Werner David Fröhlich (* 10. Januar 1931 in Wien) ist ein österreichisch-deutscher Psychologe und Hochschullehrer.Werner Fröhlich. In: Verzeichnis der Professorinnen und Professoren der Universität Mainz 1477–1973 (abgerufen am 24. Juni 2026); Fröhlich, Werner David. In: Otto Wenig (Hrsg.): Verzeichnis der Professoren und Dozenten der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn 1818–1968. Bouvier, Bonn 1968, S. 82.
Leben und Wirken Werner D. Fröhlich studierte von 1950 bis 1957 Psychologie an der Universität Wien und der Universität Bonn. 1957 promovierte er an der Universität Bonn zum Dr. phil. mit einer Dissertation über Ein- und Mehrdeutigkeit im Erleben musikalischer Gestalten. Eine experimentelle Untersuchung. Als wissenschaftlicher Assistent war er an dieser Universität tätig und habilitierte sich im Jahre 1965. Bis 1968 lehrte er als Privatdozent und wurde 1968 Professor an der Deutschen Sporthochschule Köln. Im gleichen Jahr übernahm er eine Professur für Psychologie an der Universität Mainz und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung 1999.
Werner D. Fröhlich ist besonders bekannt durch sein Wörterbuch zur Psychologie, das in zahlreichen Auflagen erschien. Außerdem beschäftigte er sich mit der Forschungsstatistik für die Sozialwissenschaften, der Psychologie der Angst und der Medienökologie.
Veröffentlichungen (Auswahl)
Forschungsstatistik. Eine Einführung für Psychologen, Soziologen und Pädagogen. Bouvier, Bonn 1959 (6. Aufl. 1972, ISBN 3-416-00884-7). Angst im Lichte der Motivationsforschung. In: Heinz Wiesbrock (Hrsg.): Die politische und gesellschaftliche Rolle der Angst (= Politische Psychologie, Bd. 6). Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt/M. 1967, S. 150–169. (mit James Drever): Wörterbuch zur Psychologie. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1968 (29. Aufl. 2014, ISBN 978-3-423-34625-2). (mit Kurt Koszyk): Die Macht der Signale. Information, Kommunikation und Gesellschaft. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1971, ISBN 3-499-60041-2. (Übers.): Aron Gurwitsch / Das Bewußtseinsfeld. de Gruyter, Berlin 1975, ISBN 978-3-11-002334-3. Angst. Gefahrensignale und ihre psychologische Bedeutung. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1982, ISBN 3-423-04395-4. Perspektiven der Angstforschung. In: Hans Thomae (Hrsg.): Psychologie der Motive (= Enzyklopädie der Psychologie, Themenbereich C, Serie 4, Bd. 2). Hogrefe, Göttingen 1983, S. 110–320, ISBN 3-8017-0507-2. (Hrsg.): Die verstellte Welt. Beiträge zur Medienökologie. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt/M. 1988, ISBN 3-596-24286-X. (mit Wolfgang Beck): Musik machen – Musik verstehen. Psychologische Aspekte des handlungsorientierten Musikunterrichts im Klassenverband. Schott, Mainz 1992, ISBN 3-7957-0228-3. (Mithrsg.): Auf den Schultern von Gutenberg. Medienökologische Perspektiven der Fernsehgesellschaft. Quintessenz, Berlin/München 1995, ISBN 3-86128-312-3.
Festschrift
Helmut Bonn (Hrsg.): Wahrnehmung durch Falsifikation. Festschrift für Werner D. Fröhlich. Neues Literaturkontor, Bielefeld 1996, ISBN 3-920591-38-0.
Einzelnachweise
Kategorie:Sozialpsychologe Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) Kategorie:Hochschullehrer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) Kategorie:Österreicher Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1931 Kategorie:Mann