mini|Luis Cordero Vega Luis Cordero Vega (* 12. August 1972 in Santiago) ist ein chilenischer Rechtsanwalt, Rechtswissenschaftler und Politiker. Von Januar 2023 bis Oktober 2024 war er Justiz- und Menschenrechtsminister und anschließend bis April 2025 Staatssekretär im Innenministerium in der Regierung von Präsident Gabriel Boric. Von April 2025 bis März 2026 war er der erste Minister für öffentliche Sicherheit Chiles.

Vor seiner Tätigkeit in der Regierung war Cordero unter anderem Hochschullehrer für Verwaltungsrecht an der Universität von Chile, Partner der Rechtsanwaltskanzlei FerradaNehme und Kolumnist der Tageszeitung La Segunda.

Biografie Cordero wurde am 12. August 1972 in Santiago geboren. Er ist mit Magdalena Atria Barros verheiratet, die 2022 zur chilenischen Botschafterin in Deutschland ernannt wurde.

Er studierte Rechtswissenschaften an der Universidad La República und schloss das Studium 1996 mit einem Abschluss in Rechtswissenschaften ab. 2002 erwarb er einen Masterabschluss in öffentlichem Recht an der Universität von Chile. 2005 promovierte er in Rechtswissenschaften an der Universität Lleida in Spanien.

Berufliche Laufbahn Cordero war sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor als Jurist tätig. Er wirkte als Koordinator an der Reform der chilenischen Umweltinstitutionen mit und beriet den chilenischen Nationalkongress bei der Ausarbeitung des Gesetzes zur Errichtung der Umweltgerichte. Darüber hinaus gehörte er einer vom Finanzministerium eingesetzten Kommission zur Reform der Finanzaufsicht an.

Als Hochschullehrer war Cordero an der juristischen Fakultät der Universität von Chile tätig, wo er Verwaltungsrecht lehrte. Daneben arbeitete er in der Privatwirtschaft. Vor seinem Eintritt in die Regierung war er Partner der Rechtsanwaltskanzlei FerradaNehme und leitete dort den Bereich für öffentliches Recht und Regierungsangelegenheiten.

Bis 2022 schrieb Cordero außerdem als Kolumnist für die chilenische Tageszeitung La Segunda.

Politische Laufbahn Justizminister Am 7. Januar 2023 gab Präsident Gabriel Boric die Ernennung Corderos zum Minister für Justiz und Menschenrechte bekannt. Er folgte auf Marcela Ríos, die im Zusammenhang mit der Kontroverse um die von Boric ausgesprochenen Begnadigungen von Personen, die wegen Straftaten im Umfeld der Proteste von 2019 verurteilt worden waren, zurückgetreten war.

Cordero trat sein Amt am 11. Januar 2023 an und blieb bis zum 17. Oktober 2024 Justizminister. Sein Nachfolger wurde Jaime Gajardo Falcón.

Staatssekretär im Innenministerium Am 17. Oktober 2024 wechselte Cordero als Staatssekretär in das chilenische Innenministerium. Er übernahm das Amt als Nachfolger von Manuel Monsalve und übte es bis zum 1. April 2025 aus.

Minister für öffentliche Sicherheit Am 27. März 2025 kündigte Präsident Boric in einer Ansprache an die Nation an, Cordero zum ersten Minister des neu geschaffenen Ministeriums für öffentliche Sicherheit zu ernennen. Mit der Aufnahme der Tätigkeit des neuen Ministeriums am 1. April 2025 trat Cordero sein Amt an.

Cordero leitete das Ministerium bis zum Ende der Amtszeit Borics am 11. März 2026. Seine Nachfolgerin wurde Trinidad Steinert.

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