mini|250px|Weibchen, Vuna, Taveuni, Fidschi-Inseln mini|Männchen, Matei, Taveuni, Fidschi-Inseln
Die Perousefruchttaube, auch Gilbflaumfußtaube, (Ptilinopus perousii, Syn.: Leucotreron perousii) ist eine Vogelart der Taubenvögel. Sie zählt zu den besonders farbenprächtig gefärbten Fruchttauben und kommt in Südostasien vor.
Der Vogel kommt auf Inseln im Südwesten des Pazifischen Ozeans vor auf Fidschi, den Samoainseln und auf Tonga.
Das Verbreitungsgebiet umfasst reife Wälder mit geschlossenem Kronendach, aber auch Dörfer, auf einigen kleinen Inseln auch buschige, baumbestandene Flächen meist im Tiefland bis 700 m. ü. M.
Der e Artzusatz bezieht sich auf Jean-François de La Pérouse.
Merkmale Die Art ist 22–23 cm groß und wiegt zwischen 85 und 93 g, eine unverwechselbare Art mit auffallendem Geschlechtsdimorphismus. Die Oberseite des Männchens ist hell gelblich-weiß mit einem breiten purpurroten Band quer über den oberen Rückenanteil. Stirn und Scheitel sind purpurrot, das Gesicht ist weiß, der Nacken gelb, die Schwanzoberseite ist grau. Auf der Brust ist ein auffallender Fleck mit purpur-rosafarbenen Flecken zu sehen, die Schwanzunterseite ist rot, die Unterschwanzdecken sind auch purpurrot. Beim Weibchen sind Kopf und Nacken graugrün mit einem purpurroten Scheitel, die Flügel sind dunkelgrün. Der Brustfleck ist grün geschuppt, unterhalb folgt ein blass rosafarbenes Band. Die Unterschwanzdecken sind purpurrot. Jungvögel sind weibchenartig gefiedert, haben aber gelbe Federränder und sind am Bauch gelblich.
Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt: P. p. perousii , 1849, Nominatform – Samoa und Amerikanisch-Samoa P. p. mariae , 1853J. Pucheran: Ptinilopus mariae. In: Voyage au Pole Sud et dans l'Océanie sur les corvettes l'Astrolabe et la Zélée; exécuté par ordre du Roi pendant les années 1837-1838-1839-1840 (etc.), Band 3, S. 115, Abbildung 29, 1853, Biodiversity Library – Fidschi und Tonga, etwas kleinere rote Kappe und glänzend grüne Subterminalbinde beim Männchen, gelbe Unterschwanzdecken beim Weibchen.
Die vorgeschlagene Unterart auf Tonga P. p. cupidineus , 1925A. Wetmore: Ptilinopus perousii cupidineus. In: The Ibis Serie 12, Band 1, Nummer 4, S. 829, 1925, Wiley wird als Fehlbestimmung betrachtet.S. D. Ripley und H. Birckhead: Birds collected during the Whitney South Sea Expedition. 51. On the fruit pigeons of the Ptilinopus purpuratus group. In: American Museum Novitates 1192, S 1–14, 1942
Stimme Die Balzrufe werden als rhythmisches Gurren über etwa 6 Sekunden beschrieben, mit einigen langgezogenen Lauten beginnend und mit schneller werdenden, ausklingenden Tönen endend „rhuwOo.... rhuwOo..rhuwOo.rhwoo.woo-hu-hu-huhuhuhuhu“. Rufe sind kurze, ständig wiederholte Strophen „rhwoo...rwhoo..wuh..rhwoo..rwhoo..wuh...“.
Lebensweise Die Art zieht auf der Suche nach reifen Früchten über größere Strecken umher, sie fliegt schnell und direkt meist weit oberhalb der Baumkronen. Die Nahrung besteht ausschließlich aus Früchten, meist Feigenarten (Ficus) wie Ficus prolixa und F. obliqua, auch Annonengewächse (Annonaceae), Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae), Mahagonigewächse (Meliaceae) und Sandelholzgewächse (Santalaceae). Häufig sind kleine Gruppen anzutreffen, die durch die Wipfel hüpfen, oft begleitet von Streitereien, bevorzugt unter den Männchen.
Möglicherweise kann das ganze Jahr über gebrütet werden. Das Nest ist eine nicht sehr stabile Plattform aus Zweigen, oft ziemlich hoch über dem Erdboden auf kleinen Zweigen oder an einer Astgabel. Das Gelege besteht aus 1–2 reinweißen Eiern, die von beiden Elternvögeln bebrütet werden.
Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).
Literatur T. R. Peale: Ptilinopus perousii. In: Narrative of the United States Exploring Expedition during the years 1838, 1839, 1840, 1841, 1842 under the command of Charles Wilkes, U. S. N., Band VIII Mammalia and ornithology, S. 195, 1. Auflage, 1849, Biodiversity Library
Weblinks
Macaulay Library Ptilinopus perousii auf Briefmarken
Einzelnachweise P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF L. F. Baptista, P. W. Trail, H. M. Horblit, P. F. D. Boesman und E. Garcia: Many-colored Fruit-Dove (Ptilinopus perousii), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, Ptilinopus perousii J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3. AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 IOC World Bird List 15.2 Pigeons
David Gibbs, Eustace Barnes und John Cox: Pigeons and Doves. A Guide to the Pigeons and Doves of the World. S. 479, 2001, Pica Press, Sussex, ISBN 1-873403-60-7
Kategorie:Flaumfußtauben