Bogaczewo () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki. mini|Güldenboden auf einer Karte von 1799

Geographische Lage Bogaczewo liegt 1000 Meter westlich des Jezioro Narie () im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, vier Kilometer östlich der Stadt Morąg bzw. 22 Kilometer nördlich der Kreismetropole Ostróda.

Geschichte Das einstige GüldenbodenDietrich Lange: Güldenboden, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) war bereits zur Zeit des Deutschen Ordens ein Dorf nach Kulmer Recht und gehörte zum Kammeramt Mohrungen in der Komturei Elbing.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Güldenboden (Landkreis Mohrungen)

Im Jahre 1395 wurde Güldenboden zum ersten Mal urkundlich erwähnt, im Jahre 1420 wurde dem Caspar Micke die Handfeste über Land in Güldenboden verliehen, und 1437 fand sich eine Eintragung im Zinsbuch des Ordens.

1785 war der Ort ein cöllmisches Dorf mit 39 Feuerstellen im Domänenamt Mohrungen sowie im Kirchspiel Mohrungen. 1820 wurde es als königliches Bauerndorf mit 43 Feuerstellen bei 248 Einwohnern bezeichnet.

Als 1874 der Amtsbezirk Himmelforth im ostpreußischen Kreis Mohrungen errichtet wurde, gehörte Güldenboden von Anfang an dazu.Rolf Jehke: Amtsbezbezirk Himmelforth

Im Jahre 1885 waren in Güldenboden 501 Einwohner gemeldet, im Jahre 1910 waren es 423. Ihre Zahl veränderte sich bis 1933 auf 445 und belief sich 1939 auf 429.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Mohrungen

Als 1945 in Folge des Zweiten Weltkrieges das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, erhielt Güldenboden die polnische Namensform „Bogaczewo“.Das Dorf liegt nur 30 Kilometer südöstlich es gleichnamigen Ortes Bogaczewo () nahe Elbląg, der als Bahnknotenpunkt Bedeutung hat Der Ort ist heute eine Dorf innerhalb der Stadt-und-Landgemeinde Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet. Im Jahre 2021 zählte Bogaczewo 485 Einwohner.

Religion Güldenboden gehörte bis 1945 kirchlich zu Mohrungen: zum evangelischen Kirchspiel der St.-Peter-und-Paul-Kirche in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen UnionWalther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens. Band 3 Dokumente. Göttingen 1968, S. 446. und zur römisch-katholischen Pfarrei St. Joseph im damaligen Bistum Ermland.

Heute gehört Bogaczewo kirchlich auch zu Morąg mit der katholischen Pfarrei St. Joseph und der evangelischen Kirchengemeinde, die jetzt eine Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen ist.

Verkehr Bogaczewo ist über eine Nebenstraße zu erreichen, die in der Stadt Morąg von der Woiwodschaftsstraße 527 (frühere Reichsstraße 133) abzweigt und bis nach Rybakówka am Jezioro Narie führt. In Bogaczewo kreuzt sie eine andere Nebenstraße, die von der Woiwodschaftsstraße 528 bei Niebrzydowo Wielkie kommt und bis nach Żabi Róg führt.

Die nächstgelegene Bahnstation ist Morąg an der Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo (–Elbląg).

Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Güldenboden

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1395 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Morąg