mini|Regina Hanemann (2026) Regina Hanemann (* 12. Januar 1957 in Gräfelfing) ist eine deutsche Kunstwissenschaftlerin und ehemalige Museumsdirektorin der Museen der Stadt Bamberg.
Leben Hanemann studierte Kunstgeschichte, Volkskunde und Mittelalterarchäologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Wissenschaftliche Berufsstationen erfolgten an der Universität Bamberg, in der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg in Berlin und Potsdam sowie im Deutschordensmuseum in Bad Mergentheim in Baden-Württemberg.Vgl. 22 Jahre lang voller Neugierde (Abgerufen am 29. Juni 2026).
Regina Hanemann hatte seit 1999 die Position der Direktorin der Museen der Stadt Bamberg inne. Zu den Museen gehört das seit 1838 bestehende, als städtische Kunstsammlung gegründete Historische Museum Bamberg, die Porzellansammlung Sammlung Ludwig Bamberg und die Galerie für moderne Kunst Villa Dessauer.Vgl. 22 Jahre lang voller Neugierde, siehe auch: Bamberg: Abschied nach 22 Jahren voller Neugierde: Museumsleiterin Regina Hanemann geht in den Ruhestand (mit Video)(Abgerufen am 29. Juni 2026). Neben der regen Ausstellungs- und Publikationstätigkeit für die Bamberger Museen trieb Hanemann die Pflege und den Ausbau der Archive, Depots und der Inventare der Museen in Bamberg voran. Sie setzte sich sehr früh als eines der ersten kommunalen Museen in Bayern für die Provenienzforschung der Bamberger Bestände ein. Von 2012 bis 2017 konnten mit Hilfe des Deutsches Zentrum Kulturgutverluste große Teile der zwischen 1933 und 1945 erworbenen Objekte aus der Sammlung erforscht werden. In diesem Zusammenhang wurden auch Objekte restituiert. Hanemann prägte das Bamberger Kulturleben nachhaltig. „Als Direktorin der Museen der Stadt Bamberg, namentlich Historisches Museum, Villa Dessauer und Sammlung Ludwig, hat Dr. Regina Hanemann die Geschicke der örtlichen Kulturszene 22 Jahre lang mitbestimmt.“Siehe das Zitat von Sebastian Quenzer, in: Webecho Bamberg vom 4. Februar 2022 (Abgerufen am 29. Juni 2026).
Hanemann war jahrelang Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Museen in Bayern (AMB). Regina Hanemann war lange Zeit in der Fachgruppe Geschichtsmuseen im Deutschen Museumsbund aktiv. Die Kunsthistorikerin und Museumsfachfrau engagiert sich zudem u. a. in der Arbeitsgemeinschaft kuwiki Kunstwissenschaften + Wikipedia.Siehe Gotha: Wikipedia-Hilfe für Schloss Friedenstein (Video), MDR, 26. Mai 2026 (Abgerufen am 30. Juni 2026); vgl. auch die Konzeption der Veranstaltungsreihe kuwiki tips & tools 2025/2026, arthist.net, Beitrag vom 9. Oktober 2025 (Abgerufen am 30. Juni 2026). Anfang des Jahres 2022 verabschiedete Regina Hanemann sich von ihrem Posten als Direktorin der Museen der Stadt Bamberg in den Ruhestand.Vgl. Nach 22 Jahren als Direktorin der Museen der Stadt Bamberg: Dr. Regina Hanemann nimmt Abschied (Abgerufen am 29. Juni 2026); siehe auch Museumsdirektorin Hanemann wurde offiziell in den Ruhestand verabschiedet, in: inFranken.de, Beitrag vom 22. Dezember 2021 (Abgerufen am 30. Juni 2026).
