mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet der Großen Mexikanischen Kleinohrspitzmaus Die Große Mexikanische Kleinohrspitzmaus (Cryptotis magnus) ist eine im Bundesstaat Oaxaca in Mexiko endemisches Säugetier in der Gattung der Kleinohrspitzmäuse. Das Typusexemplar stammt aus der Umgebung der Ortschaft Totontepec. In einigen Werken wird der Artzusatz magna geschrieben, doch da der Gattungsname Cryptotis männlich ist, ist magnus die richtige Schreibweise. In einer taxonomischen Studie aus dem Jahr 2014 wurde Phillips-Kleinohrspitzmaus (Cryptotis phillipsii) als Schwesterart identifiziert. Andere Vertreter dieser Artengruppe sind Cryptotis mexicanus, Cryptotis nelsoni und Cryptotis obscurus.
Merkmale Passend zum Namen ist die Art mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 86 bis 88 mm, einer Schwanzlänge von 37 bis 53 mm und einem Gewicht von etwa 7 g ein großes Gattungsmitglied. Sie hat 16 bis 17,5 mm lange Hinterfüße. Typisch ist schwarzes Fell auf der Oberseite mit leicht gesprenkeltem Aussehen aufgrund weniger heller eingemischter Haare. Auf der Unterseite besitzen mehrere Haare gelbbraune Spitzen was diese leicht heller erscheinen lässt. In der kalten Jahreszeit sind die Haare länger und die Unterseite noch etwas heller. Die schmalen Füße haben gebogene Krallen und sie sind weniger an eine grabende Lebensweise angepasst, als bei nahen verwandten Arten. Kennzeichnend für den Kopf sind winzige Augen und kleine Ohren, die fast vollständig im Fell versteckt sind. Der schwarze Schwanz trägt wenige Haare. Die Große Mexikanische Kleinohrspitzmaus hat einen großen Schädel mit langem und breiten Schnauzenteil (Rostrum). Es ist rotes Zahnschmelz vorhanden und je vier Zähne neben den oberen Schneidezähnen sind einspitzig.
Verbreitung und Lebensweise Das Tier hält sich in Oaxaca in Hochtälern und Gebirgen auf, die eine weniger variable Ökologische Nische für die Art bilden. Funde sind aus 1300 bis 3000 Meter Höhe dokumentiert, auch wenn die Spitzmaus zwischen 1500 und 2800 Meter Höhe häufiger ist. Diese Spitzmaus lebt in Wolken- und Nebelwäldern mit Kiefern und Eichen. Sie bewegt sich häufig auf Trampelpfaden zwischen den Wurzeln der Moose und meidet andere Oberflächen. Das Nest wird in einem einfachen Erdloch unter Steinen oder heruntergefallenen Ästen angelegt oder es wird der Bau eines mausartigen Tieres übernommen. Laut wenigen Studien ist die Art nachtaktiv.
Aufgrund der großen Zähne mit rundlichen Höckern werden große Insekten als Nahrung angenommen. Soweit bekannt kann die Große Mexikanische Kleinohrspitzmaus zu allen Jahreszeiten aktiv sein. Trächtige Weibchen und Männchen mit vergrößerten Hoden sind aus den Monaten Mai bis Oktober bekannt. Somit scheint es Würfe in der Regen- und in der Trockenzeit zu geben.
Gefährdung Waldrodungen stellen die größte Bedrohung dar. Eine Untersuchung im Jahr 2005 stellte fest, das im Verbreitungsgebiet nur noch 28 Prozent der Landschaft als Habitat für die Art geeignet sind. An die Stelle von Wäldern traten Ackerland und Siedlungen. Die Funde verteilen sich über ein Gebiet, das knapp 20.000 km² erreicht. Die IUCN listet die Große Mexikanische Kleinohrspitzmaus als gefährdet (vulnerable).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Spitzmäuse Kategorie:Endemisches Säugetier Mexikos