Ronald Lombaya (* 8. Januar 2001 in Augsburg) ist ein deutscher Fußballspieler mit kongolesischer Herkunft, der bis zum Sommer 2026 beim Europa Point FC unter Vertrag stand. Als Mittelfeldspieler wird er bevorzugt im offensiven und zentralen Mittelfeld eingesetzt, kann jedoch – insbesondere in ballbesitzorientierten Spielsystemen – auch als spielgestaltender Sechser agieren. Ausgebildet wurde er in den Nachwuchsleistungszentren (NLZs) des FC Augsburg (U10–U15) und des FC Bayern München (U16–U19).

Nach seinem Wechsel zum FC Bayern im Jahr 2017 etablierte sich Lombaya zunächst in der U16 des deutschen Rekordmeisters und gehörte dort zum Stammpersonal. Ein verletzungsbedingter Rückschlag gegen Ende seiner ersten Saison sowie eine anschließend sportlich schwierige Phase in der U17 und U19 erschwerten jedoch seine weitere Entwicklung, sodass er 2019 bereits mit 18 Jahren den Wechsel in den Herrenfußball vollzog.

Zu den verletzungs- und sportlich bedingten Rückschlägen im Nachwuchsbereich kamen in seinen ersten Herrenjahren die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie (2020–2023) hinzu. Lockdowns, wiederholte Saisonunterbrechungen, vorzeitig beendete Wettbewerbe sowie deren wirtschaftliche Folgen prägten diese Zeit und erschwerten den Aufbau sportlicher Kontinuität beim Übergang in den Herrenfußball. Davon betroffen war auch seine erste Profistation beim slowenischen Zweitligisten NK Rudar Velenje.

Nachdem sich die Pandemie gelegt hatte, absolvierte Lombaya in der Saison 2022/23 seit mehreren Jahren wieder eine komplette Saison. Nach der Hinrunde bei Viktoria Arnoldsweiler wechselte er in der Winterpause zum höherklassigen Regionalligisten Kickers Emden. Über beide Stationen hinweg bestritt er 19 Pflichtspiele. Da sich daraus dennoch keine langfristige Perspektive in Deutschland ergab, nahm er 2024 in Spanien an einem internationalen Sichtungsprojekt teil und wechselte zum FC Villena im gehobenen spanischen Amateurfußball. Von dort schloss er sich zur Rückrunde dem gibraltarischen Erstligisten Europa Point FC an. Dort etablierte er sich in der Saison 2025/26 im offensiven Mittelfeld.

Karriere Jugendzeit beim FC Augsburg und FC Bayern München

Lombaya begann seine fußballerische Laufbahn beim FC Augsburg, für den er von der U10 bis zur U15 spielte. In seiner letzten Saison erzielte er in 24 Einsätzen für die U15 vier Tore, wodurch der FC Bayern München auf den offensiven Mittelfeldspieler aufmerksam wurde und ihn 2016 für sein NLZ verpflichtete. In seiner ersten Saison gehörte er zunächst der U16 des FC Bayern an, die als zweite B-Juniorenmannschaft in der U17-Bayernliga am Spielbetrieb teilnahm und von Danny Schwarz trainiert wurde. In der Saison 2016/17 absolvierte Lombaya dort 20 Ligaspiele und erzielte zwei Tore.

Gegen Ende der Saison 2016/17 erlitt Lombaya einen Innenbandriss, der sich bis in die Vorbereitung auf die folgende Spielzeit hineinzog. Dadurch verpasste er die Sommervorbereitung für seine erste Saison in der U17-Bundesliga. Zur Saison 2017/18 rückte er planmäßig in die zunächst von Tim Walter und später von Holger Seitz trainierte U17-Bundesligamannschaft des FC Bayern auf, konnte nach seiner Rückkehr jedoch nicht mehr an seine Leistungen aus der Vorsaison anknüpfen.

Nach seiner Genesung traf Lombaya auf einen stark besetzten U17-Jahrgang des FC Bayern. Er konkurrierte unter anderem mit Angelo Stiller, Malik Tillman, Ryan Johansson und Jahn Herrmann, die sich später allesamt im Profifußball etablierten. Aufgrund der langen Verletzungspause gehörte Lombaya erst ab dem 7. Spieltag wieder zum Spieltagskader. Der verletzungsbedingte Rückstand sowie die starke Konkurrenz erschwerten ihm die Rückkehr in die Mannschaft erheblich. Unter Holger Seitz kam er nach seiner Genesung lediglich noch zu zwei Kurzeinsätzen in der B-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest. Die Mannschaft erreichte anschließend das Finale um die deutsche U17-Meisterschaft und wurde nach einer 2:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund deutscher Vizemeister.

