Île Leprédour ist eine Insel in der Baie de Saint-Vincent im Südwesten des französischen Überseegebiets Neukaledonien. Sie liegt im ältesten Meeresschutzgebiet Frankreichs und ist das älteste terrestrische Naturreservat Neukaledoniens.Les 20 premières AMP créées milieumarinfrance.fr, 17. Februar 2024, abgerufen am 11. Juli 2026 (französisch) Die Insel ist nach dem französischen Admiral Fortuné Joseph Hyacinthe Le Prédour (1793–1866) benannt.Marie Thérèse Faure-Bourdoncle, Georges Kling: Les rues de Nouméa Fenixx, 1988, S. 184 (französisch) Ihr Zutritt ist verboten.
Fauna und Flora Die Insel wird von Wildkaninchen und Mähnenhirschen bevölkert. Wildkaninchen wurden hier bereits 1870 für die Jagd ausgesetzt und haben sich lange Zeit unkontrolliert vermehrt. Ihr Höhlenbau hat zu schweren Erosionen und ihre Nahrungssuche zu starken Veränderungen der Inselflora geführt. Zusammen mit den Mähnenhirschen haben sie den ursprünglichen Trockenwald zum großen Teil zerstört sowie die auf der Île Leprédour endemische Klebsamengewächseart Pittosporum tanianum fast komplett ausgerottet. Eine 2001 auf der Insel entdeckte letzte Pflanze der Art wurde umgesiedelt.A New Caledonian tree thought to be extinct has been rediscovered panda.org, 30. Oktober 2002, abgerufen am 11. Juli 2026 (englisch)
Seit 2011 gibt es ein staatliches Programm zur Ausrottung der Kaninchen-, Hirsch- und Rattenbestände auf der Insel, bei dem sowohl Fallen als auch Schusswaffen eingesetzt werden dürfen.Oryctolagus cuniculus L'Union Internationale pour la Conservation de la Nature, 25. Juli 2017, abgerufen am 11. Juli 2026 (französisch)Délibération n° 479-2011/BAPS/DENV du 11 août 2011 mobijuridoc.gouv.nc, 11. August 2011, abgerufen am 11. Juli 2026 (französisch) Bis 2023 wurden dort rund 20.000 Kaninchen entnommen.Les lapins, un danger sous-estimé actu.nc, 11. Mai 2023, abgerufen am 11. Juli 2026 (französisch) Zu den weiteren Tierarten gehören Geckos wie der Leprédour-Braungecko (Bavayia lepredourensis), verschiedene Skinke wie Caledoniscincus atropunctatus und Fledertiere. Neben einem 180 ha umfassenden Mangrovenwald und einem 30 ha großen Trockenwald sind auf der Insel die endemische Myrtengewächseart Eugenia lepredourii, die Sapotengewächseart Pycnandra sclerophylla, die Lippenblütlerart Oxera grandiflora, die Ebenholzgewächseart Diospyros pustulata und die Kletterlianenart Oxera balansae vertreten.Île Leprédour province-sud.nc, abgerufen am 11. Juli 2026 (französisch) 2014 wurde ein Pilotprojekt zur Wiederaufforstung mit Graueichen (Quercus grisea), Sandelholzbaum und Mimusops gestartet. Dafür wurden 13 km Feldwege angelegt.Reboisement de l'ile Lepredour, un site pilote la1ere.franceinfo.fr, 30. Januar 2014, abgerufen am 11. Juli 2026 (französisch)
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