mini|300px|New England Museum of Natural History, Ecke Boylston und Berkeley Streets, Back Bay, Boston, 19. Jahrhundert mini|300px|Boston Society of Natural History und Rogers Building, Fotografie mini|Das heutige Museum of Science in Boston, das aus der Boston Society of Natural History hervorging Die Boston Society of Natural History (1830–1948) war eine wissenschaftliche Gelehrtengesellschaft in Boston, Massachusetts, die sich der Erforschung und Förderung der Naturgeschichte widmete. Sie gab zwischen 1834 und 1863 die wissenschaftliche Fachzeitschrift Boston Journal of Natural History heraus und gründete das Museum of Science in Boston. In den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens befand sich die Gesellschaft nacheinander an mehreren Standorten im Financial District von Boston, darunter in der Pearl Street, der Tremont Street und der Mason Street. Im Jahr 1864 bezog sie einen eigens errichteten Museumsbau in der 234 Berkeley Street im Stadtteil Back Bay, der vom Architekten William Gibbons Preston entworfen worden war. Im Jahr 1951 ging die Gesellschaft im Museum of Science auf, das zugleich an seinen heutigen Standort am Charles River umzog.

Geschichte mini|links|Logo der BSNH, eingeführt im Jahr 1842. Es zeigt Georges Cuvier Die Gesellschaft wurde 1830 unter anderem von Amos Binney, Edward Brooks, Walter Channing, Henry Codman, George B. Emerson, Joshua B. Flint, Benjamin Daniel Greene, Simon E. Greene, William Grigg, George Hayward, David Humphreys Storer und John Ware gegründet. Mehrere der Gründer waren zuvor Mitglieder der Linnaean Society of New England gewesen. Bereits 1838 fanden regelmäßig Versammlungen am zweiten und vierten Mittwoch jedes Monats statt. Die Sammlungen umfassten damals rund 700 mineralogische und geologische Objekte sowie die umfangreiche Sammlung von Charles T. Jackson, etwa 5.000 botanische Belege, 30 vollständige Skelette und 30 Schädel von Säugetieren, 200 Vogelarten, 130 Reptilienarten, etwa 15.000 Insekten, 130 Krebstiere und 190 Radiata. Die Bibliothek bestand aus rund 600 Büchern und Heften. Die Sammlungsräume waren mittwochs von 12 bis 14 Uhr kostenlos für die Öffentlichkeit zugänglich.

1864 stiftete der Chirurg und Förderer der Gesellschaft William Johnson Walker den Walker Prize, der zunächst herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Naturgeschichte auszeichnete. In den 1960er Jahren wurde der Preis auf sämtliche Wissenschaftsgebiete ausgeweitet und legte zusätzlich einen Schwerpunkt auf die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Zu den Preisträgern gehörte während seines Studiums an der Lawrence Scientific School – der späteren naturwissenschaftlichen Fakultät der Harvard University – auch der Zoologe William Patten.

Zu den Wissenschaftlern und Kuratoren, die im Laufe der Zeit mit der Gesellschaft verbunden waren, gehörten unter anderem Alexander Agassiz, Thomas Tracy Bouvé, Thomas Mayo Brewer, Augustus Addison Gould, F. W. P. Greenwood, Charles Thomas Jackson, Charles Sedgwick Minot, Albert Ordway, Samuel Hubbard Scudder, Charles James Sprague, Alpheus Hyatt und Jeffries Wyman.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verkaufte die Gesellschaft unter der Leitung von Bradford Washburn das Gebäude in der Berkeley Street und änderte ihren Namen in Boston Museum of Science. Bereits 1949 wurde im Science Park der Grundstein für den Neubau gelegt und ein provisorisches Gebäude zur Unterbringung der Sammlungen und des Personals errichtet. 1951 wurde der erste Gebäudeflügel des neuen Museums offiziell eröffnet.

Galerie

1830–1833

1833–1863

1864–1946

Weblinks

Boston Museum of Science Hancock Library, University of Southern California. Erwerb der Bibliothek der Boston Society of Natural History in den Jahren 1944–1946. (Beschreibt Gegenstände, die der Boston Society of Natural History in den 1830er Jahren geschenkt wurden)

Einzelnachweise

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