Joseph Anton Gschwender (* 1811 in Pfronten; † 17. November 1888 in Marktoberdorf) war ein deutscher Landwirt und Bürgermeister sowie Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten.

Leben Joseph Anton Gschwender war der Sohn eines Krämers und besuchte das Allgäu-Gymnasium Kempten. Er hatte den Beruf des Schreiners erlernt und betrieb im Nebenerwerb eine Landwirtschaft. Von 1848 bis 1851 und von 1857 bis 1881 war er Marktvorsteher (Bürgermeister) in Marktoberdorf. Während seiner Amtszeit hatte er wesentlichen Anteil an der Gründung der Oberdorfer Freiwilligen Feuerwehr (damals Turnerfeuerwehr).Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Marktoberdorf Digitalisat

Von 1849 bis 1855 und von 1869 bis 1875 gehörte er der Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den Bayerischen Landtag bildete, an. Er wurde in der 13. Wahlperiode im Wahlbezirk Kempten gewählt.

Gschwender engagierte sich in der Politik, trat der Bayerischen Patriotenpartei bei und gehörte zu der Gruppe von Abgeordneten, die sich unter Führung von Max Huttler gegen die von Joseph Edmund Jörg geführte ablehnende Fraktionsmehrheit stellte und mit den Liberalen für die Kriegskredite (19. Juli 1870) und für die Novemberverträge (21. Januar 1871) stimmte. So war der Weg Bayerns in das Kaiserreich geebnet.

Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 8. Wahlperiode)

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Einzelnachweise

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