Martin Sternberg (* 1960 in Berlin) ist ein deutscher Physiker und Hochschullehrer. Er ist Professor für Physik an der Hochschule Bochum. Von 2006 bis 2016 war er Rektor beziehungsweise Präsident dieser Hochschule. 2020 wurde er Vorstandsvorsitzender des Promotionskollegs NRW.
Leben Sternberg studierte Physik an der Technischen Universität Berlin. Von 1984 bis 1989 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Optischen Institut der TU Berlin. 1989 wurde er zum Dr.-Ing. promoviert.
Von 1989 bis 1997 arbeitete Sternberg bei der Linotype-Hell AG, der späteren Hell Gravure Systems GmbH & Co. KG, in Kiel. Dort war er zuletzt Leiter Forschung und Entwicklung im Bereich Tiefdrucksysteme. 1997 war er stellvertretender technischer Leiter bei Broschek-Tiefdruck in Hamburg.
Im Jahr 1997 wurde Sternberg Professor für Physik im Fachbereich Elektrotechnik und Informatik der Hochschule Bochum. Zu seinen Arbeitsgebieten in Forschung und Entwicklung gehören Ionen- und Elektronenstrahltechnik sowie Printmedientechnik.
Hochschulleitung und wissenschaftspolitische Funktionen
Sternberg war von 2002 bis 2005 Dekan des Fachbereichs Elektrotechnik und Informatik der Fachhochschule Bochum. 2006 wurde er Rektor beziehungsweise Präsident der Hochschule Bochum. Von 2007 bis 2016 war er Präsident der Hochschule Bochum.
Im Februar 2016 übergab Sternberg das Präsidentenamt an Jürgen Bock. Nach Angaben der WAZ fielen in seine Amtszeit unter anderem der Aufbau des Graduierteninstituts, die Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum, das Internationale Geothermiezentrum und der Hochschulstandort Velbert/Heiligenhaus.
Von 2008 bis 2015 war Sternberg Vorstandsmitglied der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen. Seit 2011 leitete er das Gremium als Vorsitzender; 2015 wurde Marcus Baumann zu seinem Nachfolger gewählt. Von 2009 bis 2014 war Sternberg Gastprofessor an der Coventry University in Großbritannien.
2019 wurde Sternberg für drei Jahre in den Wissenschaftsrat berufen. 2025 schied er aus dem Wissenschaftsrat aus.
Promotionskolleg NRW
Von 2016 bis 2020 war Sternberg Vorsitzender des Graduierteninstituts für angewandte Forschung der Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen. Das Graduierteninstitut war eine Vorläuferstruktur des späteren Promotionskollegs NRW. Mit der Gründung des Promotionskollegs NRW im Jahr 2020 wurde Sternberg dessen Vorstandsvorsitzender.
In dieser Funktion war er an der institutionellen Entwicklung des Promotionskollegs beteiligt. Der Vorstand des Promotionskollegs leitet das Kolleg, trifft strategische Entscheidungen und ist unter anderem für die Weiterentwicklung des Kollegs sowie die Zusammenarbeit mit den Trägerhochschulen zuständig. 2022 empfahl der Wissenschaftsrat die Verleihung des Promotionsrechts an das Promotionskolleg NRW. Die Landesrektor_innenkonferenz der Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Nordrhein-Westfalen nannte Sternberg in diesem Zusammenhang als Vorsitzenden der Leitung des Promotionskollegs.
Einzelnachweise
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