mini|hochkant|Büste Werths in Neustadt an der Weinstraße Johann Peter Werth, ab 1687 Johann Peter de Werth, (* 1650 in Boppard; † 13. Januar 1708 in Homburg vor der Höhe) war ein deutscher Beamter.
Leben Er wurde 1650 als Sohn des Schöffen am Domstift Trier und Stadtschreibers Bernhard Werth geboren. In Pont-à-Mousson studierte er an der Academia Pontimusana Jura und erwarb dort 1673 das Diplom (juris utriusque licentiatus). Ab 1680 war er Reichsschultheiß in Landau und Amtmann des Amts St. Johann. In diesem Gebiet übernahm er 1682 das Amt des Kriegskommissars. Er ließ sich 1686 in Frankreich einbürgern. 1687 erhielt er von Ludwig XIV. Adelsschild und Wappen und nannte sich fortan Johann Peter de Werth. Als Mitglied des Stabs von Marschall d’Huxelles kam er 1688 nach Neustadt und als königlicher Hochkommissar übernahm er von 1689 bis 1697 die kurpfälzischen und speyerischen Ämter Neustadt, Landeck, Kirrweiler und Deidesheim.
Er heiratete am 13. August 1704 die in Neustadt geborene Kunigunde Kirchner, die Tochter des Regierungsrats Theodor Kirchner, mit der er dann zwei Kinder hatte. Die beiden hatten sich wohl schon Jahre zuvor kennengelernt; der Legende nach verhinderte Kunigunde die vollständige Zerstörung und Plünderung Neustadts, während die meisten umliegenden Orte im Pfälzischen Erbfolgekrieg in Flammen aufgingen, indem sie auf de Werth einwirkte, der wiederum seinen Einfluss bei der französischen Armeeführung geltend machen konnte.
1708 starb de Werth in Homburg vor der Höhe. In der Fußgängerzone Neustadts an der Einmündung der nach seiner Frau benannten Kunigundenstraße wurde ihm zu Ehren eine Stele mit einer Büste aufgestellt.
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