Zur Saison 2018/19 rückte Lombaya in die U19 des FC Bayern München auf. Unter Trainer Sebastian Hoeneß spielte er in den sportlichen Planungen der Mannschaft keine Rolle und kam weder in der U19-Bundesliga Süd/Südwest noch im DFB-Pokal der Junioren zu einem Pflichtspieleinsatz. Obwohl ihm altersbedingt noch eine weitere Spielzeit im U19-Bereich offenstand, entschied sich Lombaya nach Ablauf der Saison für den Wechsel in den Herrenfußball und schloss sich im Sommer 2019 dem SV Straelen an.

Schwieriger Einstieg in den Herrenfußball während der COVID-19-Pandemie (2019–2023)

SV Straelen und COVID-19-Abbruch (2019/20)

Nach zwei schwierigen Jahren im NLZ des FC Bayern München, die zunächst von einem Innenbandriss und anschließend von ausbleibenden Einsatzzeiten geprägt waren, wechselte Lombaya im Sommer 2019 im Alter von 18 Jahren zum SV Straelen und damit in den Herrenfußball. Der Verein war zuvor aus der Regionalliga West in die Oberliga Niederrhein abgestiegen und strebte den direkten Wiederaufstieg an. Unter Trainerin Inka Grings gab Lombaya am 4. August 2019 in der 1. Runde des Niederrheinpokals bei der 1:2-Auswärtsniederlage gegen den Rather SV sein Pflichtspieldebüt im Seniorenbereich, als er in der Schlussphase eingewechselt wurde. Sein Ligadebüt folgte am 1. Spieltag der Oberliga-Niederrhein-Saison 2019/20 beim 2:0-Heimsieg gegen den Cronenberger SC. Einen weiteren Kurzeinsatz absolvierte er am 4. Spieltag bei der 1:6-Auswärtsniederlage gegen den SC Velbert. Im weiteren Saisonverlauf gehörte Lombaya noch mehrfach zum Spieltagskader, blieb jedoch überwiegend ohne Einsatz.

Ab Februar 2020 fiel Lombaya wegen Knieproblemen aus. Kurz darauf wurde der Spielbetrieb infolge der COVID-19-Pandemie zunächst unterbrochen und die Saison im März vorzeitig beendet. Dadurch endete seine erste Saison im Herrenfußball verletzungs- und pandemiebedingt rund drei Monate früher als geplant. Der SV Straelen stand zum Zeitpunkt des Abbruchs auf dem ersten Tabellenplatz und wurde später zum Meister erklärt, wodurch der Verein in die Regionalliga West zurückkehrte. Lombaya gehörte damit zwar zum Aufstiegskader, kam in der Oberliga-Saison jedoch nur zu zwei Kurzeinsätzen. Seine erste Saison im Herrenfußball endete somit zwar mit dem Aufstieg des Vereins, persönlich jedoch ohne regelmäßige Einsatzzeiten.

1. FC Mönchengladbach und erneuter COVID-19-Abbruch (2020/21)

Nach rund sechs Monaten ohne Mannschaftstraining infolge der COVID-19-Pandemie wechselte Lombaya mit 19 Jahren Ende Juli 2020 zum Oberligisten 1. FC Mönchengladbach. Dort gelang ihm auf Anhieb der Sprung in die Stammformation. Sein Ligadebüt gab er am 3. Spieltag bei der 0:2-Heimniederlage gegen Sportfreunde Niederwenigern. Bis zum 10. Spieltag stand er unter drei verschiedenen Trainern in allen acht Ligaspielen in der Startelf. Dabei wurde er vor allem im offensiven und defensiven Mittelfeld eingesetzt. Am 24. September 2020 bereitete er beim 2:1-Auswärtssieg gegen den FSV Duisburg am 4. Spieltag seinen ersten Treffer im Herrenfußball vor. Drei Tage später erzielte er beim 2:1-Heimsieg gegen den SC Velbert am 5. Spieltag sein erstes Tor im Herrenfußball. Insgesamt kam er auf acht Oberligaeinsätze, ein Tor und eine Vorlage.

Nach dem 10. Spieltag wurde der Spielbetrieb der Oberliga Niederrhein 2020/21 Ende Oktober 2020 infolge der COVID-19-Pandemie erneut unterbrochen. Die Saison wurde nicht wieder aufgenommen und am 19. April 2021 vom Fußballverband Niederrhein ohne Wertung abgebrochen sowie annulliert. Nachdem sich Lombaya beim 1. FC Mönchengladbach erstmals als Stammspieler im Herrenfußball etabliert hatte, wurde der Spielbetrieb infolge der COVID-19-Pandemie erneut unterbrochen und die Saison schließlich ohne Wertung beendet.

NK Rudar Velenje und vorzeitige Vertragsauflösung wegen COVID (2021/22)

mini|Die Seen Škalsko jezero (unten) und Velenjsko jezero (rechts) mit dem Stadion Ob Jezeru, der Heimspielstätte des NK Rudar Velenje, in Velenje (Slowenien). Dort absolvierte Lombaya 2021 seine ersten Einsätze im internationalen Profifußball.

