Michael Augustinski (* 1. Januar 1946 in Berlin) ist ein deutscher Grafiker und Maler.
Leben und Werk Augustinski absolvierte eine Lehre als Dekorationsmaler, leistete Wehrdienst bei der NVA und arbeitete in seinem Beruf. Ab 1966 nahm er bei Dieter Goltzsche in Köpenick am „Zirkel für Porträtzeichnen“ teil. Zu Goltzsche bestehen seitdem freundschaftliche Beziehungen. Von 1970 bis 1973 studierte Augustinski in der Fachrichtung Farb- und Oberflächengestaltung im Bauwesen an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin-Oberschöneweide. Seit 1976 arbeitet er in Berlin-Müggelheim freischaffend als Grafiker und Maler. Er gehörte zu einem Kreis von Künstlern, die sich in loser Runde in Friedrichshagen bei Charlotte E. Pauly zum Gespräch trafen.Günter Feist (Hrsg.): Kunstdokumentation SBZ/DDR. 1945–1990. DuMont, Köln, 1996; ISBN 3-7701-3846-5, S. 620 Er druckte Grafiken für Charlotte Pauly und weitere Künstler, darunter Wilhelm Höpfner.Michael Augustinski (1946-) :: museum-digital:sachsen-anhalt 1978 wurde Augustinski Kandidat des Verbands Bildender Künstler der DDR. Seine Mentoren waren Rolf Lindemann und Wulff Sailer. Er gehörte dem Verband dann bis 1990 an. 1984 wurde er mit dem Wilhelm-Höpfner-Preis der Winckelmann-Gesellschaft Stendal geehrt, und 1988 war er Preisträger im Wettbewerb 100 ausgewählte Grafiken des Staatlichen Kunsthandels der DDR.
Als nach der deutschen Wiedervereinigung nahezu alle bisherigen Auftraggeber und Abnehmer wegbrachen, darunter der Staatliche Kunsthandel und volkseigene Betriebe, die liquidiert wurden, sah Augustinski sich gezwungen, sich erwerbslos zu melden. Von 1992 bis 1994 war er in einer Maßnahme der Arbeitsförderung in der Kunstfabrik Köpenick beschäftigt.
1990 trat er dem Berufsverband Bildender Künstler und 2000 dem Verein Berliner Künstler bei. Bis 1982 war er Mitglied des Verbands Freier Künste Berlin e.V.Katalog der Ausstellung Malergrafik – Farbradierungen 1994 in der Galerie im Turm, Berlin
Augustinski hatte im In- und Ausland eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen.
Grafiken Augustinskis befinden sich u. a. in der Kunstsammlung PankowMichael Augustinski (1946-) :: museum-digital:berlin und im Kunstarchiv Beeskow.
Weitere Werkbeispiele
Druckgrafik
Leben in Räumen (1977; 11 Radierungen in einer Mappe) Parcours (1985; Farbradierung; 37 × 49 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR)
Tafelbild
Roter Traum (2014, Acryl und Kreide; 75 × 100 cm)
Buchillustration
Dorothea von Törne (Hrsg.): Vogelbühne. Gedichte im Dialog. Verlag der Nation, Berlin, 1983 (mit weiteren Illustratoren) Gabriela Mistral. Poesiealbum Nr. 187. Verlag Neues Leben, Berlin, 1983 (Umschlag- und Innengrafik) Werner Kaempfe (Hrsg.): Künstlernovellen. Juri Nagibin. Verlag Volk und Welt, Berlin, 1986
Literatur
Saur. Allgemeines Künstlerlexikon. Band 5, 1992, S. 646 Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 36
Weblinks
Offene Ateliers Berlin-Friedrichshagen | MICHAEL AUGUSTINSKI
Einzelnachweise
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