Paul Berthold Rupp (* 19. September 1944 in Münsingen/Württemberg; † 2022) war ein deutscher Historiker und Bibliothekar.Über Paul Berthold Rupp. In: Oberdeutsche Personendatenbank / Hauptseite (bibliographische Daten, abgerufen am 18. Juli 2026).

Leben und Wirken Nach seiner Reifeprüfung an der Urspringschule in Schelklingen 1965 studierte Paul Berthold Rupp Geschichte, Politikwissenschaft und Romanistik an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Zwischen 1970 und 1972 legte er dort das Staatsexamen für den höheren Schuldienst ab und promovierte 1973 bei dem Landeshistoriker Hansmartin Decker-Hauff.Eigener Lebenslauf in der Dissertation an der Universität Tübingen 1973. Anschließend absolvierte er als Bibliotheksreferendar die Ausbildung für den höheren Bibliotheksdienst und legte die Fachprüfung hierfür 1975 am Bibliothekar-Lehrinstitut des Landes Nordrhein-Westfalen ab.

Von 1975 bis 2006 war er als wissenschaftlicher Bibliothekar an der Universitätsbibliothek Augsburg tätig und leitete dort seit 1983 das Referat „Altes Buch“. Seit 1978 leitete er außerdem (im Nebenamt) die Studienbibliothek Dillingen.

In jahrzehntelanger Arbeit entwickelte der die „Oberdeutsche Personendatenbank“,Hauptseite der Oberdeutschen Personendatenbank die Daten zu insgesamt 404.954 Personen enthält und nach wie vor nutzbar ist.

Veröffentlichungen (Auswahl) Die Bibliothek Ferdinand Franz Wallrafs (1748–1824). Entstehung und Fortbestand. In: Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins, Bd. 47 (1976), S. 47–114. Die Vorfahren von Henriette von Mömpelgard. Eine Ahnentafel (= Schriften zur südwestdeutschen Landeskunde, Bd. 15). Müller u. Gräff, Stuttgart 1977, ISBN 3-87532-069-7 (= Dissertation Universität Tübingen). Die Insignia rectoralis der Universität Dillingen. In: Jahrbuch des Historischen Vereins Dillingen an der Donau, Bd. 80 (1978), S. 123–133. Die bibliothekarische Erschließung der ehemaligen Oettingen-Wallersteinschen Bibliothek. In: Rieser Kulturtage, Bd. 4 (1982/1983), S. 412–426. Prachteinbände Pariser Meister aus der Bibliothek des Markus Fugger (1529–1597). In: Bibliotheksforum Bayern, Bd. 13 (1985), H. 1, S. 77–86. (Bearb.): Augsburger Buchholzschnitt der Frühdruckzeit aus der Sammlung Kurt Bösch. Universitätsbibliothek Augsburg 1986. „Schwäbische Bibliotheken stellen sich vor“. Zu einer Ausstellung mit ausgewählten Werken. In: Bibliotheksforum Bayern, Bd. 15 (1987), S. 115–131. (Hrsg., mit Rudolf Frankenberger): Wertvolle Handschriften und Einbände aus der ehemaligen Oettingen-Wallersteinschen Bibliothek. Reichert, Wiesbaden 1987, ISBN 3-88226-379-2. Die Schüler des Augsburger Jesuitengymnasiums 1582–1614 (= Materialien zur Geschichte des Bayerischen Schwaben, Bd. 20). AV-Verlag, Augsburg 1994, ISBN 3-925274-62-6. (mit Rüdiger May): 450 Jahre Universität Dillingen (1549–1999). Eine Ausstellung des Staatsarchivs Augsburg und der Studienbibliothek Dillingen [11. Juni bis 9. Juli 1999] (= Staatliche Archive Bayerns, Bd. 11). Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, München 1999, ISBN 3-921635-49-7. Entwicklung, Bedeutung und Einfluß der Ausbildung von Geistlichen an der Universität Dillingen. In: Jahrbuch des Historischen Vereins Dillingen an der Donau, Bd. 100 (1999), S. 292–324. Die Guardiane des Kapuzinerklosters Donauwörth. In: Mitteilungen des Historischen Vereins für Donauwörth und Umgebung, Jg. 2003/2004, S. 75–98.

Einzelnachweise

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