Für das ähnlich bezeichnete Nagetier, sie Sierra-Madre-Spitzmausratte.
Die Sierra-Madre-Spitzmaus (Sorex madrensis) ist ein in Guatemala endemisches Säugetier in der Gattung der Rotzahnspitzmäuse. Bis zur Beschreibung der Art im Jahr 2017 wurde die Population einer Unterart der Verapaz-Spitzmaus (Sorex veraepacis) zugeordnet. Das Typusexemplar stammt aus dem Departamento Quetzaltenango im Westen des Landes.
Merkmale Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 61 bis 78 mm, einer Schwanzlänge von 43 bis 57 mm und einem Gewicht von etwa 7 g ist das Tier innerhalb seiner Gattung mittelgroß. Es hat 14 bis 15 mm lange Hinterfüße und Ohren von ungefähr 7 mm Länge. Gewöhnlich ist hellgraues Fell vorhanden, das unterseits noch etwas heller wird. Die Sierra-Madre-Spitzmaus besitzt eine abgeflachte Hirnschale am Schädel und der Schnauzenteil (Rostrum) ist länger als bei der oben genannten Unterart, die als Chiapas-Spitzmaus (Sorex chiapensis) Artstatus erhielt. Die Zähne haben rotes Zahnschmelz. Im Oberkiefer liegen neben den Schneidezähnen je fünf einspitzige Zähne. Von denen sind die beiden, am weitesten innen liegen am größten, der vierte ist etwas größer als der dritte und der fünfte ist winzig.
Verbreitung und Lebensweise Diese Spitzmaus bewohnt Gebiete der Sierra Madre de Chiapas in Guatemala. Die meisten Funde stammen aus Wolken- und Nebelwäldern in 2300 bis 3100 Meter Höhe die durch eine dicke Laubschicht am Boden gekennzeichnet sind. Ein im Juli registriertes Weibchen hatte aktive Zitzen. Zur Nahrungswahl, zu den Aktivitätszeiten und zu weiteren Aspekten des Verhaltens gibt es keine Informationen.
Gefährdung Vermutlich wirken sich im tieferen Bereich des Gebirges Landschaftsveränderungen negativ aus. Bei der Studie, die zur Erstbeschreibung der Art führte, wurden 32 Exemplare dokumentiert. Die Sierra-Madre-Spitzmaus wurde bis Juni 2026 nicht von der IUCN gelistet.
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Einzelnachweise
Kategorie:Rotzahnspitzmäuse Kategorie:Endemisches Tier Guatemalas