mini|Diana Fox Carney (2026) Diana Fox Carney (* 1965 im Vereinigten Königreich als Diana Fox) ist eine britisch-kanadische Wirtschaftswissenschaftlerin und Expertin für Klimapolitik. Sie ist die Ehefrau des kanadischen Politikers Mark Carney, der seit 2025 als 24. Premierminister von Kanada amtiert.
Fox Carney ist auf Entwicklungsfragen spezialisiert und engagiert sich in verschiedenen umweltpolitischen und sozialen Initiativen. Sie veröffentlichte Forschungsarbeiten und arbeitete mit mehreren internationalen Denkfabriken zusammen. Sie wurde als „allgemein anerkannter Expertin für globale Klima- und Energiepolitik“ beschrieben und war Mitglied in den Leitungsgremien mehrerer gemeinnütziger Organisationen.
Frühes Leben und Ausbildung Diana Fox Carney ist die Tochter von Christopher Fox und Jennifer Atkinson, die zum Zeitpunkt ihrer Geburt ein Anwesen verwalteten. Ihre frühen Kindheitsjahre verbrachte sie in Quarwood House, einem neugotischen Herrenhaus bei Stow-on-the-Wold, das später von John Entwistle von The Who erworben wurde. Anschließend kaufte die Familie eine wirtschaftlich erfolgreiche Schweinefarm. Diana Fox und ihre Schwester besuchten die Oxford High School for Girls. Danach ging sie auf das Marlborough College in Wiltshire. Ihre Schwester Tania heiratete später Robin Cayzer, 3. Baron Rotherwick. Fox Carney erwarb einen Abschluss in Philosophy, Politics and Economics, einen Masterabschluss in Agrarökonomie an der University of Oxford sowie einen Master of Arts in Internationalen Beziehungen an der University of Pennsylvania.
Karriere Fox Carney bekleidete leitende Positionen bei Denkfabriken in Kanada und dem Vereinigten Königreich, wobei ihr Schwerpunkt vor allem auf Energie- und Klimafragen lag. Sie arbeitete als Agrarforscherin in Afrika, für die gemeinnützige Organisation IPPR und als Executive Director von Pi Capital im Vereinigten Königreich. Fox Carney war Mitglied in den Vorständen beziehungsweise Kuratorien von Save the Children, Friends of the Royal Academy, Ashden, ClientEarth, der Shell Foundation und BeyondNetZero.Diana Fox Carney Thinking Ahead Institute mini|Diana und Mark Carney empfangen König Charles III. in Rideau Hall. Im Jahr 2013 sprach Fox Carney vor dem Finanzausschuss des kanadischen Parlaments über die weltweit zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich. Sie verwies darauf, dass zwei Drittel der Menschen in Staaten lebten, in denen diese Kluft im vorangegangenen Jahrzehnt gewachsen sei. Im April 2013 war sie Vizepräsidentin für Forschung bei der Denkfabrik Canada 2020 und steuerte zu einer ihrer Konferenzen ein Papier bei, das einen Dialog über CO2-Preise unterstützte. Später im selben Monat trat sie in der Sendung Power & Politics des CBC News Network auf, um über das Thema zu sprechen. Dabei nahm sie auch zu Berichten in britischen Medien Stellung und betonte, dass sie eine eigenständige Person mit eigenen Überzeugungen sei, unabhängig von ihrem Ehemann. Nach ihrem Ausscheiden bei Canada 2020 wurde sie in London Direktorin für Strategie und Engagement beim Institute for Public Policy Research. Diese Position hatte sie 2025 nicht mehr inne.
Seit Mai 2021 ist Fox Carney Senior Advisor bei der Eurasia Group, ebenso wie Gerald Butts. Im Oktober 2021 wurde Fox Carney von Willis Towers Watson als strategische Beraterin für den Climate Resilience Hub berufen.
Privates In den 1990er Jahren gehörte sie zu den Spielerinnen des Frauenteams des Oxford University Ice Hockey Club. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann Mark Carney kennen, der als Torwart im Männerteam spielte. Das Paar heiratete 1994, als Mark Carney seine Dissertation abschloss. Sie haben vier Kinder und lebten in Toronto, bevor sie zunächst in das Viertel Rockcliffe Park in Ottawa und 2013 nach London zogen. Eine ihrer Töchter, Cleo Carney, stellte ihren Vater 2025 auf dem Parteitag zur Wahl des Vorsitzenden der Liberalen Partei vor. Die Familie zog nach Ottawa zurück, nachdem Mark Carney 2020 seine Tätigkeit bei der Bank of England beendet hatte. Im Jahr 2012 erregte Fox Carney die Aufmerksamkeit der britischen Presse. The Daily Telegraph bezeichnete sie als „Ökokriegerin“, nachdem sie Sympathie für die banken- und kapitalismuskritische Occupy-Bewegung geäußert und erklärt hatte, globale Finanzinstitutionen seien „verrottet“.
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Einzelnachweise
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