Antoniewo () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki.
Geographische Lage Antoniewo liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, fünf Kilometer nordwestlich der Stadt Morąg bzw. 23 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Ostróda.
Geschichte Antonienhof war ein kleiner HofDietrich Lange: Antonienhof, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) und ein Vorwerk im Gutsbezirk Neuhof. Im Jahre 1873 wurde Antonienhof gegründet. Damals hieß es in der Verlautbarung der Regierung in Königsberg (Preußen): dem auf der Feldmark des dem Rittergutsbesitzer von Graeve in Gottswalde gehörigen Gut Neuhof, Kreis Mohrungen, neu errichteten Vorwerk ist der Name Antonienhof beigelegt worden, ohne daß dadurch an den bisherigen gutsherrlichen, polizeilichen und sonstige Verhältnissen etwas geändert wird. Der Gutsbezirk Neuhof gehörte zum Amtsbezirk Georgenthal im ostpreußischen Kreis Mohrungen.Rolf Jehke: Amtsbezirk Georgenthal
Antonienhof zählte im Jahre 1885 sechs Einwohner, im Jahre 1905 waren es sieben.
Am 30. Oktober 1928 kam Antonienhof als Ziegeleigut im Gutsbezirk Neuhof zur Landgemeinde Rollnau, die 1929 dem Amtsbezirk Kahlau zugeordnet wurde.Rolf Jehke: Amtsbezirk Kahlau
Infolge des Zweiten Weltkrieges wurde der Ort, wie das gesamte südliche Ostpreußen, Teil Polens. Antonienhof erhielt in diesem Zusammenhang die polnische Namensform „Antoniewo“ und ist heute eine Siedlung (osada) innerhalb der Stadt-und-Landgemeinde Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Religion Bis 1945 war Antonienhof in die evangelische St.-Peter-und-Paul-Kirche in Mohrungen im Superintendenturbezirk Mohrungen des gleichnamigen Kirchenkreises in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt.Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 466 Außerdem gehörte es zur römisch-katholischen Pfarrei Mohrungen im Dekanat Pomesanien innerhalb des Bistums Ermland.
Der kirchliche Bezug zur Stadt Morąg besteht auch heute: zur dortigen evangelischen Kirchengemeinde, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen sowie zur Pfarrei St. Joseph, deren Pfarrkirche jetzt die früher evangelische St.-Peter-und-Paul-Kirche ist und zum Dekanat Morąg im jetzigen Bistum Elbląg gehört.
Verkehr Antoniewo liegt an einer Nebenstraße, die von Morąg über Nowy Dwór nach Chojnik und weiter bis Sambród führt. Die nächste Bahnstation ist der Bahnhof in Morąg an der Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo (–Elbląg).
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1873 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Morąg