Helmut Luley (* 30. September 1948 in Arnsberg) ist ein deutscher Bauforscher, Prähistoriker und Denkmalpfleger.

Werdegang Helmut Luley studierte von 1971 bis 1974 Architektur an der Fachhochschule Köln mit den Schwerpunkten Baukonstruktion, Entwurf und Gestaltung. Nach Ablegung der Prüfung zum Diplom-IngenieurTitel der Diplom-Arbeit: Einkaufs- und Kommunikations-Zentrum Ortsteil Weiss (Köln): Historische Bestandsaufnahme - Neuzeitliche Einbindung - Regionale Nutzung (unveröffentlicht). war er von 1974 bis 1978 als freischaffender Architekt in verschiedenen Denkmalpflege-Projekten und Baubestandsaufnahmen tätig.

Von 1974 bis 1978 studierte er Ur- und Frühgeschichte, Europäische Ethnologie und Quartärgeologie an der Universität zu Köln und der Universität Bonn. 1990 wurde er an der Universität Köln mit der Arbeit Urgeschichtlicher Hausbau in Mitteleuropa. Grundlagenforschung, Umweltbedingungen und bautechnische RekonstruktionenUrgeschichtlicher Hausbau in Mitteleuropa: Grundlagenforschungen, Umweltbedingungen und bautechnische Rekonstruktionen (= Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie. Band 7). Habelt, Bonn 1992. zum Dr. rer. nat. promoviert.

Von 1978 bis 1985 übernahm er die wissenschaftliche Leitung des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen.; ; 1985 wurde er am Lippischen Landesmuseum Detmold Museumskustos für die kulturgeschichtlichen Abteilungen und Leiter der archäologischen Denkmalpflege für den Kreis Lippe.Neujahrsgruß-Landschaftsverband Westfalen-Lippe-Archäologie für Westfalen 1987, S. 8 f.;

1993 übernahm Luley die Stelle des Leiters der Abteilung Denkmalschutz und des stellvertretenden Dienststellenleiters des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland in Bonn.Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege. Bericht des Leiters für das Jahr 1993. In: Bonner Jahrbücher 194, 1994, S. ?.

Im Ruhestand seit 2014 ist er freiberuflich als wissenschaftlicher Berater in der Archäologie, Denkmalpflege und Architektur/Bauforschung tätig.

Lehrtätigkeiten Seminare und Übungen am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln: Sommersemester 1995 bis Sommersemester 2002 zu Themen der Archäologie und Bodendenkmalpflege am Niederrhein.Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege. Bericht des Leiters für das Jahr, In: Bonner Jahrbücher 196, 1996 - 202/203, 2002/2003

Beratende Tätigkeiten Mitglied der Arbeitsgruppe „Denkmalschutz“ des Städtetages Nordrhein-Westfalen, 1994-2013 Mitglied im Beirat zur Neugestaltung des Umfeldes des Neanderthal Museums, 2000 Mitglied im Beirat zur Konzeption, Einrichtung und Gestaltung der Römerthermen Zülpich, 2000-2008 Mitglied und Sprecher der Kommission „Illegale Archäologie“ im Verband der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland, 2005-2013 Mitglied in der Bau- und Planungsgruppe ImmoVisio Estate GmbH, Bonn zur Inwertsetzung der archäologischen Baubefunde der römischen Thermenanlage vom Bonner Vicus im Bonn Marriott World Conference Center, 2014-2016

Schriften (Auswahl) Urgeschichtlicher Hausbau in Mitteleuropa: Grundlagenforschungen, Umweltbedingungen und bautechnische Rekonstruktionen (= Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie. Band 7). Habelt, Bonn 1992 Die Rekonstruktion eines Hauses der Rössener Kultur im archäologischen Freilichtmuseum Oerlinghausen. In: Mamoun Fansa (Hrsg.): Experimentelle Archäologie in Deutschland. Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 4, Oldenburg 1990, S. 31–44. Wohnen und Wohnungsbau im urgeschichtlichen Mitteleuropa: Die Umgestaltung menschlichen Lebensraumes in fünf Jahrtausenden. In: Wolfram Hoepfner (Hrsg.): Geschichte des Wohnens. Band 1: 5000 v. Chr. - 500 n. Chr.: Vorgeschichte, Frühgeschichte, Antike. Stuttgart 1999, S. 737–784 Römische Badeanlage auf Reisen - ein gewichtiger Umzug Bonner Stadtgeschichte. In: Archäologie im Rheinland. 2006, S. 94–95 Der Industriearchäologische Park Oberhausen: Konservierung - Präsentation – Schutzbau. In: Martin Müller, Thomas Otten, Ulrike Wulf-Rheidt (Hrsg.): Schutzbauten und Rekonstruktionen in der Archäologie. Von der Ausgrabung zur Präsentation. Tagung Xanten 2009. Mainz 2011, S. 343–354 Sicherung und Präsentation römischer Thermenbefunde im Rheinland. In: Frontinus-Gesellschaft e. V. (Hrsg.): SPA. Sanitas Per Aquam. Tagungsband des Internationalen Frontinus-Symposiums zur Technik- und Kulturgeschichte der antiken Thermen, Aachen, 18. – 22. März 2009. BABesch Suppl. 21, Leuven 2012, S. 357–360 Pragmatischer Umgang mit der Schatzsucher- und Raubgräber-Szene im Rheinland und Die Arbeit der Kommission „Illegale Archäologie“ im Verband der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland. In: Peter-René Becker und Christina Wawrzinek (Hrsg.): Raubgräber und Grabräuber. Mainz 2013, S. 77-84 bzw. 175-177 Wellness wo schon die Römer badeten. Die römische Thermenanlage vom Bonner Vicus im Bonn Marriott World Conference Hotel - Sportpark Visiolife. Detmold 2017 Römisches Bonn 2.0. Die In-Wert-Setzung der römischen Badeanlage des Bonner vicus. In: Michaela Aufleger und Petra Tutlies (Hrsg.): Das Ganze ist die Summe seiner Teile. Festschrift für Jürgen Kunow. Materialien zur Bodendenkmalpflege im Rheinland 27, Bonn 2018, S. 587–592 Wellness für Körper und Geist. Römische Thermen in Bonn. In: Archäologie in Deutschland. 5/2019, S. 70–71

Einzelnachweise

Kategorie:Prähistoriker Kategorie:Bauforscher Kategorie:Museumsleiter (Deutschland) Kategorie:Denkmalpfleger (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1948 Kategorie:Mann