Woryty Morąskie () ist ein Ortsteil des Dorfes Gulbity in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki.

Geographische Lage Woryty Morąskie liegt 400 Meter westlich des Jezioro Narie () im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, sechs Kilometer nordöstlich der Stadt Morąg bzw. 26 Kilometer nördlich der Kreismetropole Ostróda.

Geschichte Das heutige Woryty Morąskie – vormals auch Wiriten, später Worithen – bestand bereits zur Zeit des Deutschen Ordens und war ein Gut im Kammeramt Mohrungen.Dietrich Lange: Woritten, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Woritten (bei Mohrungen) Im Jahre 1325 verlieh Hochmeister Werner von Orseln den Brüdern Coglande und Boguslav Land in den Feldern von Wiriten. 1437 war Worithen im Zinsbuch des Ordens verzeichnet.

1820 wurde Woritten als ein Vorwerk mit fünf Feuerstellen bei 42 Einwohnern im Kirchspiel Mohrungen bezeichnet, zugehörig zum Gut Reichertswalde. 1885 zählte der Ort 62 Einwohner, im Jahre 1905 waren es 76.

Am 30. September 1928 schließlich wurde das Vorwerk Woritten aus dem Gutsbezirk Reichertswalde in die Landgemeinde Golbitten umgegliedert.

Infolge des Zweiten Weltkrieges wurde das gesamte südliche Ostpreußen 1945 an Polen abgetreten. Woritten erhielt die polnische Namensform „Woryty Morąskie“.Ortsname mit Zusatzbezeichnung zur Unterscheidung von dem Ort Woryty Zalewskie in demselben Kreis Mohrungen (heute im Powiat Iławski gelegen) Der ehemalige Gutsort ist heute ein Ortsteil („część wsi“) von Gulbity innerhalb der Stadt-und-Landgemeinde Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religion Bis 1945 war Woritten in die evangelische St.-Peter-und-Paul-Kirche der Stadt Mohrungen im Kirchenkreis Mohrungen innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 466 außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Joseph in Mohrungen im Dekanat Pomesanien im damaligen Bistum Ermland.

Der Bezug zur Stadt Morąg besteht auch heute: katholischerseits zur Pfarrei St. Joseph, jetzt mit der einst evangelischen Pfarrkirche St. Peter und Paul, im Dekanat Morąg im jetzigen Bistum Elbląg, sowie zur evangelischen Kirchengemeinde der Stadt, die heute eine Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen ist.

Verkehr Woryty Morąskie liegt an einer Nebenstraße, die bei Niebrzydowo Wielkie von der Woiwodschaftsstraße 528 abzweigt und über Gulbity und Bogaczewo bis nach Żabi Róg führt. Lokale Nebenstraßen von Jurki bzw. Worytki kommend enden in Woryty Morąskie.

Die nächste Bahnstation ist der Bahnhof in Morąg an der Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo (– Elbląg). Bis 1945 bestand über die Bahnstation Groß Hermenau auch Anschluss an die Bahnstrecke Mohrungen–Wormditt, die nicht mehr existiert.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Morąg