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Jakutisches Theologisches Seminar () ist eine Bildungseinrichtung der Eparchie Jakutsk der orthodoxen Kirche, die Kleriker und Kirchenbedienstete ausbildet.

Von 1858 bis 1870 und von 1884 bis 1920 bestand sie als mittlere geistliche Lehranstalt. Sie war die erste professionelle Bildungseinrichtung auf dem Territorium Jakutiens und spielte eine sehr wichtige Rolle bei der Verbreitung der Lese- und Schreibfähigkeit.

Am 19. Juli 2006 nahm die Geistliche Schule Jakutsk ihre Tätigkeit wieder auf. Am 5. Oktober 2011 wurde die Geistliche Schule Jakutsk durch Beschluss des Heiligen Synods der ROK in das Geistliche Seminar Jakutsk umgewandelt.

Geschichte Im Jahr 1800 wurde eine Petition des Fürsten des Changalasski-Ulus, Ilja Schadrin, an Kaiser Paul I. mit der Bitte um Eröffnung einer geistlichen Schule in Jakutien gerichtet. Der Heilige Synod beschloss, eine geistliche Bildungseinrichtung mit missionarischer Ausrichtung beim Spasski-Kloster in Jakutsk zu eröffnen. Am 1. Januar 1801 nahm diese Schule ihre Arbeit auf.

Am 21. Januar 1870 wurde das Gebäude des Geistlichen Seminars und der Geistlichen Schule durch einen Brand zerstört. Aus diesem Grund wurde das Geistliche Seminar Jakutsk am 17. Juni per Beschluss des Heiligen Synods nach Blagoweschtschensk verlegt

Im Jahr 1884 wurde das Seminar durch die Bemühungen des Bischofs von Jakutsk und Wiljuisk, Iakow (Domski), und der Diözesangeistlichkeit wiedererrichtet.

Das neue zweistöckige Holzgebäude des Seminars von Jakutsk wurde im Jahr 1887 erbaut.

Per Dekret des Jakutsker Gouvernements-Revolutionskomitees vom 5. April 1920 wurden sämtliche geistlichen Bildungseinrichtungen in Jakutsk aufgelöst.

Am 19. Juli 2006 nahm die Geistliche Schule Jakutsk durch Beschluss des Heiligen Synods der ROK ihre Tätigkeit wieder auf. Am 1. September desselben Jahres fand die Eröffnung der Geistlichen Schule statt. Die Schüler wurden von der Eparchie Jakutsk versorgt. Der Lehrgang war auf zwei Jahre angelegt. Neben den Grundlagen des orthodoxen Glaubens sowie der moralischen und dogmatischen Theologie sah die Schule auch Unterricht in der Geschichte Jakutiens, der jakutischen Sprache und der Geschichte der Orthodoxie in Jakutien vor.

Literatur Корнильцев А. Н. Якутская духовная семинария: опыт прошлого, взгляд в будущее // Материалы V Международной студенческой научно-богословской конференции Санкт-Петербургской православной духовной академии. Сборник докладов. 2013. — С. 222—227. Павлов А. А. Первое среднее учебное заведение Якутии — Якутская духовная семинария // Северо-Восточный гуманитарный вестник. 2014. — № 1 (8). — С. 11-14. Корнильцев А. Н. История Якутской духовной семинарии (краткий исторический очерк) // Сборник трудов Якутской духовной семинарии. — 2014. — № 1. — С. 93—105. Тишина Т. П. Опыт преподавания истории культуры народов Севера (Якутии) в Якутской духовной семинарии // Сборник трудов Якутской духовной семинарии. 2017. — № 4. — С. 143—147. Никандр (Горбатюк), иером., Евгения (Сеньчукова), ин. Особенности развития духовной школы на примере Якутской духовной семинарии при святителе Иннокентии (Вениаминове) и ректоре епископе Дионисии (Хитровом) // Церковь и время. — 2018. — № 3 (84). — С. 96-108. Юрганова И. И., Корнильцев А. Н. Якутская духовная семинария: историческая миссия в прошлом и настоящем // Сборник трудов Якутской духовной семинарии. 2019. — № 6. — С. 8-13.

Einzelnachweise

Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1858 Kategorie:Orthodoxie in Russland Kategorie:Jakutsk Kategorie:Orthodoxe Bildungseinrichtung Kategorie:Bauwerk aus Holz Kategorie:Erbaut 1887 Kategorie:Organisation (Sacha)