Josef Riedmiller (* 12. August 1925 in Holzgünz; † 22. August 2018 in München) war ein deutscher Journalist. Er war Leiter des Ressorts Außenpolitik und stellvertretender Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung.
Werdegang Riedmiller nahm ab 1943 als Soldat der Wehrmacht am Zweiten Weltkrieg teil. 1945 erlitt er bei Breslau eine schwere Verwundung, die eine Amputation nach sich zog. Nach Studium und Volontariat begann er seine journalistische Laufbahn 1952 bei der Isarpost in Landshut.
Über Redaktionen in Landshut und Würzburg kam er 1960 nach München zur Süddeutschen Zeitung (SZ). Anfangs schrieb er über Regionales und über die CSU. Von 1966 bis 1972 war Riedmiller Korrespondent der SZ in Moskau und berichtete als solcher über die Sowjetunion. Anschließend trat er in die Ressortleitung der Außenpolitik der SZ ein. Ab 1987 war er zusätzlich stellvertretender Chefredakteur. 1992 trat er in den Ruhestand ein.
Auch im Ruhestand betätigte er sich weiterhin als Autor für die SZ und engagierte sich bei der Gesellschaft für Außenpolitik. Anders als sein SZ-Kollege Dieter Schröder, der Atlantiker war, verstand sich Riedmiller eher als Mitteleuropäer. 1994 wurde Riedmiller das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.
Einzelnachweise
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