Csongor Lőrincz, , (* 1977 in Csíkszereda, Siebenbürgen, Rumänien) ist ein in Deutschland lehrender Literaturwissenschaftler und Professor für Ungarische Literatur und Kultur an der Berliner Humboldt-Universität.
Leben Csongor Lőrincz wurde 1977 in Csíkszereda geboren und gehört zur Minderheit der Szekler. Er studierte von 1995 bis 1999 ungarische und deutsche Literaturwissenschaft an der Babeș-Bolyai-Universität Cluj. 2004 promovierte Lőrincz im Fach Komparatistik an der Eötvös-Loránd-Universität (ELTE). Von 2005 bis 2008 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Seminar der Universität Basel. Seit 2008 lehrt Lőrincz an der Humboldt-Universität, zuerst als Vertretungsprofessor und seit 2009 als ordentlicher Professor. Er leitet das Fachgebiet Ungarische Literatur und Kultur. 2014 habilitierte er sich an der Universität Szeged.
Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören u. a. die Theorie und Geschichte der Lyrik vom 19. bis zum 21. Jahrhundert, die Biopoetik und die Wissenschaftsgeschichte der Kultur- und Geisteswissenschaften.
Publikationen (Auswahl) Zeugnisgaben der Literatur. Zeugenschaft und Fiktion als sprachliche Ereignisse. transcript, Bielefeld 2016, ISBN 978-3-8394-3098-9.
Als Herausgeber: Ereignis Literatur. Institutionelle Dispositive der Performativität von Texten. transcript, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-8394-1894-9. Zwischen Pygmalion und Gorgo. Die Gegenwart des Bildes in der Sprache. Kadmos, Berlin 2013, ISBN 978-3-96750-019-6. Wissen – Vermittlung – Literatur. Studien zu den ungarischen Geistes- und Kulturwissenschaften um 1900. Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2015, ISBN 978-3-4122-2530-8.
Einzelnachweise
Kategorie:Finnougrist Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin) Kategorie:Szekler Kategorie:Ungar Kategorie:Geboren 1977 Kategorie:Mann Kategorie:Ungarischer Emigrant in Deutschland