Hans Matthias Wolff (* 5. Oktober 1912 in Berlin; † 10. November 1958) war ein deutsch-US-amerikanischer Germanist und Hochschullehrer.Karl S. Guthke (Hrsg.): Dichtung und Deutung. Gedächtnisschrift für Hans M. Wolff. Francke, Bern 1961, darin S. 7f. (Hans M. Wolff, 1912–1958, mit Lebensdaten) u. S. 163–166 (Veröffentlichungsliste).

Leben und Wirken Hans M. Wolff, ein Sohn des deutschen Juristen, Schriftstellers und Übersetzers Max Joseph Wolff, absolvierte zunächst eine Lehre als Bankkaufmann und studierte dann Rechtswissenschaft an der Universität Hamburg. Dort promovierte er 1934 bei Rudolf Laun. Sein eigentliches Interessengebiet war jedoch die Literaturwissenschaft, Philosophie und Psychologie. Hierfür reiste er nach Paris und 1936 in die USA, wo er 1938 an der Brown University zum Ph.D. im Fach Germanistik über Heinrich von Kleist promovierte. Zunächst arbeitete er als Hochschullehrer an der University of Texas at Austin, dann an der University of California, Berkeley bis zu seinem frühen Tod 1958. Er veröffentlichte über Heinrich von Kleist, Johann Wolfgang von Goethe und Thomas Mann (bereits zwei Jahre nach dessen Tod), außerdem philosophische Schriften.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Das Recht des polizeilichen Notstandes in Preußen. Sporn, Zeulenroda 1934 (= Dissertation Universität Hamburg). Heinrich von Kleist als politischer Dichter. In: University of California publications in modern philology, Bd. 27 (1947), H. 6, S. 343–521 (= Dissertation an der Brown University). Die Weltanschauung der deutschen Aufklärung in geschichtlicher Entwicklung. Francke, Bern 1949 (2. Aufl. 1963). Goethes Weg zur Humanität. Francke, Bern 1951. Heinrich von Kleists 'Findling'. In: University of California publications in modern philology, Bd. 36 (1952), H. 13, S. 441–454. Goethe in der Periode der Wahlverwandtschaften (1802–1809). Francke, Bern 1952. Heinrich von Kleist. Die Geschichte seines Schaffens. Francke, Bern 1954. Goethes Novelle 'Die Wahlverwandtschaften'. Ein Rekonstruktionsversuch. University of California Press, Berkeley 1955. Friedrich Nietzsche. Der Weg zum Nichts (= Sammlung Dalp, Bd. 83). Francke, Bern 1956. Plato. Der Kampf ums Sein. Francke, Bern 1957. Thomas Mann. Werk und Bekenntnis. Francke, Bern 1957. (mit Karl S. Guthke): Das Leid im Werke Gerhart Hauptmanns. Fünf Studien. Francke, Bern 1958. Spinozas Ethik. Eine kritische Einführung. Lehnen, München 1958. Arthur Schopenhauer. Hundert Jahre später. Francke, Bern/München 1960. Leibniz. Allbeseelung und Skepsis. Francke, Bern 1961.

Einzelnachweise

Kategorie:Literaturwissenschaftler Kategorie:Hochschullehrer (University of Texas at Austin) Kategorie:Hochschullehrer (University of California, Berkeley) Kategorie:Deutscher Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1912 Kategorie:Gestorben 1958 Kategorie:Mann