaft als prioritär eingestuft wurden.

Zu seinen Aufgaben gehörten die Umsetzung und Koordinierung eines von der Regierung Kast eingeleiteten Prüfungsverfahrens für Einrichtungen der zentralen Staatsverwaltung. Zudem gehörte Riveros als Vertreter der Präsidentschaft dem strategischen Ausschuss für Rechnungsprüfung und Finanzkontrolle an.

Sportminister Am 14. August 2026 ernannte Präsident José Antonio Kast Riveros zum Sportminister. Er folgte auf Natalia Duco, die am Vortag von ihrem Amt zurückgetreten war.

Riveros trat das Amt noch am selben Tag im Palacio de La Moneda an. Nach seiner Ernennung nannte er die Fortführung des Programms A Mover Chile, die Förderung körperlicher Aktivität sowie die Entwicklung des Verbandssports und des Profifußballs als Schwerpunkte seiner Amtsführung.

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