Anton FelixLaut Taufbuch der Marienkirche Berlin Anton August Felix Johannes. Gröbenschütz (* 10. Mai 1810 in Berlin; † 1880 in Frankfurt (Oder)) war ein deutscher Arzt, preußischer Medizinalrat und Komponist.
Leben Felix Gröbenschütz stammte aus einer musikalisch geprägten Berliner Familie; sein Vater Johann Christian Friedrich Gröbenschütz betrieb dort die Musikalienhandlung „Gröbenschütz & Seiler“, seine Mutter Amalie Gröbenschütz war ebenfalls musikalisch tätig. Er war evangelischer Konfession und absolvierte nach dem Abitur an einem Berliner Gymnasium eine medizinische Ausbildung.
Ab 1828 studierte er als Zögling am Medizinisch-chirurgischen Friedrich-Wilhelms-Institut in Berlin.Ant. Felix Groebenschuetz: De strychnii in neurosibus vi atque usu. Dissertation, Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin, 1833, S. 38f (Lebenslauf). Während seines vierjährigen Studiums lernte er bei bekannten Vertretern der Berliner Medizinischen Schule. Zu seinen Lehrern gehörten unter anderem Heinrich Friedrich Link (Naturgeschichte und Botanik), Sigismund Friedrich Hermbstädt (Pharmazeutische Chemie), Friedrich Schlemm (Anatomie), Karl Asmund Rudolphi (Anatomie und Physiologie), Emil Osann (Arzneimittellehre) und Ernst Horn (Spezielle Pathologie und Geisteskrankheiten).
Nach dem Studium arbeitete Gröbenschütz als Unterarzt an der Berliner Charité. Unter der Leitung der dortigen Oberärzte untersuchte er die klinische Anwendung und die neurologische Wirkung von Strychnin bei verschiedenen Nervenerkrankungen. Am 9. August 1833 wurde er mit der lateinischsprachigen Arbeit De strychnii in neurosibus vi atque usu zum Doktor der Medizin und Chirurgie promoviert.
Anschließend wechselte Gröbenschütz in den zivilen preußischen Sanitätsdienst. Ab etwa 1838 arbeitete er als Kreisphysikus in Grünberg in Schlesien.Felix Gröbenschütz, Eintrag im Personenregister des Akademienvorhabens Praktiken der Monarchie (BBAW), online verfügbar unter: https://actaborussica.bbaw.de/register/personen/detail.xql?id=P0003878 Später stieg er zum Regierungs- und Medizinalrat auf und war in dieser Funktion in Stettin und Frankfurt an der Oder tätig.Personalien in: Medizinal-Gesetzgebung: Wochenschrift für die Medicinal-Gesetzgebung des Deutschen Reiches und seiner Einzelstaaten. 6 (1880), S. 432. Neben seinem medizinischen Beruf betätigte er sich fortlaufend als Komponist, insbesondere von Vokalmusik. Er verstarb im Jahr 1880.
Sein Sohn Max Leo Gröbenschütz wurde ebenfalls Arzt.
Schriften und Kompositionen
Schriften De strychnii in neurosibus vi atque usu. Nietack, Berlin 1833.
Musikalische Werke (Auswahl) 3 deutsche Gesänge op. 4 Der deutsche Rhein op. 6 (1840) Das Eine Vaterland op. 7 (1840) Gesang der Deutschen nach der Leipziger Schlacht op. 8 (1841)
Weblinks Dissertation in der Deutschen Digitalen Bibliothek
Einzelnachweise
Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert) Kategorie:Komponist (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1810 Kategorie:Gestorben 1880 Kategorie:Mann