mini|Lage von Kennethmont in Aberdeenshire Kennethmont, veraltet auch Kinnethmont, ist ein Civil Parish in der schottischen Council Area Aberdeenshire.Parish of Kennethmont im Gazetteer for Scotland
Geschichte Anhand der historischen Schreibweisen Kynalcmund, Kyllalchmond, Kilalckmunith, Kynalchmund, Kyllachmond, Kynnauchmount und Kynnathmont ist eine sukzessive Verschleifung des ursprünglichen Namens hin zu dem bekannten Namen „Kenneth“ ersichtlich. Vermutlich leitet sich Kennethmont jedoch von einem Heiligen ab, bei dem es sich um Alchmund von Derby († um 800) oder Alchmund von Hexham († ~780) handeln könnte, und bedeutet „Kirche des Alchmund“.Kennéthmont in: James MacDonald: Place names of West Aberdeenshire, Aberdeen 1900, S. 224. (Digitalisat)Kinnéthmont in: James Brown Johnston: Place-names of Scotland, D. Douglas, Edinburgh 1892, S. 154. (Digitalisat) Lokal existiert die Legende eines Königs Kenneth, der auf dem Hügel der Pfarrkirche bestattet liegen soll.The New Statistical Account of Scotland, Band 12, William Blackwood &Sons, Edinburgh, 1845, S. 583–589. (Digitalisat) Diese Herleitung ist jedoch historisch nicht greifbar.
Den Parish unterstellte David von Schottland, Earl of Huntingdon 1195 den Mönchen der Lindores Abbey. Aus den Jahren 1198 oder 1199 stammt der früheste Beleg einer Alchmundskirche am Standort. Später wurde diese jedoch dem Heiligen Regulus (Saint Rule) geweiht. 1630 wurde Kennethmont mit seinem Nachbarparish Rathmureal vereint. Dieser Gemeinde diente die Christ’s Kirk als Pfarrkirche. Sie wurde vor 1195 der Lindores Abbey unterstellt. Bei der heutigen Kennethmont Parish Church handelt es sich um ein schlichtes, neogotisches Gebäude aus dem Jahre 1812.
mini|Leith Hall Der Steinkreis von Ardlair belegt die spätsteinzeitliche Besiedlung der Region. Auf einem Hügel nahe der Christ’s Kirk finden sich die Reste des prähistorischen Hill of Christ’s Kirk Forts, die auf die Bronzezeit datiert werden. Ein Gut zählte bereits seit dem 13. Jahrhundert zum Besitz der Familie Leith. Am Standort befand sich zunächst ein Wehrbau namens Peill Castle, der um 1650 zum Bau des Herrenhauses Leith Hall abgetragen wurde. Etwa hundert Jahre später entstand das palladianische Herrenhaus Wardhouse, das ein Brand 1953 verheerte.
Einwohnerzahlen Jahr 1801 1811 1821 1831 1841 1851 1861 1871 1881 1891 1901 1911 1921 1931 1951 1961 1971 2022 EinwohnerScotland Census 1911, S. 167–180. (Digitalisat)Scotland Census 2022Kennethmont Parish : Total Population, visionofbritain.org.uk 784 888 974 1131 1107 1108 1187 1062 999 932 920 915 818 664 645 536 459 482 MännerKennethmont Parish : Males & Females, visionofbritain.org.uk 362 406 481 547 534 522 509 471 438 455 459 397 333 326 Frauen 422 482 493 584 573 586 553 528 494 465 456 421 331 319
Von den 915 im Jahre 1911 verzeichneten Personen waren 459 männlichen und 456 weiblichen Geschlechts. Sie teilten sich auf 182 Familien auf. Von den 190 verzeichneten Häusern waren 181 bewohnt.
mini|Blick durch das Tal des Shevock Lage und Beschreibung Der Parish Kennethmont liegt im Westen der Council Area beziehungsweise der traditionellen Grafschaft Aberdeenshire. Er liegt in der Ebene vor den nordöstlichen Ausläufern der Cairngorms. Der im Nordwesten gelegene Knockandy Hill markiert mit 434 Metern den höchsten Punkt des Parishs. Der Bogie bildet über eine weite Strecke die Westgrenze Kennethmonts. Der Shevock durchfließt den Parish und markiert über eine kurze Strecke seine Ostgrenze, wo sich mit dem 311 Meter hohen Hill of Christ’s Kirk die zweithöchste Erhebung Kennethmonts befindet. Der Shevock fließt dem Urie zu. Über signifikante Seeflächen verfügt Kennethmont nicht.Karte der Ordnance Survey
Im Wesentlichen stehen im Norden Schiefer und Tonschiefer, im Osten Eruptivgestein und im Westen Syenit an. Es liegen sowohl tonige und lehmige wie auch moorige Böden vor. Bereits im 19. Jahrhundert wurden Moorflächen trockengelegt und der Nährstoffgehalt der Böden durch Düngung verbessert.Kennethmont in: Francis H. Groome (Hrsg.): Ordnance Gazetteer of Scotland: A Survey of Scottish Topography, Statistical, Biographical and Historical, Grange Publishing Works, Edinburgh, 1882–1885. Der nahe der Westgrenze des Parishs liegende, namensgebende Weiler Kennethmont ist der Hauptort des Parishs.
Es umgeben die Parishes Clatt, Chapel of Garioch, Insch, Leslie und Rhynie. Der Parish umfasst eine Fläche von 34,2 Quadratkilometern. Hauptverkehrsstraße ist die von Oyne über Insch nach Gartly führende B9002. Die Bahnstrecke Aberdeen–Inverness verläuft durch Kennethmont. Die Pillbox an den Mains of Cults wurde um 1940 zur Sicherung der Bahnstrecke und der Howets of Kennethmont Bridge errichtet. Die von Aberdeen nach Inverness führende A96 verläuft östlich der Parishgrenze.
Einzelnachweise
Weblinks
Records for Kennethmont, scotlandspeople.gov.uk
Kategorie:Civil Parish in Aberdeenshire