Kuration und Organisation von Ausstellungen (Auswahl) Im Fluss der Geschichte. Bambergs Lebensader Regnitz, Historisches Museum Bamberg (Dauerausstellung bis 2023) Jüdisches in Bamberg, Historisches Museum Bamberg (Dauerausstellung) 100 Meisterwerke. Von Lucas Cranach über Pieter Breughel zu Otto Modersohn, Gemäldeausstellung, Historisches Museum Bamberg (Dauerausstellung) Painting to Remember: Zerstörte deutsche Synagogen. Gemälde von Alexander Dettmar, Historisches Museum Bamberg, 2018 Spurensuche – Provenienzforschung in Bamberg | Einblicke. Möglichkeiten. Grenzen, Historisches Museum Bamberg, 2017 LUST UND VERLUST. Bilder von Manfred Hürlimann, Sammlung Ludwig Bamberg, 2017 Urgestein: Bambergs Künstlerinnen und Künstler des 20. Jahrhunderts, Villa Dessauer, Bamberg, 2016 Für Thron, Altar, Salon: Der Modelleur Carl Schropp (1794–1875) in Erfurt und Bamberg, Historisches Museum Bamberg, 2016 Picasso Keramik, Sammlung Ludwig Bamberg, 2013 Im Fokus: 300 Jahre Meißen. Glanzstücke aus der Sammlung Ludwig, Sammlung Ludwig, Bamberg, 2010 Salvador Dali. Das goldene Zeitalter, Stadtgalerie Bamberg Villa Dessauer, Bamberg, 2003
Bamberg wird bayerisch. Die Säkularisation des Hochstifts Bamberg, Historisches Museum Bamberg, 2003
Publikationen und verantwortete Ausstellungskataloge (Auswahl) Stefan Bartilla, Thomas Fusenig: Katalog der niederländischen Gemälde der Museen der Stadt Bamberg (Hrsg.), = Schriften der Museen der Stadt Bamberg Nr. 54, Bamberg 2021. mit Horst Gehringer: Margot Herrmann (+) – Rückspiegel, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Bamberg, Bamberg 2021. Bamberg: The Historical Museum, Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2019. Das Historische Museum Bamberg, Verlag Schnell & Steiner, Regensburg, 3. Auflage 2019. Der gute Stern oder Wie Herzog Max in Bamberg die Zither entdeckte (Hrsg.), = Schriften der Museen der Stadt Bamberg Nr. 53, Erich Weiß Verlag, Bamberg 2018. Mit Beiträgen von Johanna. E. Blume, B. Eichner-Grünbeck, Petra Hamberger, Maik Schaarschmidt. mit Horst Gehringer: Von Bamberg nach Quito, Erich Weiß Verlag, Bamberg 2016. Hrsg. mit Horst Gehringer und Robert Zink: Für Thron, Altar, Salon, = Schriften der Museen der Stadt Bamberg Nr. 52, Bamberg 2016. Jüdisches in Bamberg (Hrsg.), = Schriften der Museen der Stadt Bamberg Nr. 51, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2013. Goldchinesen und indianische Blumen. Die Sammlung Ludwig in Bamberg (Hrsg.), = Schriften der Museen der Stadt Bamberg Nr. 50, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2010. Im Fluss der Geschichte. Bambergs Lebensader Regnitz (Hrsg.), = Schriften der Museen der Stadt Bamberg Nr. 49, Spurbuchverlag, Baunach 2009. Schloss Mergentheim mit dem Deutschordensmuseum, Führer Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Deutscher Kunstverlag DKV, 2006. Der Bamberger Kunstfreund und Sammler Ernst Rössner (1904-1978). Grafiken und Gemälde aus seinem Besitz. (Hrsg.), = Schriften der Museen der Stadt Bamberg Nr. 46, Regensburg, 2001. Mit Beiträgen von Martina Junghans und Kurt Ruppert, ISBN 3-9807730-2-7 Schloss Mergentheim mit dem Deutschordensmuseum, Führer Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, K. F. Schimper-Verlag, Schwetzingen 1999. mit Christoph Bittel: Zauber der Tauber. Ein romantisches Tal in Ansichten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, Tauberbischofsheim 1999. Das Schloß und seine Reste, in: Inmitten Berlins - das Schloß. kritische berichte 1/1994, S. 58–61. Tilo Eggeling, Regina Hanemann, Jürgen Julier: Ein Schloß in Trümmern. Charlottenburg im November 1943, Staatliche Schlösser und Gärten Berlin, Berlin 1993 Johann Lorenz Fink (1745–1817). Fürstbischöflicher Hofwerkmeister und Hofarchitekt in Bamberg, Beiträge zur Kunstwissenschaft, scaneg, München 1993, ISBN 978-3-89235-049-1. Das Berliner Schloß. Ein Führer zu einem verlorenen Bau.Aus Berliner Schlössern. Kleine Schriften XII, Staatlichen Schlösse und Gärten Berlin, Berlin 1992.
Mitgliedschaften (Auswahl) Deutscher Verband für Kunstgeschichte ICOM Deutschland Historischen Verein zur Pflege der Geschichte des ehemal. Fürstbistums Bamberg Historischer Verein für Württembergisch Franken
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Einzelnachweise
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