Die Sundaschmuckpitta (Pitta concinna, Syn. Pitta elegans concinna) ist ein Sperlingsvogel aus der Gattung Pitta innerhalb der Familie der Pittas (Pittidae).
Der Vogel ist endemisch auf den Kleinen Sundainseln in Indonesien auf (Nusa Penida, Lombok, Sumbawa, Flores, Adonara, Lembata und Alor).
Bis vor kurzem wurde die Art zusammen mit der Weißkehl-Sundaschmuckpitta (Pitta vigorsii) als konspezifisch mit der Schmuckpitta (Pitta elegans) angesehen und als P. e. concinna bezeichnet. Aufgrund genauer bioakustischer Untersuchungen wurden diese Arten als eigenständig abgetrennt.A. Y. Yue, E. Y. X. Ng, J. A. Eaton, F. E. Rheindt: Species limits in the Elegant Pitta (Pitta elegans) complex from Wallacea based on bioacoustic and morphometric analysis. In: Avian Research, Band 11, Nummer 1, S. 42, 2020, [doi:10.1186/s40657-020-00227-4.]Species Updates IOC Version 11.1 (Januar 2021)
Das Verbreitungsgebiet umfasst tropischen oder subtropischen feuchten Tieflandwald, auch Sekundärwald und bewirtschaftete Wälder, kleine Bauminseln in der Nähe menschlicher Siedlungen.
Der e Artzusatz kommt von .
Merkmale Die Art ist etwa 19 cm groß und wiegt 47–63 g, eine ziemlich große Schmuckpitta mit schwarzem Kopf, langem gelbbraunem Überaugenstreif, hell- bis dunkelgrüner Oberseite, türkisblauen kleinen Flügeldecken und Bürzel, mit weißem bis türkisblauem Flügelspiegel an den Handschwingen, die übrigen Flugschwingen sind schwarz, die Armschwingen haben bläuliche und grüne Ränder. Weitere Charakteristika sind gelblich-gelbbraune Unterseite und schwarzer Bauchfleck, der am Steiß rot wird. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Kopf bis Nacken ist schwarz, der Überaugenstreif zieht bis zur Schnabelbasis ist dort dunkel orangen bis rotbraun. Der Schwanz ist schwarz mit grünen Federspitzen. Kinn, Kehle und oberer Brustteil sind schwarz. Bei zahlreichen Individuen sind graue Streifen auf der Oberseite zu sehen. Die Iris ist dunkel kastanienbraun, der Schnabel schwarz, an der Basis des Unterschnabels hornfarben. Küken und Jungvögel haben eine orange-rote Schnabelspitze. Die Beine sind blass rosa bis rötlich-braun, die Klauen dunkelgrau.
Außerhalb der Brutzeit kann sich das Ausbreitungsgebiet mit dem der Schmuckpitta (Pitta elegans) überlagern. Hauptunterscheidungsmerkmal sind die Rufe, die Ausdehnung des schwarzen Kehlfleckes bis auf die Brust und die gelbbraune Färbung des Überaugenstreifes. Die Weißkehl-Sundaschmuckpitta (Pitta vigorsii) ist nicht im gleichen Gebiet zu erwarten, hat (namensgebend) eine weiße Kehle, einen weißen Überaugenstreif und einen kleineren Bauchfleck.
Geografische Variation Die Art ist monotypisch.
Das vorgeschlagene Taxon Pitta Mathilda und , 1857J. Verreaux und E. Verreaux: Pitta Mathilda. In: Revue et Magasin de Zoologie, Serie 2, Heft 9, S. 303, 1857, Biodiversity Library. wird als Syn. der Sundaschmuckpitta angesehen, ebenso wie Pitta elegans everetti 1898E. J. O. Hartert: Pitta elegans everetti. In: Novitates Zoologicae, Band 5, S. 459, 1898, Biodiversity Library.
Stimme Die Lautäußerungen gelten als einzigartig unter den Schmuckpittas. Der Vogel reagiert kaum auf vorgespielte Laute der Weißkehl-Sundaschmuckpitta (Pitta vigorsii) oder der Schmuckpitta (Pitta elegans). Der Alarmruf wird als einsilbiger nasaler Laut „skew!“ beschrieben, der Revierruf als zweisilbiges „wer-her“ über eine halbe Sekunde mit länger gezogenem ersten Laut. Die Art ruft vermehrt in den Dämmerungsstunden vom Erdboden oder von einer Singwarte in bis zu 7 m Höhe aus.
Lebensweise Die Art ist ein Standvogel und standorttreu. Es wurde ein Balzverhalten beobachtet mit zwei Vögeln im Abstand von 60–90 cm stehend mit gestrecktem Nacken und jeweils sehr langsam von einer Seite zur anderen schwingend.Johannes Erritzøe und Helga Erritzoe: Pittas of the World – A Monograph on the Pitta Family. The Lutterworth Press, Cambridge 1998, ISBN 0-7188-2961-1.
Die Nahrung vermutlich hauptsächlich aus Schnecken und kleinen Käfern.
Gefährdungssituation Der Bestand gilt wohl als nicht gefährdet (Least Concern) aufgrund des großen Verbreitungsgebietes und der Anpassungsfähigkeit an bewirtschaftete Wälder.
Literatur J. Gould: Pitta concinna. In: Proceedings of the Zoological Society of London, Band 25, Nummer 331, S. 65, 1857, Biodiversity Library
Weblinks
Macaulay Library
Einzelnachweise P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF G. M. Kirwan, J. Erritzoe und E. de Juana: Ornate Pitta (Pitta concinna), version 2.0. In: B. K. Keeney (Herausgeber): Birds of the World. 2021, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, Pitta concinna J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3. AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 IOC World Bird List 15.2 NZ wrens, Sapayoa, asities, broadbills, pittas Kategorie:Pittas Kategorie:Endemisches Tier der Kleinen Sundainseln