Iunius Bassus war ein römischer Politiker und Verwaltungsbeamter der Spätantike im frühen 4. Jahrhundert n. Chr. Er gehörte zu den engsten Verwaltungsfunktionären Kaiser Konstantins des Großen und bekleidete über viele Jahre das Amt des Prätorianerpräfekten.
Über Herkunft und frühe Laufbahn des Bassus ist nur wenig bekannt. Eine Inschrift aus Paestum bezeugt ihn als Statthalter der Provinz Lukanien und Bruttium (corrector Lucaniae et Bruttiorum),. wahrscheinlich noch unter der Tetrarchie (ca. 293–305?). Wahrscheinlich ist er mit dem in einer Konstitution des Codex Theodosianus genannten „Bassus“ zu identifizieren, der als vicarius Italiae amtierte,Codex Theodosianus 9,8,1. bevor er unter Konstantin zum Prätorianerpräfekten aufstieg.
Eine Inschrift aus Falerii nennt ihn praefectus praetorio per annos XIIII et consul ordinarius und schreibt ihm insgesamt vierzehn Jahre im Amt des Praetorianerpräfekten zu,. wahrscheinlich etwa zwischen 318 und 332. Seine Amtszeit fällt in die entscheidende Phase der konstantinischen Neuordnung des Reiches.
Bassus gehörte zu jener neuen Verwaltungselite, die aus dem Ritterstand in den Senatorenstand aufstieg. Sein Sohn war Iunius Bassus Theotecnius, der Stadtpräfekt von Rom und Besitzer des Sarkophags des Iunius Bassus. Er war möglicherweise Christ; auf dem Esquilin in Rom ließ vermutlich eine Basilika errichten..
Literatur
Pierfrancesco Porena: I dignitari di Costantino: dinamiche di selezione e di ascesa durante la crisi del sistema tetrarchico. In: Costantino prima e dopo Costantino. Bari 2012, S. 293–320.
Einzelnachweise
Kategorie:Römischer Konsul (Spätantike) Kategorie:Prätorianerpräfekt (Spätantike) Kategorie:Geboren im 3. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 4. Jahrhundert Kategorie:Mann