Marek Grummt ist ein deutscher Erziehungswissenschaftler und Hochschullehrer, der vor allem für seine Arbeit zu den Themen Neurodiversität und Autismus bekannt ist.
Ausbildung und Werdegang An der Martin-Luther-Universität (MLU) Halle-Wittenberg studierte Grummt ab 2006 Lehramt an Förderschulen und Sonderpädagogik, Fächer Musik und Mathematik; schloss 2011 mit dem ersten Staatsexamen ab. 2011 und 2012 absolvierte er ein Referendariat in Magdeburg und schloss mit dem zweiten Staatsexamen ab. Ab 2014 war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an Hochschulen beschäftigt. Aktuell ist er Vertretungsprofessor am Lehrstuhl für Pädagogik bei körperlichen und komplexen Behinderungen der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. 2018 promovierte er am Institut für Rehabilitationspädagogik an der MLU Halle-Wittenberg. Die Doktorarbeit wurde von Andreas Hinz und Werner Helsper betreut. 2024 wurde Grummt habilitiert. Außer an der MLU Halle-Wittenberg arbeitete er auch an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau. Dort war er im Sommersemester 2024 Vertretungsprofessor.
Die Publikationen von Marek Grummt gelten als wichtige Beiträge zum Thema Neurodiversität im deutschsprachigen Raum. Die Sozialpädagogin Franziska Günauer bezeichnete Grummts Publikation Neurodiversität (2025) als „wichtiges Fundament in deutscher Sprache“.
Veröffentlichungen (Auswahl)
Neurodiversität – Die Sehnsucht nach kultureller Anerkennung, die Macht der neurotypischen Gesellschaft und Ansprüche an neurodiversitätsreflexive Pädagogik. Weinheim: Beltz Juventa, 2025, ISBN 978-3-7799-8719-2. „Theorien professionellen Handelns in inklusiven Settings unter Berücksichtigung des sonderpädagogischen Schwerpunktes körperliche und motorische Entwicklung“. In: Annett Thiele (Hrsg.): Pädagogik und Didaktik bei körperlich-motorischer Beeinträchtigung – Fachliche Expertise für die schulische Inklusion. Stuttgart: Kohlhammer, 2025, S. 130–148, ISBN 978-3-17-043010-5. mit Christian Lindmeier und Mechthild Richter (Hrsg.): Neurodiversität und Autismus. Stuttgart: Kohlhammer, 2025, ISBN 978-3-17-041266-8. mit Wolfram Kulig, Christian Lindmeier, Vera Oelze, Stephan Sallat (Hrsg.): Partizipation, Wissen und Kommunikation im sonderpädagogischen Diskurs. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt, 2023, ISBN 978-3-7815-2593-1. mit Ines Budnik und Stephan Sallat (Hrsg.): Sonderpädagogik – Rehabilitationspädagogik – Inklusionspädagogik. Reihe: Hallesche Impulse für Disziplin und Profession, Sonderpädagogische Förderung heute, Beiheft 5, Weinheim: Beltz Juventa, 2022, ISBN 978-3-7799-6868-9. mit Christian Lindmeier und Romy Semmler: „Die Beschulungssituation autistischer Schüler:innen – Ergebnisse einer Elternumfrage“. In: Gemeinsam leben – Zeitschrift für Inklusion. Band 30, Nr. 2, Weinheim: Beltz Juventa, 2022, S. 95–104, ISSN 0943-8394. Sonderpädagogische Professionalität und Inklusion. Dissertationsschrift, Gutachter Andreas Hinz und Werner Helsper, Reihe: Studien zur Schul- und Bildungsforschung, Wiesbaden: Springer VS, 2019, ISBN 978-3-658-26926-5. „Kritische Sonderpädagogik in inklusionsorientierten Schulen“. In: Ewald Feyerer, Wilfried Prammer, Eva Prammer-Semmler, Christine Kladnik, Margit Leibetseder und Richard Wimberger (Hrsg.): System. Wandel. Entwicklung – Akteurinnen und Akteure inklusiver Prozesse im Spannungsfeld von Institution, Profession und Person. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt, 2018, S. 169–175, ISBN 978-3-7815-2225-1.
Weblinks
Julius-Maximilians-Universität Würzburg: komplette Publikationsliste
Einzelnachweise
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