mini|Dante Rossi: Zwei Schwäne, 1955, Piazza Cioccaro, Lugano Dante Rossi (* 27. November 1892 in Brusino Arsizio; † 9. Oktober 1955 in Lugano) war ein Schweizer Bildhauer.

Leben und Werk Seine erste Ausbildung zum Bildhauer erhielt er bei seinem Vater Domenico Rossi. Von 1906 bis 1910 besuchte er die Zeichenschule in Lugano bei Luigi Vassalli. Anschliessend, von 1910 bis 1913, studierte er an der Accademia di Brera in Mailand. Während dieser Zeit arbeitete er auch im Atelier von Adolfo Wildt. Nach Abschluss seines Studiums kehrte er nach Lugano zurück und unterrichtete an der dortigen Zeichenschule. Ab 1925 nahm er an den Ausstellungen des Tessiner Kunstvereins teil. 1930 stellte er mit 37 weiteren Tessiner Künstlern am Kunsthaus Zürich aus, wobei er einen Frauenkopf aus Marmor unter dem Titel Erste Strahlen (Primi raggi) präsentierte.Tessiner und Zürcher Künstler. In: Thurgauer Zeitung. Drittes Blatt. Nr. 126, 31. Mai 1930, S. 1 (online).

1936 schuf Rossi ein architektonisches Monument für das Grab von Americo Zanoni auf dem Monumentalfriedhof Lugano (11–33).Folla innumerevole al Cimitero. Le nuove opere d’arte. In: Popolo e Libertà. 2. November 1936, S. 2 (online). 1938 fertigte er einen Sarkophag, über dem sich ein Kreuz erhebt, für das Grab der Familie Karrer-van der Horst auf demselben Friedhof.Nuove opere d’arte al Cimitero. In: Gazzetta Ticinese. 31. Oktober 1938, S. 2 (online). 1939 wurde eine von ihm geschaffene Gedenktafel für den Pfarrer Don Paolo Rossi auf dem Friedhof von Brusino Arsizio eingeweiht. Vor einem dunklen Hintergrund aus Labradorit zeigt sie ein Kreuz aus weissem Marmor und daneben ein Porträtmedaillon des Verstorbenen.In memoria del parocco don Paolo. In: Giornale del Popolo. 7. Oktober 1939, S. 6 (online). 1948 fertigte Rossi nach den Plänen des Architekten Piero Giovannini ein Kreuz mit einem Porträtmedaillon für den Pfarrer Don Giuseppe Feregutti auf dem Friedhof von Curio.In memoria di Don G. Ferregutti. In: Popolo e Libertà. 6. August 1948, S. 3 (online). 1951 schuf er das Grabmal der Familie von Alfonso Fioratti auf dem Monumentalfriedhof Lugano (73-50).2 novembre. In: Gazzetta Ticinese. 2. November 1951, S. 2 (online). Für den Friedhof Sant’Abbondio in Gentilino fertigte er zwei Grabmale (Nr. 29 und 269).Katja Bigger: Collina d’Oro (= Schweizerische Kunstführer. Serie 87, Nr. 869). GSK, Bern 2010, ISBN 978-3-85782-869-0, S. 46.

1955 gewann er einen von der Banco di Roma ausgeschriebenen Wettbewerb zur Errichtung eines öffentlichen Brunnens auf der Piazza Cioccaro in Lugano, starb aber noch vor der Platzierung seines Werks am 9. Oktober 1955 infolge eines plötzlichen Unwohlseins.È morto Dante Rossi. In: Gazzetta Ticinese. 11. Oktober 1955, S. 2 (online). Er wurde 62 Jahre alt. Die beiden bronzenen Schwäne mit ausgebreiteten Flügeln wurden am 18. November 1955 bei der Talstation der Standseilbahn Lugano–Bahnhof SBB aufgestellt.I cigni soon [sic] a posto. In: Popolo e Libertà. 19. November 1955, S. 3 (online).

1956 wurde im Rahmen der Jahresausstellung des Tessiner Kunstvereins in der Villa Ciani auch eine Gedenkausstellung für Rossi gezeigt.Tessin. In: Engadiner Post. Nr. 114, 2. Oktober 1956, S. 3 (online).

Dante Rossi war der Vater des Architekten Gianfranco Rossi (1927–2013). Zu seinen Schülern zählte Pierino Selmoni..

Er schuf Büsten, Porträts, Figuren, Grabmale und Brunnen und gilt als Anhänger seines Lehrers Luigi Vassalli.

Weblinks

Dante Rossi. In: Lugano Cultura

Einzelnachweise

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