Kudypy () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki.

Geographische Lage Kudypy liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, fünf Kilometer südwestlich der Stadt Morąg bzw. 21 Kilometer nordwestlich der Kreismetropole Ostróda.

Geschichte Das kleine Dorf Kuhdiebs, um 1785 auch Kuhediebs genannt, war ein Gutsort, bis 1928 am Rande der Stadt Mohrungen gelegen.Dietrich Lange: Kuhdiebs, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Kuhdiebs Im Jahre 1785 wurde es mit sieben Feuerstellen und der Pfarrei Mohrungen zugehörig genannt.

Als im Jahre 1874 der Amtsbezirk Himmelforth im ostpreußischen Kreis Mohrungen errichtet wurde, gehörte der Gutsbezirk Kuhdiebs von Anfang an dazu.Rolf Jehke: Amgtsbezirk Himmelforth

Im Jahre 1885 zählte Kuhdiebs 39 Einwohner, im Jahre 1910 waren es 31.Meyers Gazetteer: Kuhdiebs

Am 26. Januar 1898 wurde das Gutsdorf aus dem Amtsbezirk Himmelforth in den Amtsbezirk Venedien umgegliedert, und schließlich am 31. Oktober 1928 in die Stadtgemeinde Mohrungen eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Venedien

Im Jahre 1945 erhielt Kuhdiebs nach der in Kriegsfolge vorgenommenen Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen an Polen die polnische Namensform „Kudypy“. Heute ist das Dorf eine Osada (= „Siedlung“) innerhalb der Stadt-und-Landgemeinde Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religion Bis 1945 war Kuhdiebs kirchlich zur Stadt Mohrungen hin orientiert: zur evangelischen St.-Peter-und-Paul-Kirche in der Kirchenprovinz Ostpreußen in der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 466 sowie zur dortigen römisch-katholischen Pfarrei St. Joseph im damaligen Bistum Ermland.

Auch heute gehört Kudypy kirchlich zur Stadt Morąg: zur katholischen Pfarrei St. Joseph, deren Pfarrkirche jetzt die bisher evangelische Kirche ist und jetzt zum Bistum Elbląg gehört, und zur evangelischen Kirchengemeinde, die jetzt eine Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Ausgburgischen Kirche in Polen ist.

Verkehr Kudypy liegt an einer Nebenstraße, die in der Stadt Morąg von der Woiwodschaftsstraße 527 (frphere deutsche Reichsstraße 133) abzeigt und über Jędrychówko und Wola Kudypska bis nach Wenecja führt.

Die nächste Bahnstation ist Morąg und liegt an der Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo (– Elbląg). Von 1909 bis 1992 war Kuhdiebs resp. Kudypy selber eine Bahnstation,Atlas Kolejowy: Haltepunkt Morąg Kudypy die bis 1929 „Kuhdiebs“, danach bis 1945 „Mohrungen-Stadtwald“ und bis zur Schließung „Morąg Kudypy“ hieß. Die Station lag an der Bahnstrecke Wormditt–Mohrungen–Liebemühl–Osterode, die heute nun nicht mehr existiert und demontiert worden ist.

Einzelnachweise

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