Das sexuelle Interesse am sekundären Geschlechtsmerkmal der menschlichen Achsel beruht auf biologischen Mechanismen der hormonellen Stimulation und der unbewussten chemosensorischen Partnerwahl, die analog zu primären sexuellen Verhaltensweisen funktionieren. Anders als früher vermutet, handelt es sich dagegen weniger um ein psychologisches Phänomen.

Noch bis in die 90er Jahre wurde dies als Achselfetischismus (klinisch Maschalagnie) bezeichnet und für einen sexuellen Fetischismus gehalten, bei der die menschliche Achsel im Zentrum des sexuellen Interesses stehe. Dieses Phänomen habe sich meist durch das Betrachten, Küssen, Streicheln oder den direkten Körperkontakt mit der Achselregion geäußert.

Der Einfluss des Achselgeruchs auf die Partnerwahl mini|Achselhöhle eines Mannes mini|Achselhöhle einer Frau Die biologische und evolutionäre Relevanz der Achselregion für die menschliche Sexualität und Partnerwahl ist Gegenstand moderner neurobiologischer und endokrinologischer Forschung, wobei die Reaktionen stark von Geschlecht und sexueller Orientierung beeinflusst werden. Eine im Jahr 2013 veröffentlichte Studie untersuchte die physiologischen Auswirkungen von Achselgerüchen auf heterosexuelle Männer. Die Ergebnisse zeigten, dass das Riechen an Achselsekreten, die von Frauen während der fruchtbaren (periovulatorischen) Phase gewonnen wurden, zu einem signifikanten Anstieg des Testosteron- und Cortisolspiegels im Speichel der Probanden führte und ein gesteigertes subjektives sexuelles Verlangen auslöste. Die Forscher folgerten daraus, dass die menschliche Achselhöhle als Quelle von Chemosignalen dient, die biologische Informationen über den hormonellen Status und die Fruchtbarkeit übertragen.

Im Gegensatz dazu reagieren Männer je nach sexueller Orientierung völlig unterschiedlich auf männliche Achselgerüche. Hirnaktivitätsmessungen (u. a. am Karolinska-Institut) zeigten, dass das Einatmen von Androstendion, einer chemischen Verbindung, die in hoher Konzentration im männlichen Achselschweiß vorkommt, bei homosexuellen Männern direkt den vorderen Hypothalamus aktiviert. Diese Gehirnregion ist für die Verarbeitung sexueller Reize und die hormonelle Steuerung zuständig. Bei heterosexuellen Männern hingegen löst derselbe männliche Achselgeruch keine sexuelle Aktivierung aus, sondern stimuliert lediglich die Standard-Riechrinde (Cortex olfactorius).

Aus evolutionärer Sicht stützen diese Daten die Hypothese, dass die sexuelle Fixierung auf die Achselregion (Maschalagnie) kein rein psychologisches Phänomen ist, sondern auf biologischen Mechanismen der hormonellen Stimulation und der unbewussten chemosensorischen Partnerwahl beruht, die analog zu primären sexuellen Verhaltensweisen funktionieren.

Sexuelle Praktik Bei einer sexuellen Praktik wird der Penis durch die Achselhöhle des Partners stimuliert, was Alex Comfort als gleitmittelfreie Reibung des Penisschafts beschrieb, eine „nicht herausragend lohnende, aber ausprobierenswerte Variante“, sofern beide Partner daran Gefallen finden.

Innerhalb der BDSM- und Fetisch-Subkultur wird der Achselfetischismus im Kontext von Dominanz & Unterwerfung sowie Machtspielen praktiziert.

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