Ulrich Schiller (* 24. Juni 1926 in Mittelwalde, Provinz Niederschlesien; † 16. Januar 2012 in Köln) war ein deutscher Journalist. Er war Auslandskorrespondent der ARD und Chefredakteur von Radio Bremen.
Werdegang Schiller kämpfte ab 1943 als Soldat der Luftwaffe der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. 1945 geriet er in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1949 zurückkehrte. Anschließend studierte er Slawistik und wurde 1956 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit einer Dissertation über die Syntax der slawischen Sprachen zum Dr. phil. promoviert.
Ab 1956 betätigte sich Schiller als Journalist. Von 1960 bis 1966 war er ARD-Korrespondent in Belgrad, von 1966 bis 1969 war er in gleicher Funktion in Moskau. Von 1970 bis 1973 war er Chefredakteur bei Radio Bremen. Von 1973 bis 1989 berichtete er als Korrespondent für den ARD-Hörfunk aus Washington, D.C., von 1975 bis 1996 berichtete er auch für die Wochenzeitung Die Zeit aus den Vereinigten Staaten. 1989 war er erster Träger des Medienpreises der Steuben-Schurz-Gesellschaft.
Monographien (Auswahl) Zwischen Moskau und Jakutsk. Die Sowjetunion im Wettlauf gegen die Zeit. Wegner Verlag, Hamburg 1970, ISBN 978-3803201355. Macht außer Kontrolle. Geheime Weltpolitik von Chruschtschow bis Bush. Aufbau-Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-351-02561-0. Deutschland und „seine“ Kroaten. Vom Ustasa-Faschismus zu Tudjmans Nationalismus. Donat Verlag, Bremen 2009, ISBN 3-938-27570-7.
Weblinks Website von Ulrich Schiller
Einzelnachweise
Kategorie:Chefredakteur Kategorie:Hörfunkjournalist Kategorie:Zeitungsjournalist Kategorie:Auslandskorrespondent Kategorie:ARD-Korrespondent Kategorie:Person (Westdeutscher Rundfunk) Kategorie:Person (Radio Bremen) Kategorie:Person (Die Zeit) Kategorie:Slawist Kategorie:Absolvent der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1926 Kategorie:Gestorben 2012 Kategorie:Mann