Zur Saison 2021/22 wechselte Lombaya zum slowenischen Zweitligisten NK Rudar Velenje. Mit 20 Jahren absolvierte er damit seine erste Auslandsstation und zugleich sein erstes Engagement im internationalen Profifußball. Sein Pflichtspieldebüt gab er am 2. Spieltag beim 1:0-Auswärtssieg gegen NK Rogaška, als er in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde. Am 7. Spieltag bereitete er beim 4:1-Heimsieg gegen NK Drava Ptuj seine erste Torvorlage im Profifußball vor. Im weiteren Verlauf der Hinrunde kam er überwiegend als Einwechselspieler zum Einsatz und gehörte regelmäßig zum Spieltagskader. Insgesamt stand Lombaya in der Hinrunde zwölfmal im Kader, absolvierte acht Ligaspiele und bereitete eine Torvorlage vor.

Im Winter 2021/22 wurde Lombayas Vertrag vorzeitig aufgelöst. Hintergrund waren die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, infolge derer zahlreiche Vereine ihre Kader verkleinerten oder personell neu ausrichteten. Auch Rudar Velenje trennte sich in diesem Zuge von mehreren ausländischen Spielern, wodurch Lombayas erste Station im internationalen Profifußball vorzeitig endete. Die ersten Jahre von Lombayas Herrenkarriere waren somit sowohl von den unmittelbaren als auch den mittelbaren Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt. Dadurch kam es über einen längeren Zeitraum wiederholt zu Unterbrechungen seiner sportlichen Laufbahn.

Die pandemiebedingten Unterbrechungen ab 2020 schlossen damit unmittelbar an die verletzungs- und einsatzbedingten Rückschläge seiner letzten beiden Juniorenjahre beim FC Bayern München (2017–2019) an. Der Übergang in den Herrenfußball war für Lombaya somit über mehrere aufeinanderfolgende Spielzeiten von Rückschlägen geprägt. Mit dem Ende der COVID-19-Pandemie stabilisierte sich seine Situation jedoch wieder.

Erste Saison ohne pandemiebedingte Unterbrechungen: Viktoria Arnoldsweiler und Kickers Emden (2022/23)

mini|Das Ostfriesland-Stadion, Heimspielstätte der Kickers Emden. Nach seinem Wechsel zur Rückrunde der Saison 2022/23 bestritt Lombaya hier seine ersten Heimspiele in der Regionalliga Nord und sammelte seine ersten Einsätze auf Regionalliga-Niveau.

Nachdem sich die COVID-19-Pandemie (2020–2023) allmählich gelegt hatte und der reguläre Spielbetrieb wieder aufgenommen worden war, begann für Lombaya mit dem Wechsel zum Oberligisten Viktoria Arnoldsweiler die erste vollständige Saison ohne pandemiebedingte Unterbrechungen seit seinem Wechsel in den Herrenfußball 2019. Dort kam er in der Hinrunde in neun Ligaspielen zum Einsatz, davon fünfmal in der Startelf. Sein erstes Tor für den Verein erzielte er beim 5:1-Auswärtssieg gegen FC Hennef 05 am 5. Spieltag. Am 15. Spieltag bereitete er beim 3:2-Heimsieg gegen TuS Königsdorf einen Treffer vor. Darüber hinaus absolvierte er einen Einsatz im Mittelrheinpokal.

Zur Winterpause der Saison 2022/23 verpflichtete ihn der Regionalligist Kickers Emden, nachdem Lombaya seit Jahresbeginn bei dem Verein mittrainiert hatte. Die Ostfriesen verstärkten sich für den Kampf um den Klassenerhalt mit dem 21-Jährigen. Sein Regionalligadebüt gab Lombaya am 21. Spieltag unter Stefan Emmerling beim 2:0-Heimsieg gegen den SSV Jeddeloh II, als er in der Schlussphase eingewechselt wurde. Bis zum Saisonende absolvierte er neun Einsätze in der Regionalliga Nord und wurde vor allem im offensiven sowie defensiven Mittelfeld eingesetzt. Trotz der Verstärkungen gelang dem Verein der Klassenerhalt nicht; Kickers Emden stieg am Saisonende aus der Regionalliga Nord ab.

Insgesamt absolvierte Lombaya in der Saison 2022/23 19 Pflichtspiele, erzielte ein Tor und bereitete einen weiteren Treffer vor. Da sich daraus zunächst keine langfristige Perspektive im deutschen Fußball ergab, blieb er nach Saisonende zunächst vereinslos. Anfang 2024 nahm er in Spanien an einem internationalen Sichtungsprojekt teil, aus dem später der Wechsel zum gibraltarischen Erstligisten Europa Point FC hervorging.