Anna Márton (* 31. März 1995 in Budapest) ist eine ungarische Säbelfechterin. Sie nahm mehrfach an den Olympischen Sommerspielen teil und wurde 2023 mit der ungarischen Säbelfechtmannschaft Weltmeisterin.

Werdegang Márton begann im Alter von neun Jahren mit dem Fechten. Seit ihrem zehnten Lebensjahr wird sie von Gábor Gárdos trainiert. Im Juniorinnenbereich feierte sie 2010 ihren ersten Erfolg, indem sie bei der Kadetten-Europameisterschaft in Athen die Gold- und bei Junioren-Weltmeisterschaften in Baku die Bronzemedaille gewann. 2011 nahm sie als Sechzehnjährige mit Ungarn erstmals an den Fechtweltmeisterschaften teil, schied im Einzelwettbewerb aber noch in der Qualifikationsphase aus und scheiterte mit der Mannschaft in der dritten Runde an den späteren Weltmeisterinnen aus Russland. Nach wie vor trat Márton bei Juniorinnenwettbewerben an und gewann hier in der Saison 2011/12 bei den Jugendeuropameisterschaften in Poreč zwei Goldmedaillen in der Kadettenkategorie und eine Einzelgoldmedaille in der Juniorenkategorie. Bei den Fechteuropameisterschaften 2012 schied sie in der ersten Runde gegen Olha Charlan aus.Vívó Eb: a világelsővel már nem bírt a 18 éves magyar lány, abgerufen am 4. Juli 2026 (ungarisch). Bei den Europameisterschaften im folgenden Jahr erreichte Márton das Viertelfinale, in dem sie wiederum an Charlan scheiterte. Bei den Fechtweltmeisterschaften 2013 schied sie im Sechzehntelfinale gegen Zhu Min aus.

In ihrer letzten Saison als Juniorin wurde Márton Junioren-Europameisterin und Junioren-Weltmeisterin.JUNIOR EUROPEAN CHAMPS REPORT, abgerufen am 4. Juli 2026 (englisch). Im Seniorinnenbereich konnte sie noch nicht mit der Weltspitze mithalten und schied 2014 bei den Europameisterschaften und den Weltmeisterschaften jeweils in der zweiten Runde aus. Allerdings errang Márton 2015 bei den Weltmeisterschaften mit der Bronzemedaille im Säbelfechten ihre erste Medaille im Erwachsenenbereich. Ein Jahr später gewann sie bei den Europameisterschaften in Toruń nach einer Finalniederlage gegen Sofja Welikaja die Silbermedaille. Ebenfalls 2016 trat Márton für Ungarn erstmals bei den Olympischen Sommerspielen an und erreichte hier das Achtelfinale.

Der nächste Erfolg gelang Márton erst 2019 bei den Europameisterschaften in Düsseldorf. Hier gewann sie mit der Säbelfechtmannschaft die Silber- und im Einzel die Bronzemedaille. Im selben Jahr gewann sie nach 2013 und 2015 zum dritten Mal die ungarische Meisterschaft im Säbelfechten. 2021 nahm sie für Ungarn zum zweiten Mal an den Olympischen Sommerspielen teil, die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben worden waren. Obwohl sich Márton bei den ungarischen Meisterschaften im Jahr zuvor das Kreuzband gerissen hatte, konnte sie bis ins Halbfinale vorstoßen, wo sie indes wieder Welikaja unterlag und gegen Manon Apithy-Brunet auch den Kampf um die Bronzemedaille verlor.Tokio 2020: Die verletzte Fechterin Anna Márton wurde Vierte, abgerufen am 4. Juli 2026. Ebenfalls 2021 wurde sie nach 2015, 2017 und 2019 zum vierten Mal zur ungarischen Fechterin des Jahres gewählt.Szavaztak a sportszövetségek, ők az év legjobbjai – lista, abgerufen am 4. Juli 2026 (ungarisch).

Ihr bislang größter Erfolg gelang Márton bei den Fechtweltmeisterschaften 2023 in Mailand: Hier gewann sie an der Seite von Luca Szűcs, Liza Pusztai und Katinka Battai Sugár im Säbelmannschaftswettbewerb durch einen 45:39-Sieg gegen die polnische Mannschaft die Goldmedaille und wurde so Weltmeisterin.Women’s Fencing Team Retains World Championship Title in Milan, abgerufen am 4. Juni 2026 (englisch). Ein Jahr später nahm sie in Paris zum dritten Mal an den Olympischen Sommerspielen teil. Hier erreichte sie das Viertelfinale im Säbelwettbewerb der Frauen und wurde Sechste im Mannschaftswettbewerb.

Privat Márton studierte Bioingenieurwesen an der Eötvös-Loránd-Universität.Márton Anna világai, abgerufen am 4. Juli 2026 (ungarisch). Sie ist zudem Mutter eines 2022 geborenen Sohnes.

Weblinks

Anna Márton in der Datenbank der Fédération Internationale d’Escrime (englisch/französisch)

Anna Márton bei Olympics.com

Einzelnachweise

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