Erik Dal (* 20. Dezember 1922 in Grenå; † 2. November 2006 in Frederiksberg) war ein dänischer Literaturhistoriker und Bibliothekar.Merete Harding/Iørn Piø: Erik Dal. In: Dansk biografisk leksikon (online) (mit allen biografischen Daten, abgerufen am 26. Juli 2026).

Leben und Wirken Nach seinem Schulbesuch in Vordingborg studierte Erik Dal von 1941 bis 1949 Dänische Sprache und Literatur sowie Musikwissenschaft an der Universität Kopenhagen. Nach seinem Studienabschluss arbeitete er zunächst von 1950 bis 1952 als Gymnasiallehrer. Seit 1953 war er dann als Bibliothekar an der Königlichen Bibliothek in Dänemark tätig, ab 1963 war er dort Erster Bibliothekar und Leiter der dänischen Abteilung. Von 1952 bis 1961 und ab 1965 hatte er außerdem einen Lehrauftrag an der Universität Kopenhagen bzw. war dort als Mitglied der Prüfungskommission für den Schuldienst tätig. Im Jahre 1960 erwarb er an der Universität Kopenhagen den Doktortitel. Von 1967 bis 1974 war er Fachleiter an der dänischen Bibliotheksschule. Von 1974 bis 1991 war er schließlich als Geschäftsführer der „Danske Sprog- og Litteraturselskab“ im Einsatz und für die Herausgabe von Textausgaben verantwortlich. Erik Dal gab etliche Werke dänischer Prosa und Lyrik heraus, beschäftigte sich mit dem Buchdruck in Dänemark und dem Werk von Hans Christian Andersen.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Nordisk folkeviseforskning siden 1800. Omrids of text – og melodistudiets historie og problemer især i Danmark. Schultz, København 1956 (mit engl. Zusammenfassung: Scandinavian ballad research, S. 410–430). Danske metrikere. Zwei Kommentarbände. Schultz, København 1960 (= Dissertation an der Universität Kopenhagen).

(Hrsg.): Hans Christian Andersen / Eventyr. Sieben Teilbände. Reitzel, København 1963–1990, ISBN 87-7421-679-1. Ahasverus in Dänemark. In: Jahrbuch für Volksliedforschung, Bd. 9 (1964), S. 144–170. (Hrsg.): Danmarks gamle folkeviser. Bd. 10,2. Thieles Bogtrykkeri, København 1965. (Hrsg.): Dansk folkedigtning. Gyldendal, København 1965. Scandinavian bookmaking in the twentieth century. University of Illinois Press, Urbana, Ill. 1968 (Hrsg.): Hans Christian Andersen / Samlede eventyr og historier. Fünf Bände. Lademann, København 1975, ISBN 87-15-00442-2. The ages of man and the months of the year. Poetry, prose and pictures outlining the 'Douze mois figurés' motif mainly found in Shepherds' calendars and in livres d'heures (14th to 17th century). Munksgaard, København 1980, ISBN 87-7304-110-6. Dansk provinsbogtryk gennem 500 år. En boghistorisk skitse i 11 streger. Bogtrykkerbladets Forlag, Odense 1982, ISBN 87-997101-1-0. 500 Jahre Buchdruck in Dänemark außerhalb Kopenhagens. In: Gutenberg-Jahrbuch, Bd. 59 (1984), S. 211–240. (Hrsg.): Hans Christian Andersen / Christines Bilderbuch. Carlsen, Reinbek b. Hamburg 1984, ISBN 3-551-45204-0. Die Wolfenbütteler Danica. In: Wolfenbütteler Beiträge. Aus den Schätzen der Herzog-August-Bibliothek, Bd. 8 (1988), S. 47–98. (Hrsg., mit Paul Raabe): Hans Christian Andersen / Briefwechsel. Wallstein-Verlag, Göttingen 2003, ISBN 3-89244-648-2.

Weblinks

Einzelnachweise

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